Historie

Ursprünglich war der unmittelbar an der Kirche in Oerlinghausen umgebende „Totenhof” der einzige Friedhof dieser ausgedehnten Gemeinde. Dort wurden seit Beginn des 18. Jahrhunderts auch die Toten von Ubbedissen, Lämershagen, der damaligen Gemeinde Senne II sowie Gräfinghagen beigesetzt. 1855 wurde der Kirchhof in Oerlinghausen aus Mangel an Belegplätzen geschlossen und ein Ersatzfriedhof im Norden des Ortes angelegt. Alle Gemeinden sollten hierzu ihren finanziellen Beitrag leisten. Dies verstärkte den bereits seit einiger Zeit bestehenden Wunsch der Ubbedisser nach einem eigenen Begräbnisplatz vor Ort.

Da jedoch in Ubbedissen keine eigene Kirchenvertretung gewählt worden und somit keine juristische Person für einen kirchlichen Landerwerb vorhanden war, wurde im Jahr 1859 zunächst ein geeignetes Grundstück privat von mehreren Bauern gekauft. Der darauf folgende Antrag auf Genehmigung eines Privatfriedhofes wurde vom kommunalen Gemeinderat abgelehnt. Dieser entschloss sich jedoch, die Fläche zu übernehmen und einen kommunalen Friedhof anzulegen.

Nach der baldigen Genehmigung begaben sich die Ubbedisser Bürger mit großem Eifer an die würdige Herrichtung ihres Totenackers. Innerhalb einer Woche wurde das Gelände geebnet und eine Mauer mit einem eisernen Tor in der Mitte entlang der Straße errichtet.

Im Juli 1860 wurde der Friedhof eingeweiht. Nachdem die Zahl der Begräbnisse zunahm, wurde der Friedhof mehrere Male vergrößert. Mit der letzten Vergrößerung Ende des 20. Jahrhunderts erhielt der Ubbedisser Friedhof sein heutiges Ausmaß. Die Kapelle am südlichen Ende des Hauptweges wurde 1972 gebaut und ersetzte die Friedhofshalle von 1961.