Gräber und Grabmalskünstler



› Grabstätte Bozi in Abtl.1/Nr.394
Die Grabstätte wird von einem Halbrelief geschmückt, auf dem drei Frauen vor der Spinnerei „Vorwärts” zu sehen sind: Die junge Frau links hält einen Bienenkorb als Symbol des Fleißes in der Hand, die zur Rechten ein Füllhorn. Sie reichen der Greisin in der Mitte, die am Spinnrad tätig ist, Lorbeerkranz und Brot.
Geschaffen wurde das Grabmal 1890 von dem Dombildhauer Peter Fuchs (1829 – 1898) aus Köln. Die aus Ungarn eingewanderte Familie Bozi erlebte ihren Aufschwung durch den Leinenhandel und gründete 1851 die erste Bielefelder mechanische Spinnerei „Vorwärts”.

Die letzte Angehörige der Familie Bozi in Bielefeld, Frau Dr. rer. pol. Else Noack-Bozi (1900 – 1976) zeigte ihr soziales Engagement unter anderem dadurch, dass sie in den Jahren 1966 - 1976 das Altenzentrum Leithenhof in der Heeper Straße stiftete und bauen ließ, das nun seit 1998 zum Evangelischen Perthes-Werk Münster gehört.

› Grabstätte Wilhelm Hammerschmidt in Abt. 3/ Nr. 31
Der Grabstein für den Verwaltungsbeamten Wilhelm Hammerschmidt ist aus Kalkstein gearbeitet worden. Über der inschriftreichen Stele gleitet ein bilderbuchreifes Steinschiff mit prall gefüllten Segeln über die Wellen. Die Inschriften sind Zitate aus Vergils Aeneis und den Johannisevangelien.
Wilhelm Hammerschmidt lebte in Gelsenkirchen, durch Heirat war er jedoch mit den Bielefelder Leinenkaufleuten von Laer verwandt.