Historie


Der ehemalige Oberbürgermeister Stapenhorst eröffnete am 15. August 1912 den Bielefelder Sennefriedhof. Geplant wurde dieser von Stadtbaurat Friedrich Schulz am Südhang des Teutoburger Waldes als klassischer Waldfriedhof, der in der damaligen Zeit als Reformfriedhof galt. Freiraumentwurf und Gebäude sind dem Gedankengut des Jugendstils angelehnt. Ein knappes Jahr nach der Eröffnung wurde die alte Kapelle eingeweiht.

Im Vorfeld der Eröffnung des Friedhofs wurde im Jahre 1911 ein Wettbewerb ausgeschrieben, um Entwürfe für Grabdenkmäler zu erhalten. Ziel war es, das Niveau der Grabmalskunst auf dem geplanten Friedhof zu steigern. Im weiteren Verlauf der Jahre wurde der anspruchsvolle Standard dadurch gewährleistet, dass Grabmale vor ihrer Aufstellung fachlich begutachtet und genehmigt werden mussten. Ergebnisse der Arbeiten von Künstlern wie Peter August Böckstiegel, Käthe Kollwitz, Hugo Lederer und Prof. Georg Kolbe können noch heute auf dem Gelände besichtigt werden.
Im Laufe der Zeit wurde der Friedhof von anfänglich 32 Hektar auf insgesamt knapp 100 Hektar vergrößert. Besondere Anlagen wie Ehrenfelder für gefallene Soldaten, Bombenopfer, ausländische Kriegstote und Opfer der NS-Gewaltherrschaft wurden seitdem angelegt und teilweise neu gestaltet.

Im Jahre 1987 wurde anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Sennefriedhofes ein Leitfriedhof eröffnet. Gedacht war dieser zur Anregung und als Beispiel einer guten Grab- und Grabmalgestaltung für den gesamten norddeutschen Raum.
Leider musste die Anlage nach einigen Jahren geschlossen werden, da die Gestaltung der Mustergrabstätten häufig im Gegensatz zu den strengen Richtlinien für Grabstätten auf dem Sennefriedhof standen.

Ausführliche Informationen zur Chronik des Sennefriedhofes stehen als PDF-Dokument Datei zur Verfügung.