Kindergrabstätten

Und meine Seele spannte weit Ihre Flügel aus
flog durch die stillen Lande
als flöge sie nach Haus

Joseph Freiherr von Eichendorff


Plastik Kindergrabfeld Sennefriedhof
Der Tod eines Kindes ist sicherlich das schlimmste, was Eltern passieren kann. Umso wichtiger ist es, dass die Eltern und Angehörigen einen Ort der Erinnerung und Trauer haben.

Auf unseren Friedhöfen gibt es verschiedenen Möglichkeiten für die Bestattung von Kindern:

Ist eine Familiengrabstätte (zum Beispiel eine Wahlgrabstätte für Erdbestattungen) vorhanden, kann das verstorbene Kind dort beigesetzt werden.

Auf einigen der kommunalen Friedhöfe gibt es zudem spezielle Grabfelder für Kinder bis zum vollendeten fünften Lebensjahr. Es handelt sich um Kinderreihengrabstätten, die für 10 (Sennefriedhof) bzw. 15 Jahre (Stadtfriedhöfe) vergeben werden. Die Grabstätte zu schmücken und zu pflegen ermöglicht die stille Zwiesprache mit dem Kind. Auf welchen Friedhöfen Kinderreihengräber vorhanden sind, können Sie hier nachlesen: PDF-Dokument Grabartenüberblick


Der Verlust eines Kindes, noch bevor es geboren wurde, ist für Eltern besonders schmerzhaft.
Auf dem Sennefriedhof wurde ein besonderes Grabfeld für Kinder, die „still geboren” wurden, angelegt. Hier können die Kleinsten, die nicht leben konnten, zur Ruhe kommen. Die auf dem Feld aufgestellte Bronzesäule sowie die Grabplatte wurden im Jahr 2003 vom Oerlinghauser Bildhauer Bruno Buschmann geschaffen.
In der Bronzesäule sind die vier Grundelemente des Lebens – Erde, Feuer, Wasser, Luft –schwerelos verkörpert.



Fötengrab Grabplatte
Zweimal im Jahr, stets im März und im September, findet eine gemeinsame Beisetzung der Kinder statt. 2016 sind die Termine am Montag, den 14. März und Montag, den 19. September, jeweils um 15.00 Uhr. Treffpunkt ist an der Alten Kapelle.

Am Sonntag, 11. Dezember 2016, gibt es ab 14.30 Uhr in der Alten Kapelle auf dem Sennefriedhof zudem den Erinnerungsgottesdienst „Ein Hauch von Leben …”. Der Gottesdienst richtet sich an Menschen, die ein Kind in der Schwangerschaft oder während der Geburt verloren haben. Er ist als Hilfe für trauernde Eltern und Angehörige gedacht und soll ihnen einen Raum bieten, wo der Verlust und die damit verbundenen Gefühle und Erfahrungen gewürdigt werden. Die Gedenkstunde endet mit einem gemeinsamen Gang zum Grabfeld. Organisatorin des Erinnerungsgottesdienstes ist die Krankenhausseelsorge der evangelischen und katholischen Kirche in Bielefeld.