Stromcheck

Der durchschnittliche private Haushalt in Deutschland verbraucht zwischen 3.000 und 3.500 Kilowattstunden Strom im Jahr. Dieser Durchschnittswert sagt allerdings nicht viel aus. Beim Verbrauch kommt es in erster Linie auf die Personenzahl an, aber auch ob Sie zum Beispiel warmes Wasser mit Strom erzeugen. Es gibt oft mehrere Gründe für eine hohe Stromrechnung. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wo im Haushalt besonders viel verbraucht wird. Der Stromverbrauch in Privathaushalten setzt sich vor allem zusammen aus dem Bedarf für Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Informations- und Kommunikationstechnik, Beleuchtung sowie gegebenenfalls dem Strombedarf für die Warmwasserbereitung und die Heizungsanlage. Mit vielen Schritten kann hier gespart werden.


Effizienzklassen für geringere Lebenszykluskosten!
Sparsame Elektrogeräte können im Lauf der Jahre durch geringere Betriebskosten einen möglicherweise höheren Anschaffungspreis wieder ausgleichen. Bei Haushaltsgroßgeräten wie zum Beispiel Kühlschränken, Waschmaschinen oder Trocknern kann man heute bei der Anschaffung eines Gerätes mit der Energieklasse A gegenüber einem durchschnittlichem Gerät aus dem Jahr 1992 etwa 45 bis 58 Prozent des Energieverbrauchs einsparen, bei einem A++ Gerät sogar bis zu 70 Prozent.

Effiziente Beleuchtung!
Energiesparlampen sparen etwa 80 Prozent Strom. Sie eignen sich besonders für Räume, in denen die Beleuchtung länger als eine halbe Stunde am Tag benötigt wird. Der Aufwand für den Austausch ist relativ gering und wegen der längeren Lebensdauer und der eingesparten Energie sind die Anschaffungskosten rentabel. Allerdings enthalten die sogenannten Kompaktleuchtstofflampen Quecksilber und müssen richtig entsorgt werden. Der Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld nimmt diese Leuchtmittel kostenlos an.

Möglichst wenig Strom für warmes Essen!
Strom zur Erzeugung von Wärme zu benutzen, ist meist ineffektiv und mit großen Verlusten verbunden. Deshalb ist es auch bei der Zubereitung der Mahlzeiten wichtig, die Verluste zu reduzieren. Also Deckel auf den Kochtopf, Garen im Wasserdampf, Backofen nicht vorheizen, Töpfe in der Größe der Platt verwenden, Nachwärme der Herdplatten nutzen, Mikrowelle für kleine Speisen nutzen, Wasser im Wasserkocher erhitzen. Möchten Sie einen neuen Herd anschaffen, sollten Sie den Gasherd bevorzugen.

Möglichst wenig Strom für warmes Wasser!
Auch bei den Waschmaschinen wird die meiste Energie zur Erwärmung des Wassers benötigt. Um die ineffiziente Technik so gut wie möglich zu nutzen, sollten Sie die Waschmaschinen möglichst voll beladen. Und wenn Sie doch nur eine kleine Menge waschen müssen, können Sie auch das Sparprogramm nutzen. Vorwäsche und sehr hohe Temperaturen sind meist unnötig. Überlegen Sie auch, ob Sie wirklich einen Trockner benötigen. Auf der Leine trocknet Ihre Wäsche kostenlos und klimaneutral. Auch im Bad gilt es, warmes Wasser zu sparen: Kurzes Duschen verbraucht je nach Dauer und Durchflussmenge ca. 40 Liter Wasser im Vergleich zu einem Vollbad, das mit 120 Litern Wasser gefüllt ist. Durchlaufbegrenzer für die Wasserhähne und Spar-Duschköpfe sparen bis zu 50 Prozent Wasser und Energie. Dem Wasserstrahl wird mehr Luft beigemischt, so dass das Gefühl trotzdem füllig bleibt.

Kein Strom für die Raumwärme!
Eine elektrische Standheizung sollten Sie nur im Notfall verwenden, sie ist ein absoluter Stromfresser. Auch Nachtspeicherheizungen sollten besser ersetzt werden, denn sie sind völlig ineffizient.

Good bye zu Stand-By!
HiFi-Anlagen, TV- und Videogeräte, Computer, Drucker und weitere Zubehörgeräte verbrauchen auch im Stand-By-Modus Strom und summieren sich durchschnittlich pro Haushalt auf über 65 Euro im Jahr. Abhilfe schafft eine schaltbare Steckerleiste oder einfach den Stecker ziehen. Neue Geräte sollten sich mit einem Aus-Schalter vom Netz trennen lassen oder im Stand-By-Modus unter 1 Watt verbrauchen. Auch Ladegeräte und Netzteile von Handys, Rasierern, Zahnbürsten, MP3-Playern oder Halogenlampen verbrauchen Strom, auch wenn Sie gar nicht benutzt werden. Deshalb diese am Besten immer aus der Steckdose ziehen.

Energiemanagement beim Computer!
Stellen Sie Ihren Desktop-Computer so ein, dass er bei Inaktivität in einen Ruhezustand schaltet. Statt 80 Watt im Betriebszustand verbraucht er dann nur noch 4 Watt oder weniger. Notebooks sind effizienter und auch hierbei können die Energieoptionen verwaltet werden. Alte Röhrenmonitore verbrauchen viel mehr Strom als neue LCD-Monitore, so dass sich ein Ersatz nicht nur aus optischen Gründen rechtfertigt. Und auch der Monitor kann bei Inaktivität in den Ruhezustand versetzt werden, das verbraucht weniger Energie als ein Bildschirmschoner.

Virtueller Stromverbrauch!
Auch wenn es sich auf Ihrer Stromrechnung nur durch den Betrieb des Modems und des Computers bemerkbar macht, alle Ihre Schritte im Internet verbrauchen ein Vielfaches an Energie. Allein der Betrieb und die Kühlung aller Server in Deutschland verbrauchten 2008 rund 10 Terrawattstunden, das sind 10 Milliarden Kilowattstunden, Strom. Verringern Sie den Energieverbrauch Ihrer Internetnutzung durch effizientes und zielorientiertes Surfen, durch die Auswahl ökologischer Anbieter oder solche, die Ihren Verbrauch in Emissionszertifikate umsetzen.

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Kühlcheck
Tipps für einen geringeren Stromverbrauch bei Kühl- und Gefriergeräten


Für Sie da! Weitere Angebote und Ansprechpartner in Bielefeld

Externer Linkwww.vz-nrw.de - Umweltberatung der Verbraucherzentrale in Bielefeld

Externer Linkwww.stadtwerke-bielefeld.de - Beratungszentrum Haus der Technik

Externer Linkwww.stadtwerke-bielefeld.de - Effizienzaktion „Energiebig”



Informieren! Weiterführende Quellen

Externer Linkwww.energieagentur.nrw.de - Online-Stromcheck für Haushalte

Externer Linkwww.umweltbundesamt.de - Energie sparen bei Computer und Internet

Externer Linkwww.co2online.de - Online-Rechner und Ratgeber für Bauen, Wohnen und Energiesparen