Prädikat „Klimagesunde Schulküche“

Ein leckeres Mittagessen in der schuleigenen Mensa bringt die grauen Zellen wieder auf Trab. Und mit einer gesunden Mahlzeit können auch CO2-Emissionen eingespart werden. Denn was viele nicht vermuten: 20 Prozent der Treibhausgase gehen in Deutschland auf das Konto der Ernährung. Eine Speiseplanumstellung mit mehr regionalem, saisonalem Gemüse und Obst, dafür weniger konzentrierte, fettreiche tierische Produkte wie Butter, Sahne, Fleisch oder Wurst trägt dazu bei, sowohl das Klima als auch die Gesundheit zu schützen.


Klimaschutz zur Mittagspause
Im Rahmen der KlimaKampagne möchten das Umweltamt und die Bielefelder Verbraucherzentrale die Speisepläne der Bielefelder Schulkantinen auf CO2-Einsparmöglichkeiten überprüfen. Die Gesamtschule Rosenhöhe nimmt als erste Schule an dem Pilotprojekt teil und hat im Dezember 2010 das Prädikat „Klimagesunde Schulküche” erhalten. Gemeinsam mit dem Betreiber der Schulmensa, der Stattküche, wurden wichtige Aspekte einer klimaschonenden und gesunden Ernährung in den Speiseplan aufgenommen.

Vergabe des Prädikats
Anhand eines flexiblen Punktesystems werden die Optimierungen im Speiseplan honoriert. Um das Prädikat für ein Jahr zu erhalten, muss eine vorgegebene Mindestpunktzahl erreicht werden. Die Kriterien reichen vom Einkauf frischer, regionaler und saisonaler Lebensmittel über die Reduzierung tierischer Erzeugnisse bis hin zur energiesparenden Zubereitungs- und Warmhalteform. Besonders wenig Vorverarbeitung und Konservierung können ebenso Kriterien sein wie Abfallvermeidung bei Transport und Essensausgabe.

Sechs der benötigten 20 Punkte erreicht die Gesamtschule Rosenhöhe durch die Belieferung mit Bio-Kartoffeln vom Gütersloher Kiebitzhof. Außerdem gibt es jetzt einen vegetarischen Tag pro Woche und mindestens ein saisonales Tagesgericht. Zusätzlich wird nur noch MSC-zertifizierter Fisch aus nicht überfischten Beständen zu verarbeitet.

Damit die Veränderungen auch in die Köpfe der Mensagäste wandern, unterstützen Umweltamt und Verbraucherzentrale die Schule mit einem vielfältigen Informations- und Aktionsangebot und Unterrichtseinheiten wie zum Beispiel der „Gemüse-Power-Kauer” für Kids oder die „Ess-Kult-Tour” für Teens. Darüber hinaus stehen Wochenmarktbesuche im Hauswirtschaftsunterricht auf dem Stundenplan, in Zukunft werden die Schülerinnen und Schülern dort besonders auf das vielfältige saisonale Angebot und die regionalen Erzeuger achten. In der Mensa sollen Tischkärtchen auf besondere Tagesgerichte hinweisen und informieren.

Weitere Schulen in Bielefeld können sich an dem Projekt beteiligen.






Kontakt

Umweltamt
Birgit Reher
Tel. 0521 51-2870
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