Luft, Lärm, Immissionen

Die Aufgabe des Immissionsschutzes besteht darin, für eine Vermeidung und Minderung von Immissionen, insbesondere durch Lärm und Luftschadstoffe, zu sorgen und, wo dies nicht möglich ist, Schutzmaßnahmen durchzuführen.

Der Begriff „Immissionen” umfasst alle Umwelteinwirkungen, die durch Geräusche und Luftverunreinigungen sowie Mobilfunk, Licht und Erschütterungen hervorgerufen werden. Gesetzlich verankert sind die Aufgaben im Wesentlichen im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) sowie in einer Vielzahl von Verordnungen, in Erlassen, im Bauplanungsrecht und anderen Regelungen.

Folgende Themen sind für Bielefeld von besonderer Bedeutung:

  • Luftreinhalteplanung: Wegen der hohen Luftbelastung hat Bielefeld einen Luftreinhalteplan. Vom Land Nordrhein-Westfalen werden Luftschadstoffmessungen an drei innerstädtischen Straßen durchgeführt.
  • Schutz vor Umgebungslärm: Gemäß der Umgebungslärmrichtlinie der EU gibt es für Bielefeld eine Lärmkartierung und einen Lärmaktionsplan mit strategischen Zielsetzungen zur Minderung von Umgebungslärm (z. B. durch Straßen- und Schienenverkehr) im Stadtgebiet.
  • Vorsorgender Lärmschutz: Im Rahmen Räumlicher Planungen (z.B. von Wohngebieten, Straßenneubau) wird prioritär der Schutz und die Abschirmung schutzbedürftiger Nutzungen, beispielsweise Wohnen, gegenüber verkehrsbedingtem Lärm durch geeignete Lärmschutzmaßnahmen verfolgt.
  • Lärm- und Luftverschmutzung: Für verschiedene Quellen (z. B. Verkehr, Baustellen, Sportanlagen, landwirtschaftliche Betriebe) gibt es bestimmte Rechtsvorschriften und einzuhaltende Grenz- und Richtwerte zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm- und Luftimmissionen.
  • Mobilfunk: Auch Mobilfunkanlagen, elektromagnetische Felder oder Radioaktivität beeinträchtigen die Umwelt.
  • Licht / Erschütterungen: Umwelteinwirkungen durch Licht und Erschütterungen gehen insbesondere von Gewerbe- und Industriebetrieben aus.
  • Immissionsschutz-Anlagen: Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigungsbedürftige Anlagen werden genehmigt und überwacht. Nach der europäischen Industrieemissions-Richtlinie erfolgen zudem medienübergreifenden Umweltinspektionen. Die entsprechenden Berichte und neue Genehmigungsbescheide dieser Anlagen werden veröffentlicht.