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Lärmbelästigung

In den meisten deutschen Städten und Ballungsräumen sind heute die Lärmwerte so hoch, dass die Betroffenen über erhebliche Belästigungen klagen.
Einen Überblick über die Entwicklung von Belästigungen durch unterschiedliche Lärmquellen wie Straßenverkehr, Flugzeuge, Gewerbe, Baustellen oder Freizeitanlagen im Wohnumfeld liefert die seit 2002 kontinuierlich laufende Online-Lärmumfrage des Umweltbundesamtes. Informationen zur Lärmbelästigung finden Sie unter: Externer Linkwww.umweltbundesamt.de.
Besonders der Verkehrslärm wird als belästigend eingeschätzt. Der Straßenverkehrslärm ist unter den Lärmquellen der größte Stressverursacher. Rund 70 Prozent der deutschen Bevölkerung empfindet Straßenlärm als besonders störend.
Häufig durchziehen die Lärmeinflüsse den gesamten Lebensbereich und begleiten die Erholungssuchenden bis in ihre Freizeit. Andererseits sind die Freizeitaktivitäten und die hiermit verbundene Mobilität auch selbst Auslöser des Lärms.

»Beurteilung unterschiedlicher Lärmquellen

Im Bundesland Nordrhein-Westfalen fühlt sich die Bevölkerung laut Online-Umfrage des Umweltbundesamtes folgendermaßen durch unterschiedliche Lärmquellen belästigt:

Lärmquelle

Stark belästigt in %

Äußerst belästigt in %

Straßenverkehrslärm

23 %

21,6 %

Flugverkehrslärm

13,5 %

13,3 %

Schienenverkehrslärm

5,5 %

5,7 %

Industrie-, Gewerbelärm

5,4 %

5,1 %

Baustellenlärm

9 %

5,3 %

Sportanlagenlärm

3,2 %

2,5 %

Nachbarschaftslärm

10,4 %

7,8 %

Gesamtlärm aller Quellen

29 %

22,5 %

Hrsg.: Umweltbundesamt, Berlin 2002

   


Im Vergleich der Bundesländer beurteilt die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens die Gesamtlärmbelästigung durch alle Lärmquellen in der Kategorie „starker Belästigung” hinter Hamburg, Saarland, Hessen und Schleswig Holstein am fünft stärksten. In der Kategorie „äußerste Belästigung” weist Nordrhein-Westfalen hinter Hessen und Rheinland Pfalz den dritthöchsten Prozentwert auf. Damit empfinden die Bürger in Nordrhein-Westfalen die Belästigung durch Lärm im Vergleich aller 16 Bundesländer als überdurchschnittlich.
Auch innerhalb von Nordrhein-Westfalen wird die Lärmquelle des Straßenverkehrs im Vergleich zu anderen Lärmquellen, wie zum Beispiel Schienenverkehr, Gewerbe, Sportanlagen als am stärksten belästigend wahrgenommen. Dies spiegelt den bundesweiten Trend wieder.
Die Lärmbelastung hat insgesamt bundesweit in den Städten zugenommen.