Eingriffe in Natur und Landschaft



Das Landschaftsgesetz NRW definiert Eingriffe in Natur und Landschaft als Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen, die die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts oder das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen können. Als Eingriffe gelten immer unter anderem folgende Maßnahmen:
  • oberirdische Gewinnung von Bodenschätzen
  • Aufschüttungen ab zwei Meter Höhe, Abgrabungen ab zwei Meter Tiefe auf einer Grundfläche größer als 400 Quadratmeter
  • Errichtung oder wesentlich Änderung von Schienenwegen, Straßen, versiegelten land- oder forstwirtschaftlichen Wegen und baulichen Anlagen
  • Verlegen ober- und unterirdischer Leitungen im Außenbereich
  • Ausbau von Gewässern
  • Beseitigung von Hecken, Allen, Baumreihen, Streuobstwiesen, Tümpeln und Weihern
  • Umwandlung von Wald
  • Anlage von Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen außerhalb des Waldes.
Verursacher von Eingriffen sind zu verpflichten
  • vermeidbare Beeinträchtigungen zu unterlassen
  • unvermeidbare Beeinträchtigungen auszugleichen und
  • für unvermeidbare, nicht ausgleichbare Beeinträchtigungen Ersatzmaßnahmen in dem durch den Eingriff betroffenen Landschaftsraum durchzuführen. Letzteres setzt voraus, dass die Prüfung aller Anforderungen an Natur und Landschaft eine Abwägung zugunsten des Eingriffes ergeben hat. Stehen keine Ersatzflächen zur Verfügung, muss ein Ersatzgeld gezahlt werden ( vergl. §§ 4-6 Landschaftsgesetz NW)
Geeignete Ausgleichsmaßnahmen sind in der Regel das Anpflanzen von heimischen Laubgehölzen im Umfeld von kleineren Eingriffsvorhaben. Als Ersatzmaßnahmen kommen die Anlage von Laubwäldern, Feldgehölzen, Streuobstwiesen, extensiv bewirtschaftetem Grünland, Sukzessionsflächen und Kleingewässern in Betracht.

Ziel ist es, durch eine Bündelung von einzelnen Ersatzverpflichtungen auf größeren zusammenhängenden Flächen die Funktionalität der Maßnahmen zu steigern. Ein Beispiel hierfür im Bielefelder Süden ist der Hof Ramsbrock.