Johannisbachaue

Mäandrierender Bachlauf Johannisbach
Östlich des Eisenbahnviadukts hat sich beidseitig des Johannisbaches eine breite, offene Auenlandschaft mit nur vereinzelten Ufergehölzen entwickelt. Der Bach selber weist bis auf Höhe des Hofes Wehmeyer noch seinen natürlichen, mäandrierenden Lauf auf. Die für den Auenbereich typische Grünlandnutzung westlich des Jerrendorfweges ist weitgehend erhalten geblieben. Dieser Bereich wird seit Herbst 2009 extensiv ganzjährig nach naturschutzfachlichen Kriterien von Heckrindern beweidet.
Seit dem Start hat sich aufgrund der naturverträglichen Nutzung eine artenreiche Pflanzen-und Tierwelt eingestellt. Untersuchungen im Rahmen eines Monitorings für das Beweidungsprojekt haben ergeben, dass sich die Anzahl der Pflanzenarten aufgrund der nur extensiven Nutzung innerhalb eines Zeitraumes von 2011 bis 2015 auf den Flächen um 50 Prozent erhöht und auf anderen sogar verdoppelt hat. Die Bestände der beiden auch in Bielefeld stark gefährdeten Vogelarten Rebhuhn und Feldlerche haben seitdem zugenommen. Selbst der Weißstorch hat in 2016 seit über 100 Jahren das erste Mal erfolgreich eine Brut in der Aue aufgezogen.
Die Grünlandflächen östlich des Jerrendorfweges, die Anfang der 90er Jahre noch als Acker genutzt wurden, sind teilweise brachgefallen und werden als Wiese genutzt. Hier wurde der Johannisbach Mitte des 19. Jahrhunderts begradigt.


Kontakt

Umweltamt
Guido Großmann
Tel. 0521 51-6905
E-MailE-Mail



Downloads

PDF-Dokument  [8602 KB]Monitoringbericht
2015


Mehr Informationen zum Beweidungsprojekt:
PDF-Dokument  [719 KB]Erholungslandschaft Obersee/Johannisbachaue