FFH-Gebiet "Östlicher Teutoburger Wald"



› Bedeutung

Das FFH-Gebiet „Östlicher Teutoburger Wald” umfasst Abschnitte des Teutoburger Waldes, die sich insbesondere durch ausgedehnte Kalk-Buchenwälder unterschiedlichster Ausprägung sowie Hainsimsen-Buchenwälder und Kalkmagerrasen auszeichnen. Diese für den Ostwestfalen sehr vertrauten Buchenwaldgesellschaften sind aus der Gesamtsicht Europas von besonderer Bedeutung. Nordrhein-Westfalen ist das Herzstück der mitteleuropäischen Buchenwaldgesellschaften.




› Größe / Lage
Das FFH-Gebiet erstreckt sich im Bereich des großräumig zusammenhängenden Mittel-
gebirgszuges Teutoburger Wald von Borgholzhausen im Kreis Gütersloh bis nach Horn-Bad Meinberg im Kreis Lippe. Es hat insgesamt eine Größe von 5.312 Hektar, hiervon liegen 1.009 Hektar in Bielefeld.
Das Bild zeigt eine Bienen-Ragwurz, das ist eine Orchideenart der geschützten Kalkmagerrasen.


› Entwicklungsziel

Vordringliches Entwicklungsziel ist die Erhaltung und Entwicklung naturnaher, altersgestaffelter Buchenwälder durch naturnahe Bewirtschaftung und Sukzession. Auch die Umwandlung von Nadelwald in Buchenwald ist vorzusehen. Die Erhaltung und Sicherung der Kalkmagerrasen durch extensive Bewirtschaftung sind weitere Ziele.


› Rechtliche Sicherung

Für das FFH-Gebiet „Östlicher Teutoburger Wald” ist eine Sicherung durch Ausweisung als Naturschutzgebiet erfolgt. Dazu wurden alle drei Bielefelder Landschaftspläne 2005 rechtsverbindlich geändert.


› Zielsetzung und Konsequenzen der Festsetzung als Naturschutzgebiet

Mit der Ausweisung als Naturschutzgebiet wird das Verschlechterungsverbot umgesetzt, das vorgenannte Entwicklungsziel abgesichert und die Fördermöglichkeiten für seine Umsetzung eröffnet werden.

Angestrebt wird seitens der Stadt Bielefeld eine Kombination aus Ordnungsrecht und Vertragsnaturschutz.

Ordnungsrechtlich wird über Verbote lediglich der gegenwärtige Zustand gesichert und damit das Verschlechterungsverbot umgesetzt. Zur Sicherung des gegenwärtigen Zustandes sind beispielsweise untersagt worden:
  • die Umwandlung von Laubwald in Nadelwald oder
  • die Durchführung von Kahlhieben
Alle darüberhinausgehenden ökologischen Entwicklungsmaßnahmen werden über Verträge mit Ausgleichszahlungen und Förderung umgesetzt. Wichtige Entwicklungsmaßnahmen sind zum Beispiel:
  • die Erhaltung von Einzelbäumen oder Baumgruppen über die Hiebsreife hinaus oder
  • die langfristige Umwandlung von Nadelholz- in Laubholzbestände
Die Verbotsregelungen und ökologischen Entwicklungsmaßnahmen sind in Abstimmung mit Waldbesitzervertretern formuliert worden. Weitere Informationen zu den Regelungen der Landschaftsplänen in den FFH-Gebieten sind beim Umweltamt erhältlich. Die Landschaftspläne können dort eingesehen oder auch käuflich erworben werden.

Die offizielle Kurzbeschreibung des FFH-Gebietes wie auch der ausführliche Standarddatenbogen und die Karte sind auf den Seiten des Externer LinkMinisteriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zu finden.

› Kontakt
Umweltamt Umweltamt
Sylvia Iserlohn-Grafen Guido Großmann
Tel. 0521/51 3771
(Mo.–Do. vormittags)
Tel. 0521/51 6905
E-Mail: E-Mailsylvia.iserlohn@bielefeld.de E-Mail: E-Mailguido.grossmann@bielefeld.de