Renaturierung der Teichanlage Waterboer

Die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Teichanlage Waterboer haben begonnen. Dieses Feuchtgebiet ist einer der bedeutendsten Amphibienlebensräume Bielefelds. Regelmäßig werden im zeitigen Frühjahr 5.000 bis 10.000 wandernde Amphibien an der Waterboerstraße von ehrenamtlichen Helfern gezählt. Die Teiche sind weit und breit die einzigen Gewässer im Landschaftsraum Teutoburger Wald im Übergang zur Oberen Senne.

Bei den Bauarbeiten handelt es sich um eine Naturschutzmaßnahme zur Umsetzung des Landschaftsplans Bielefeld-Senne. Hier entstehen Kleingewässer für Amphibien (Erdkröte, Grasfrosch, Teich-, Berg- und Fadenmolch), die die bestehenden Gewässer ergänzen und das Feuchtgebiet insgesamt vergrößern.

Der erste Bauabschnitt, die Neuerstellung der Teiche 4 und 5 ist jetzt abgeschlossen. Es wurden ca. 600 m3 Boden bewegt und es ist eine neue Gesamtteichfläche von ca. 700 m2 entstanden. Die Baukosten betrugen ca. 48.000 €, wovon der Stadtanteil bei 20 Prozent liegt. 80 Prozent tragen Land und EU. Besonders aufwändig waren die Abdichtungsarbeiten auf der Teichsohle mit einem speziellen Tonmineralgemisch. Die nassen Witterungsverhältnisse machten eine zusätzliche Untergrundstabilisierung erforderlich.

In weiteren Bauabschnitten werden in den nächsten Jahren auch die übrigen Teiche saniert und naturnäher umgebaut. Zurzeit ist die Abdichtung zum Untergrund mangelhaft, die Teiche verlieren Wasser. Um ihre dauerhafte Existenz zu sichern, ist diese Sanierung notwendig.

Ziel ist die Schaffung unterschiedlicher Amphibienlebensräume: von sonnig-warmen Flachuferbereichen bis hin zu schattig-kühlen Tiefgewässern.

Weiterhin ist in den nächsten Jahren vorgesehen, eine dauerhafte Amphibienleitanlage mit Tunneln in die Waterboerstraße einzubauen. Außerdem soll die Verrohrung des von Norden einfließenden Barrebaches beseitigt und ihm ein natürliches Bachbett gegeben werden.

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