NATURDENKMALE ONLINE

Das Umweltamt hat gemeinsam mit dem Amt für Geoinformation und Kataster einen besonderen Online–Service aufgebaut. Mit einem Mausklick auf den Stadtplan kann man zu jedem Naturdenkmal zum Beispiel die Größe oder das Alter erfahren. Fotos vervollständigen die Information.
Naturdenkmale stehen unter einem besonderen Schutz. Sie dürfen nicht entfernt, beschädigt oder beeinträchtigt werden. Häufig sind es Bäume - die größten, schönsten, ältesten oder sonderbarsten, die die Stadt zu bieten hat.
Die bei Baumnaturdenkmalen erforderliche Pflege und Unterhaltung obliegt dem Umweltamt. Die Bäume werden mindestens einmal im Jahr auf ihren Zustand und eventuelle Schäden kontrolliert. Wenn Schäden durch Fäulnis, Pilze, Sturm oder Blitzschlag entstanden sind, müssen diese zur Erhaltung des Baumes und zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit behandelt werden.

Die Naturdenkmale im baurechtlichen Innenbereich sind nach der Naturdenkmalverordnung vom 16. März 2007 geschützt. Der baurechtliche Innenbereich erstreckt sich auf die Gebiete in Bielefeld, für die ein Bebauungsplan existiert sowie für die im Zusammenhang bebauten Ortsteile.

Neben den nach der Naturdenkmalverordnung geschützten Naturdenkmalen im baurechtlichen Innenbereich gibt es im baurechtlichen Außenbereich Naturdenkmale, die nach den drei Bielefelder Landschaftsplänen geschützt sind.

Hier geht es zu den Externer LinkNaturdenkmalen Online


Warum gibt es Naturdenkmale?

Die rechtliche Grundlage zum Ausweisen von Naturdenkmalen gibt das Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen. Demnach sind Naturdenkmale Einzelschöpfungen der Natur, deren besonderer Schutz aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit erforderlich ist.

Der genaue Wortlaut der Naturdenkmalverordnung vom 16 März 2007 mit insgesamt 87 Naturdenkmalen kann im Bielefelder Ortsrecht nachgelesen werden.

Bei den 87 Naturdenkmalen handelt es sich um 67 Baumnaturdenkmale mit 102 Einzelbäumen, 18 geologische Naturdenkmale (überwiegend Findlinge) sowie zwei Kombinationen aus beiden.


Baumriesen, Eiszeitzeugen, Schaufenster der Erdgeschichte

Die beiden mächtigsten Baumnaturdenkmale im Innenbereich sind die Platane aus dem Jahr 1742 mit einem Stammumfang von 5,50 Metern am Niederwall/Ecke Am Bach sowie die sogenannte Friedenslinde mit einem Stammumfang von über sechs Metern auf dem Grundstück der Neustädter Marienkirche (Papenmarkt 10), die nach Überlieferungen im Jahr 1648 zum Ende des 30-jährigen Krieges gepflanzt wurde.

Der größte Findling mit einer Höhe von über vier Metern und einem Gewicht von 117 Tonnen ist auf dem Grundstück Am Wellbach 8 zu finden. Als geologische Besonderheit sind außerdem die Keupergrube am Lipper Hellweg zu nennen, einem für das Bielefelder Stadtgebiet seltenen Gesteinsaufschluss mit einem Alter von circa 200 Millionen Jahren sowie die Konglomeratblöcke auf dem Pella-Friedhof in Gadderbaum. Diese Gesteinsformationen weisen ein Alter von circa 144 Millionen Jahren auf.

› Kontakte im Umweltamt
Simone Grube
Tel. 0521/51-2260
Fax 0521/51-3395
E-Mail: E-Mailsimone.grube@bielefeld.de

Werner Schwittalla
Tel. 0521/51-2261
Fax 0521/51-3395
E-Mail: E-Mailwerner.schwittalla@bielefeld.de