Reiten in Bielefeld

In Bielefeld gibt es zurzeit etwa 500 gemeldete Reiter. Zur Gestaltung des Reitsports gehört auch das Ausreiten in der freien Landschaft und im Wald. Regelungen dazu werden in den §§ 58 ff. Landesnaturschutzgesetz NRW sowie in verschiedenen Ausführungsvorschriften getroffen. Diese nicht einfachen Zusammenhänge sollen im Folgenden erklärt werden.


› Reiterkennzeichen
Wer in der freien Landschaft oder im Wald reitet, muss ein gut sichtbares am Pferd beidseitig angebrachtes, gültiges Kennzeichen führen. Das Kennzeichen besteht aus zwei gelben Kunststofftafeln, auf denen die Bereichskennung des Verwaltungsbezirkes (in Bielefeld-BI) und eine Nummer schwarz aufgetragen sind. Gültig ist ein Kennzeichen nur mit den Reiterplaketten des aktuellen Jahres. Ein gültiges Kennzeichen berechtigt zum Reiten in ganz Nordrhein-Westfalen.

Reiterkennzeichen und Reiterplaketten werden gegen die Entrichtung der Reitabgabe ausgegeben. Außerdem erhalten die Reiter und Reiterinnen kostenlos eine Karte mit den in Bielefeld gekennzeichneten Reitwegen.

PDF-Dokument  [76 KB]Antrag auf Ausgabe eines Reiterkennzeichens

Die Reitabgabe beträgt für Einzelreiter 25,00 € und für Reiterhöfe 75,00 € je Pferd pro Kalenderjahr (Stand 2018). Außerdem sind für die Ausgabe des Reitkennzeichens Verwaltungsgebühren in Höhe von 10,00 € sowie Auslagen in Höhe von 4,60 € für die Kennzeichentafeln und 0,26 € für die Reiterplaketten zu entrichten.

Die Reitabgabe wird an das Land Nordrhein-Westfalen abgeführt und steht zweckgebunden für die Anlage und Unterhaltung von Reitwegen sowie für Ersatzleistungen zur Verfügung. Das Aufkommen aus der Reitabgabe wird somit größtenteils wieder für das Freizeitreiten in Bielefeld eingesetzt. Wer ohne gültiges Reiterkennzeichen reitet, schadet damit den ehrlichen Reitern.

› Was ist beim Reiten zu beachten?
Das Reiten auf öffentlichen Straßen richtet sich nach den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung, das Reiten auf privaten Straßen und Wegen nach den Bestimmungen des Landesnaturschutzgesetzes. Hier wird zwischen freier Landschaft und Wald unterschieden. Grundsätzlich muss auf die Belange anderer Erholungssuchender Rücksicht genommen werden.

Neben den unten beschriebenen allgemeinen Vorschriften gibt es einzelne Wege auf denen das Reiten verboten ist. Diese sind nach der Straßenverkehrsordnung mit einem Reitverbotsschild gekennzeichnet.

› Reiten in der freien Landschaft
Unter der freien Landschaft versteht man Bereiche außerhalb bebauter Ortsteile und außerhalb des Waldes. Hier ist das Reiten auf privaten Straßen und Wegen zulässig. Dabei ist zu beachten, dass die Straßen und Wege erkennbar für den Verkehr bestimmt sind. Eine Kennzeichnung der privaten Straßen und Wege als Reitwege ist in der freien Landschaft nicht erforderlich und wurde in Bielefeld in der Regel auch nicht vorgenommen.

Es ist unzulässig, auf Feldrainen, Böschungen, Leitungstrassen, Wiesen, Äckern, Trampelpfaden, Gärten, Hofräumen, privaten Wohnbereichen und privaten und öffentlichen Betriebsgeländen zu reiten. Teilweise ist dies bereits durch Einzäunungen bzw. Schilder kenntlich gemacht worden.

Schild: Kennzeichnung eines Reitweges. Weißer Reiter auf blauem Untergrund.
› Reiten im Wald
Erlaubt auf:
  • öffentlichen Verkehrsflächen,
  • privaten Straßen,
  • Fahrwegen und
  • ausgewiesenen Reitwegen.
Fahrwege sind befestigte oder naturfeste Waldwirtschaftswege.
Verboten ist das Reiten abseits solcher Straßen und Wege.


Kontakt

Umweltamt
Sylvia Bedritzki
Tel. 0521 51- 2859
E-MailE-Mail

Reitwege

Gekennzeichnete Reitwege in den Bereichen Teutoburger Wald, Waldgebiet östlich des Westkampweges, Bockschatzhof und Johannisbachaue:
Externer LinkOnline-Kartendienst