Der Panoramapark Johannisberg

Postkarte Johannisberg
Der Johannisberg war einmal neben der Sparrenburg mit Promenade die attraktivste Park- und Freizeitanlage Bielefelds. Er war gesellschaftlicher Treffpunkt, ein Ort für Feste, Konzerte und romantische Stunden.
Die baulichen Veränderungen des letzten Jahrhunderts hatten dieses anziehende Erscheinungsbild völlig verändert. Die historischen Park- und Gartenanlagen waren nicht mehr erkennbar. Die vorhandenen Gartenkunstobjekte drohten zu verfallen. Auch der Blick über die Stadt und zur Sparrenburg war mittlerweile zugewachsen.
Im Rahmen des Projektes StadtParkLandschaft sollte der Johannisberg seine frühere Attraktivität zurück bekommen und zu einem der Hauptanziehungspunkte der Stadt werden. Deshalb wurde ein sogenanntes Parkpflegewerk erstellt, das die historische Entwicklung des Johannisberges und den gegenwärtigen Zustand dokumentiert sowie eine Entwicklungs- und Zielplanung für einen Panoramapark beinhaltet, der in den nächsten Jahren schrittweise realisiert werden soll. Die beschleunigte Realisierung des Vorhabens wurde durch zusätzliche Finanzmittel aus dem Konjunkturpaket II und durch Unterstützung privater Förderer möglich.

Neue Infotafeln auf dem Johannisberg

Pulte am Infopunkt Johannisberg
Seit Ende Februar 2016 ist der Historische Park Johannisberg um weitere neun Informationstafeln reicher. Fünf Stelen und vier Pulte komplettieren das Informationssystem um die Themen:

  • Besondere Orte am Bielefelder Pass
  • Sehenswürdigkeiten auf dem Johannisberg (2x)
  • Die Deutsche Revolution 1848
  • Eine Ahorn-Rarität
  • Die Frühgeschichte des Johannisbergs
  • Die Gedenkbäume
  • Das Historische Schützenhaus
  • Der Historische Park

Mittlerweile befinden sich in der Parkanlage 14 Thementafeln, die außerdem zum Zwangsarbeiterlager "Bethlem", zum Winzer’schen Garten, zum Kehlkopfdenkmal und zum Denkmal "Verwundeter" informieren. Jeder, der Interesse an der Geschichte des Johannisbergs hat oder der sich auch nur im Park orientieren und seine Sehenswürdigkeiten entdecken möchte, kann dies mithilfe der Tafeln nun jederzeit und umfassend tun.


Kontakt

Umweltamt
August-Bebel-Str. 75-77
33602 Bielefeld
E-MailE-Mail



Sachstand Anfang 2012

› Umgestaltung und Modernisierung des Park- und Festplatzes
Die Planungen zur Umgestaltung und Modernisierung des Park- und Festplatzes Johannisberg aus Finanzmitteln des Konjunkturpaketes II laufen seit Anfang 2009, die bauliche Umsetzung seit Winter 2009/2010. Die Baumaßnahme ist abgeschlossen.

› Historische Garten- und Parkanlage Johannisberg
Nach Fertigstellung des Parkpflegewerkes II im September 2009 wurde mit dessen Umsetzung, d. h. mit der Wiederherrichtung des historischen Parks begonnen. Die Wiederherstellungsmaßnahmen konzentrieren sich hauptsächlich auf die Parkbereiche beiderseits der Roteichenallee bis hin zum Park- und Festplatz sowie die stadtseitigen Hangbereiche Richtung Bielefelder Pass.

› Zwischenbilanz
Die bisherigen Veränderungen im Park erfahren nach Erkenntnissen von Umweltamt und Umweltbetrieb ein überdurchschnittlich hohes und positives Interesse in der Bielefelder Bevölkerung. Der Park- und Festplatz hat sich bereits nach kurzer Zeit zu einem Treff- und Ausgangspunkt für Erholungssuchende (Wandern, Joggen, Walken, Besuch des Tierparks oder des Bauernhausmuseums) entwickelt. Der Kletterpark hat, auch aufgrund der neu errichteten Parcoure, starken Besucherzulauf. Der Wohnmobilstellplatz wurde sehr gut angenommen, noch in der Herbstzeit konnte sonntags eine Belegung von bis zu sieben Stellplätzen festgestellt werden.
Besonders beliebt ist der historische Park. Dabei werden die Beseitigung der Asphaltstraße, die Schaffung der Blickbeziehungen zur Stadt, die Freistellung alter Bäume und die großflächig angelegten Frühlingsblüher häufig positiv kommentiert. Durch den Einsatz zusätzlicher externer Finanzmittel (Konjunkturpaket II und Privat) hat sich das Projekt Johannisberg deutlich schneller entwickelt als zunächst erwartet. Ende 2012 werden für etwa drei Viertel der Flächen die geplanten Maßnahmen des Parkpflegewerkes umgesetzt sein.

› Aufgewendete öffentliche Finanzmittel
Die Umgestaltung des Park- und Festplatzes, Maßnahmen im Bereich der ehemaligen Hotelzufahrt sowie die Sanierung der Mauer zum Winzer’schen Garten wurden aus KP II-Mitteln (mit 12,5 Prozent städtischem Eigenanteil) finanziert. Die Sanierung der stadtseitigen Parkbereiche erfolgte ausschließlich aus städtischen Mitteln.
Die Summe der städtischen Eigenmittel für diese Teilmaßnahmen liegt bei rund 729.000 Euro.

› Noch ausstehende Maßnahmen
1. Wiederherstellung der Park-Hauptachse (Allee) in Erbpacht des Hotels
2. Herrichtung der großen Stützmauer
3. Sanierung des Musikpodiums
4. Weiterentwicklung eines umfassenden Informationssystems

Sachstand Johannisberg