Bärlauchbestände in Bielefeld: Umgang und Schutz

Bärlauch
In den letzten Jahren erfreut sich der Bärlauch zunehmender Beliebtheit in den Küchen der Region. Verwendet werden die frischen, noch jungen Blätter noch nicht erblühter Pflanzen vor allem zu Salaten, Brotaufstrichen, Pesto oder als Brotgewürz.

In der freien Natur ist der Bärlauch in schattigen Laubwäldern auf feuchten, nährstoffreichen tiefgründigen nicht zu sauren Böden anzutreffen. Dort bildet er im Frühjahr Teppiche aus kräftig grünen Blättern, die im April/Mai weißblühend -Zwiebelduft verströmend- durch die Bäume schimmern. Bereits Ende Juni beenden die bis 50 cm hohen Zwiebelgewächse ihren jährlichen Zyklus mit der Samenreife und dem Einziehen der Blätter.

Das Umweltamt weist darauf hin, dass das Bundesnaturschutzgesetz das pflegliche Entnehmen und Sichaneignen von wildlebendem Bärlauch ausschließlich in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf erlaubt. Besonders in Naturschutzgebieten, in denen das Verlassen der Wege verboten und das Sammeln und Entnehmen von Pflanzen weitergehend eingeschränkt ist, hat der Schutz der Pflanzenbestände hohe Priorität.
Das Sammeln von Bärlauch aus Wildbeständen zu kommerziellen Zwecken bedarf der Genehmigung der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde. Verstöße gegen diese naturschutzrechtlichen Bestimmungen können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden.

Das Umweltamt bittet Wildkräuterfreunde beim Sammeln von wild wachsendem Bärlauch auf den Schutz der Natur zu achten und die Bärlauch-Vorkommen nicht in ihrem Bestand zu gefährden. Pro Pflanze sollte möglichst nur ein Blatt – unten am Stiel - geerntet werden.
Immer wieder kommt es vor, dass Bärlauch mit dem giftigen Maiglöckchen verwechselt wird. Als wichtiges Unterscheidungsmerkmal kann hier der Geruch herangezogen werden: während die Blätter des Bärlauchs, wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt, intensiv nach Knoblauch riechen, sind die Blätter des Maiglöckchens geruchlos.

Bärlauch-Liebhabern empfiehlt das Umweltamt die Kultivierung der Pflanze im eigenen Garten. Bärlauch-Pflanzen sind im Handel erhältlich. In schattigen nicht zu bodensauren Gartenlagen breiten sie sich schnell aus und sind neben dem kulinarischen Genuss auch eine optische Zierde.

Hinweise und Erfahrungen können dem Umweltamt per E-MailE-Mail mitgeteilt werden.