Die Rosskastanie - Baum des Jahres 2005

Baum des Jahres 2005 ist die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum L). In Bielefeld kann man diesen typischen Stadt- und Parkbaum jetzt an vielen Stellen in voller Blüte bewundern.
Stattliche Exemplare stehen in der Innenstadt zum Beispiel am Nebelswall entlang der Grünanlage an der Kunsthalle/vor dem Ratsgymnasium, am Klosterplatz oder auf dem Schulhof der Luisenschule an der Paulusstraße.
Die Rosskastanien auf den folgenden Grundstücken sind wegen ihrer Größe und Schönheit als Naturdenkmal geschützt:
Die Rosskastanien in Bielefeld sind seit etwa vier Jahren durch die Miniermotten verstärkt gefährdet. Die Larven fressen sich durch die Blätter, wodurch so genannte Minen entstehen. Daher auch der Name „Miniermotte”. Die Blätter werden schon im Frühsommer braun und fallen ab. Langfristig wird das Wachstum der Bäume erheblich geschwächt. Natürliche Feinde sind in unseren Gefilden nicht vorhanden. Das Herbstlaub sollte beseitigt werden, da die Puppen hier überwintern.
Schutz der Bäume können Pheromonfallen bieten, die in den Rosskastanien bis Ende April aufgehängt werden. Das Sexualhormon Pheromon lockt die Männchen an, die dann im Trichterwasser ertrinken. Der Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld hat damit bei städtischen Rosskastanien bereits wirkungsvollen Schutz erzielt. Die Hormonfallen sind im Fachhandeln für Schädlingsbekämpfungsmittel zu bekommen.
Die Heimat der Rosskastanien sind die Mittelgebirge Griechenlands, Albaniens und Mazedoniens. 1576 pflanzte Carolus Clusius, kaiserlicher Direktor der botanischen Gärten in Wien, die ersten. Die Rosskastanie trägt das Wort Ross als Beinamen, weil sie erkrankten Pferden, besonders bei Husten und Wurmkrankheiten Erleichterung verschafft.
Die Rosskastanie wird in der Regel nicht älter als 150 Jahre, Einzelexemplare bis zu 300 Jahre. Sie kann bis zu zwei Meter dick und bis zu 25 bis 30 Meter hoch werden. Die großen kerzenartige Blüten sind reinweiß und erscheinen im Mai. Unsachgemäße Schnittmaßnahmen führen zu einem schnellen Verwittern des Holzes, der Stamm wird hohl.
Weitere Infos zur Rosskastanie:
» Kontakt
Umweltamt
Regina Kögel
Tel. 0521/51 3303
Fax 0521/51 3395
E-Mail:

