Stärkung der biologischen Vielfalt im Grünzug Schlosshofbach (Bultkamp)

Veranstaltungshinweis:

Das Umweltamt und der Umweltbetrieb möchten jetzt alle Interessierten zu einer Exkursion in das Projektgebiet einladen. Hierbei sollen die verschiedenen Maßnahmen vorgestellt und erläutert werden.

Die Exkursion findet am Mittwoch, 30. Mai 2018 um 17 Uhr statt. Treffpunkt ist die Stellplatzfläche am ehemaligen Freibad Schildesche nördlich der Westerfeldstraße. Die Exkursion wird circa 2 Stunden dauern und führt uns bis zur Straße Am Feuerholz und wieder zurück. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Das Umweltamt und der Umweltbetrieb beteiligen sich an einem bundesweiten Projekt des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) „Städtische Grünstrukturen für biologische Vielfalt – Integrierte Strategien und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung von Biodiversität in Städten”.

Ziel des vom Bundesumweltministerium und Bundesforschungsministerium geförderten Gesamtprojektes ist u. a. die Entwicklung allgemein anwendbarer Handlungsempfehlungen für Kommunen und die Praxiserprobung von konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie auf der Ebene städtischer Landschaften.
Die Partner im Gesamtprojekt sind:
  • das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. Dresden (IÖR)
  • das Institut Wohnen und Umwelt GmbH, Darmstadt (IWU)
  • die Deutsche Umwelthilfe e. V. Radolfzell (DUH)
  • die Stadt Heidelberg
  • die Stadt Bielefeld

In Bielefeld sollen am Beispiel des Grünzuges Schlosshofbach praktische Beispiele zur Erhöhung der biologischen Vielfalt unter Mitwirkung zahlreicher Akteure festgelegt, erprobt und bewertet werden. Neben dem Umweltamt und dem Umweltbetrieb werden die Initiative „Bielefeld 2000plus”, die Naturschutzverbände und lokale Akteure vor Ort in das Projekt einbezogen.

Im Jahr 2017 wurden unterschiedliche Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt im Projektgebiet umgesetzt. In den Gehölzbeständen wurden Fledermauskästen und spezielle Nistkästen für Waldkauz und Star aufgehängt und an einigen Brücken kann man jetzt Kästen für Wasseramsel und Gebirgsstelze finden. Vier artenarme Wiesenflächen wurden umgebrochen und mit regionalen, kräuterreichen Saatgutmischungen eingesät. Hierdurch sollen blütenreiche Wiesen entstehen, die Schmetterlingen und Wildbienen neuen Lebensraum bieten. Außerdem soll durch ein spezielles Pflegeprogramm die Artenvielfalt auf den Wiesenflächen und im gesamten Projektgebiet gefördert werden. Nördlich der Westerfeldstraße wurde im Bereich einer besonnten Wiese ein Lesesteinhaufen angelegt, der Kleinsäugern, Reptilien und Amphibien einen Lebensraum bieten soll.

In diesem Jahr werden umfangreiche biologische Kartierungen durchgeführt, um den Zustand der Maßnahmenflächen zu dokumentieren. Im gesamten Projektgebiet findet eine flächendeckende Brutvogelkartierung statt. Außerdem werden auf den Maßnahmenflächen Pflanzen, Heuschrecken und Tagfalter kartiert.

Weitere Informationen zum Teilprojekt finden Sie im Dokument PDF-Dokument  [1332 KB]Teilprojekt.

Kontakt

Arnt Becker
Tel. 0521 51-28 80

Birgit Rexmann
Tel. 0521 51-32 31

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