Stärkung der biologischen Vielfalt im Grünzug Schlosshofbach (Bultkamp)

Veranstaltungshinweis zur 2. Exkursion im Projektgebiet

Das Umweltamt und der Umweltbetrieb möchten alle Interessierten zu einer Exkursion in das Projektgebiet einladen. Hierbei sollen die verschiedenen Maßnahmen vorgestellt und erläutert werden.

Die Exkursion findet am Mittwoch, 29. August 2018, um 17 Uhr statt. Treffpunkt ist die Stellplatzfläche am ehemaligen Freibad Schildesche nördlich der Westerfeldstraße. Die Exkursion wird ca. 2 Stunden dauern und führt uns bis zur Straße Am Feuerholz und wieder zurück. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungshinweis zur 2. Fachtagung in Heidelberg

Wie lässt sich der Wert von städtischer Artenvielfalt an die Bewohnerinnen und Bewohner der Städte vermitteln? Wie können Menschen erreicht werden, denen die Bedeutung von Stadtnatur fremd ist? Und welche Möglichkeiten gibt es, um Entscheiderinnen und Entscheider in der Lokalpolitik davon zu überzeugen, dass vielfältige Stadtnatur immer wichtiger wird – zum Beispiel im Hinblick auf den Erhalt der Artenvielfalt, die Anpassung an den Klimawandel oder für die zahlreichen Stadtkinder, die hier ihre prägenden Naturerfahrungen sammeln?

Damit beschäftigen wir uns während der 2. Fachtagung des Projektes „Urban NBS” (www.urban-nbs.de), die unter dem Titel „Mehr Natur in der Stadt – neue Ziele, neue Wege? Kommunikation als Schlüssel für die Förderung urbaner biologischer Vielfalt" am 15. November 2018 in Heidelberg stattfindet.

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsprogramm unter Externer LinkHeidelbergprogramm.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund des begrenzten Platzangebotes empfehlen wir eine frühzeitige Anmeldung unter Externer LinkHeidelberganmeldung.


Das Umweltamt und der Umweltbetrieb beteiligen sich an einem bundesweiten Projekt des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) „Städtische Grünstrukturen für biologische Vielfalt – Integrierte Strategien und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung von Biodiversität in Städten”.

Ziel des vom Bundesumweltministerium und Bundesforschungsministerium geförderten Gesamtprojektes ist die Entwicklung allgemein anwendbarer Handlungsempfehlungen für Kommunen und die Praxiserprobung von konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie auf der Ebene städtischer Landschaften.
Die Partner im Gesamtprojekt sind:
  • das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. Dresden (IÖR)
  • das Institut Wohnen und Umwelt GmbH, Darmstadt (IWU)
  • die Deutsche Umwelthilfe e. V. Radolfzell (DUH)
  • die Stadt Heidelberg
  • die Stadt Bielefeld

In Bielefeld sollen am Beispiel des Grünzuges Schlosshofbach praktische Beispiele zur Erhöhung der biologischen Vielfalt unter Mitwirkung zahlreicher Akteure festgelegt, erprobt und bewertet werden. Neben dem Umweltamt und dem Umweltbetrieb werden die Initiative „Bielefeld 2000plus”, die Naturschutzverbände und lokale Akteure vor Ort in das Projekt einbezogen.

Im Jahr 2017 wurden unterschiedliche Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt im Projektgebiet umgesetzt. In den Gehölzbeständen wurden Fledermauskästen und spezielle Nistkästen für Waldkauz und Star aufgehängt und an einigen Brücken kann man jetzt Kästen für Wasseramsel und Gebirgsstelze finden. Vier artenarme Wiesenflächen wurden umgebrochen und mit regionalen, kräuterreichen Saatgutmischungen eingesät. Hierdurch sollen blütenreiche Wiesen entstehen, die Schmetterlingen und Wildbienen neuen Lebensraum bieten. Außerdem soll durch ein spezielles Pflegeprogramm die Artenvielfalt auf den Wiesenflächen und im gesamten Projektgebiet gefördert werden. Nördlich der Westerfeldstraße wurde im Bereich einer besonnten Wiese ein Lesesteinhaufen angelegt, der Kleinsäugern, Reptilien und Amphibien einen Lebensraum bieten soll.

In diesem Jahr werden umfangreiche biologische Kartierungen durchgeführt, um den Zustand der Maßnahmenflächen zu dokumentieren. Im gesamten Projektgebiet findet eine flächendeckende Brutvogelkartierung statt. Außerdem werden auf den Maßnahmenflächen Pflanzen, Heuschrecken und Tagfalter kartiert.

Weitere Informationen zum Teilprojekt finden Sie im Dokument PDF-Dokument  [1332 KB]Teilprojekt.

Kontakt

Arnt Becker
Tel. 0521 51-28 80

Birgit Rexmann
Tel. 0521 51-32 31

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