© 1999 - 2009 Stadt Bielefeld

Der Bau des Obersees von 1979 bis 1982

Der Bau des Obersees wurde in mehreren Bauabschnitten durchgeführt. Es begann mit der Verlegung des Sammlers Jöllenbeck am 1. Dezember 1977 und dem Bau des Absperrbauwerkes von Mitte 1978 bis September 1979. Durch diese beiden Baumaßnahmen war es möglich, den Johannisbach für die weitere Bauzeit an das zukünftige Südufer zu verlegen, um die eigentlichen Aushubarbeiten durchführen zu können.
Der Abschnitt Südufer mit den beiden Stahlbetonfußgängerbrücken über die Jölle und den Johannisbach dauerte von 1979 bis Ende 1980. Die Bauabschnitte Seeaushub und Anbindung von Jölle und Johannisbach wurden parallel von 1981 bis zur Endabnahme am 16. Dezember 1982 durchgeführt.

Nach der Trockenabnahme am 19. August 1982 begann der Einstau offiziell am 09.09.1982 durch den Oberbürgermeister Schwickert und nach etwa einem Monat war das Stauziel von 80,80 Meter über NN am 7. Oktober 1982 erreicht.



Foto: Blick auf den gerade "vollgelaufenen" neuen Obersee.

Wegen ungeklärter Grunderwerbsfragen konnte der zum See gehörende Ausbau des Johannisbaches von der Stiftsmühle (Stauende der Talsperre) bis zur Engerschen Straße erst in den Jahren 1987 bis 1988 durchgeführt werden.

Insgesamt wurden etwa 500.000 m³ Mineralboden aus dem Seebereich sowie der Jölle und dem Johannisbach entnommen und zwischen dem Nordufer und der Engerschen Straße als „Ravensberger Hügelland” wieder eingebaut.

Die Baukosten für den Obersee beliefen sich auf ungefähr 12 Millionen DM zuzüglich der Kosten für den Grunderwerb, die Anpflanzungen und den Wegebau. Vom Land Nordrhein-Westfalen wurden 75 Prozent der Kosten gefördert.