Einwegpfand

Einwegpfand-Logo
Das Einwegpfand-Logo auf Getränkeverpackungen weist darauf hin, dass es sich um eine Einwegverpackung handelt, für die ein Pfand gemäß der Verpackungsverordnung erhoben wird, das bei Rückgabe der Verpackung erstattet werden muss. Diese Regelung bezieht sich auf einen Großteil der Einweg-Getränkeverpackungen von 0,1 - 3 Litern. Welche Getränke betroffen sind, regelt die Verpackungsverordnung. Wein und Milch beispielsweise gehören ebenso wenig dazu wie Getränke in ökologisch vorteilhaften Verpackungen wie Kartonverbunden.

Seit 2006 ist die Rückgabe einheitlich geregelt: Alle Getränke, auf die die Regelung Anwendung findet, müssen auf der Verpackung das Logo tragen, ohne Logo dürfen sie in Deutschland nicht verkauft werden. Alle Verkaufsstellen mit einer Verkaufsfläche von mehr als 200 Quadratmetern müssen Einweg-Getränkeverpackungen mit diesem Logo zurück nehmen, soweit sie selbst Getränke in solchen Verpackungen verkaufen. Das bedeutet: Ein Geschäft, das Getränke nur in PET-Flaschen verkauft, aber nicht in Dosen, muss auch nur PET-Flaschen zurück nehmen und darf Dosen zurück weisen.

Kleinere Geschäfte unter 200 Quadratmeter Fläche dürfen die Rücknahme zusätzlich auf die Marken beschränken, die sie auch selbst im Verkauf haben.

Die weitere Verweigerung der Annahme von Einweg-Getränkeverpackungen ist aus folgenden Gründen zulässig:

  • Wenn die Verpackung kein Pfandlogo enthält, etwa weil sie im Ausland erworben wurde oder weil es sich um ein Getränk handelt, das nicht der Pfandpflicht unterliegt.
  • Wenn die Verpackung derart beschädigt ist, dass das Pfandlogo nicht mehr erkennbar ist.

Beschädigungen von Flaschen oder Probleme mit dem Pfandautomaten sind kein Grund, die Rücknahme zu verweigern, es gibt gesetzlich auch keine Mengenbeschränkung. Nähere Ausführungen dazu finden sie in einem ausführlichen Papier des Bundesumweltministerium mit dem Titel „Fragen und Antworten zur Pfandpflicht”.

Aus Rücksicht auf die zur Rücknahme verpflichteten Märkte sollte folgendes beachtet werden: Die Rücknahmepflicht bedeutet für die Märkte grundsätzlich einen Mehraufwand. Einweg-Kunststoffflaschen sollten deshalb nicht mutwillig, zum Beispiel zwecks Volumenreduzierung, beschädigt und somit für Rückgabe-Automaten unbrauchbar gemacht werden. Für größere Mengen an Pfandgut empfiehlt es sich, vorab einen Termin zu vereinbaren.


Mehrweg-Getränkeverpackung

Die beste Lösung ist nach wie vor die Mehrweg-Getränkeverpackung, die etliche Male wieder befüllt wird. Denn Einweg-Getränkeverpackungen werden einfach nur geschreddert und dann verwertet. Das Einwegpfand dient lediglich dazu, die Entsorgung in freier Landschaft zu unterbinden, das Logo dazu ist kein Umweltlogo.


Kontakt

Umweltamt
Thomas Reimeier
Tel. 0521 51-2860
Fax 0521 51-3395
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Sonngrit Fürter
Tel. 0521 51-3069
Fax 0521 51-3395
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