Verpackungsentsorgung und Produktrücknahme im Gewerbe

› Verpackungen
Seit es keine gelben Säcke mehr gibt, erfolgt die Rücknahme von Verkaufsverpackungen für Industrie und Gewerbe streng nach den Vorgaben der Verpackungsverordnung. Das bedeutet: So genannte Privathaushalten vergleichbare Anfallstellen können eine gelbe Tonne für Leichtverpackungsabfälle aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen erhalten. Das Volumen bemisst sich teilweise nach dem tatsächlich anfallenden Verpackungsmengen, Handwerks- und landwirtschaftliche Betriebe können maximal einen 1.100 Liter Behälter beziehen. Für alle anderen Betriebe greift der § 7 der Verpackungsverordnung, nach dem Hersteller, Lieferanten und Importeure verpflichtet sind, eine Verpackungsrücknahme für die von ihnen gelieferten Verkaufsverpackungen zu organisieren. Dabei muss die anschließende Verwertung kostenfrei sein, Logistikkosten können jedoch anfallen. Gleiches gilt im gesamten Gewerbe für Transportverpackungen.

› Wie sieht das praktisch aus?
Eine Möglichkeit ist, die Verpackungen gleich nach Erhalt der Ware bzw. bei der nächsten Anlieferung dem Lieferanten wieder mitzugeben. Diese Variante wird häufig angewandt, wenn der Lieferant mit eigenem Werksverkehr liefert.
Bei Waren, die durch Dritte beispielsweise Speditionen oder Postunternehmen angeliefert werden, fällt die Wahl häufig auf andere Varianten. Meist gibt es ein vom Hersteller oder dazugehörigem Fachverband initiiertes Rücknahmesystem, mit deren Umsetzung eine spezielle Organisation beauftragt ist, die wiederum mit lokalen Entsorgern zusammen arbeiten kann. Manchmal werden Verpackungen ab einer bestimmten Anfallmenge abgeholt, manchmal müssen die Verpackungen zu regionalen Sammelstellen gebracht werden.
Bei Massenabfällen wie Kartonagen oder Folien kann es auch sein, dass der Lieferant Sie bittet, die Entsorgung vor Ort selbst zu organisieren. Dafür gewährt er Ihnen als Ausgleich Rabatte oder erstattet die Kosten.
Rücknahmesysteme gibt es auch für Verpackungen schadstoffhaltiger Füllgüter gemäß § 8 der Verpackungsverordnung.

Erkundigen Sie sich deshalb immer zuerst bei Ihrem Lieferanten, wie die Verpackungsentsorgung funktioniert!

Keine Regelung gibt es für Haushaltsverpackungen, die in Betrieben anfallen, die nicht zu den gleichgestellten Anfallstellen gehören. Hierunter fallen zum Beispiel alle von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitgebrachte Verpackungen wie Joghurtbecher, Salatschalen oder Kaffee- und Keksverpackungen. Teilweise gehören auch Verpackungen von Reinigungsmitteln dazu, wenn sie nicht im Großhandel, sondern im Supermarkt gekauft werden. Für diese Verpackungen bleibt nur die Entsorgung über den Mischabfall zur Verwertung.

› Ausgediente Produkte
Mittlerweile gibt es auch für ausgediente Produkte diverse Rücknahme-Systeme, teils rechtlich vorgeschrieben wie zum Beispiel für Batterien oder Elektro-Altgeräte, teils freiwillig wie zum Beispiel Rücknahmesysteme für Tonerkartuschen.



Kontakt

Umweltamt
Sonngrit Fürter
Tel. 0521 51-3069
E-MailE-Mail
Mo. bis Do.

Hinweise zur Entsorgung