Infos zum Winterdienst

Räumverpflichtung bei Schnee und Eis
› Wer ist für den Winterdienst verantwortlich?
Der Winterdienst ist in der PDF-Dokument  [92 KB]Straßenreinigungssatzung geregelt (vgl. § 1 Abs. 2, § 3 Abs. 1, § 4).
Danach sind Grundstückeigentümer/innen sowie Eigentümergemeinschaften von Anliegergrundstücken verpflichtet, nach Schneefallende bzw. nach dem Entstehen von Eisglätte, unverzüglich zu räumen und zu streuen. Die Räum- und Streupflicht ist häufig durch Mietvertrag auf die Mieter/innen vor Ort übertragen. Eine generelle Befreiung vom Winterdienst ist nicht möglich.
Kann jemand aus gesundheitlichen Gründen seiner Winterdienstpflicht nicht nachkommen, sollte er auf die Unterstützung von Nachbarn oder auf professionelle Hilfe zurückgreifen. Gartenbaubetriebe, Gebäudereinigungs-, Hausmeister- oder Studentendienste bieten diesen Service an. Einige PDF-Dokument  [422 KB]Anbieter haben sich beim Umweltbetrieb gemeldet. Weitere Dienstleister finden Sie eventuell in den Gelben Seiten.


› In welchen Fällen muss geräumt und gestreut werden?
Nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach Entstehen von Eisglätte sind Schnee und Glätte werktags in der Zeit von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie sonn- und feiertags in der Zeit von 9.00 bis 20.00 Uhr unverzüglich zu beseitigen.
Nach 20.00 Uhr besteht grundsätzlich keine Räumpflicht.

› Wann kommt der Schneepflug?
Da die Streufahrzeuge nach Schneefällen und bei Eisglätte nicht überall gleichzeitig sein können, wird das Räumen und Streuen nach Dringlichkeit organisiert.
Das Bielefelder Straßennetz ist dazu in vier Räum- und Streustufen unterteilt, nach denen sich Häufigkeit und Vorrang des Winterdienstes richtet.
Der Winterdienst wird zuerst in Hauptverkehrs- sowie in stark frequentierten Straßen durchgeführt, bevor weniger befahrene Straßen geräumt werden.
Die Straßen der Reinigungsklasse 07 (sogenannte Anliegerstraßen für die keine Straßenreinigungsgebühren erhoben werden) sowie private Straßen werden vom städtischen Schneepflug nicht bedient. Mehr Informationen unter: "Welche Flächen müssen geräumt und gestreut werden?"

› Werden auch die Wege in öffentlichen Parks gestreut?
Viele Wege in öffentlichen Parks und Grünanlagen werden aus Kostengründen weder geräumt noch gestreut. Beim winterlichen Spaziergang ist hier also besondere Vorsicht geboten!

› Welche Flächen müssen geräumt und gestreut werden?
Je nach Reinigungsklasse muss in unterschiedlichem Ausmaß geräumt und gestreut werden:
  • Winterwartung für Fahrbahnen und Gehwege: Reinigungsklasse 07
  • Winterwartung für Gehwege und Entwässerungsrinnen am Bordstein im Bereich von Fahrbahneinengungen: Reinigungsklassen 08,10, 20, 30
  • Winterwartung ausschließlich für Gehwege: Reinigungsklassen 11, 21, 22, 23, 25, 32, 33, 35, 42, 45.


› Was muss ich machen, wenn ich für die Winterwartung von Gehwegen zuständig bin?
Gehwege müssen in einer für den Fußgängerverkehr erforderlichen, höchstens jedoch auf einer Breite von 1,50 Meter entlang des Grundstückes geräumt werden. Der Schnee sollte nicht auf die Fahrbahn, sondern möglichst an den Gehwegrand geräumt werden.
Ist in verkehrsberuhigten Straßen der Reinigungsklassen 07, 08, 42, 45 kein abgesetzter Gehweg vorhanden, ist der Fahrbahnrand Schnee- und Eisfrei zu halten.
Zusätzlich sind Flächen an Haltestellen für Öffentliche Verkehrsmittel und Schulbusse sowie an Fußgängerüberwegen von Schnee zu befreien und bei Glätte zu streuen. Auch kombinierte Geh- und Radwege fallen in die Zuständigkeit der anliegenden Grundstückseigentümer.

› Welche Aufgaben umfasst der Fahrbahnwinterdienst?
Eigentümer/innen von Anliegergrundstücken, die für die Winterwartung auf Fahrbahnen zuständig sind (Reinigungsklasse 07), müssen gefährliche Stellen auf Fahrbahnen mit abstumpfenden oder auftauenden Stoffen bestreuen. Ein besonderes Augenmerk ist auf unübersichtliche Straßeneinmündungen, scharfe Kurven und starke Gefällstrecken zu richten.

› Wie erfahre ich, welcher Reinigungsklasse meine Straße zugeordnet wird?
Die jeweilige Reinigungsklasse kann dem Steuerbescheid entnommen werden. Die Reinigungsklassen können auch telefonisch unter der Telefonnummer 0521/ 51 3810 bei der Stadtreinigung im Umweltbetrieb erfragt oder PDF-Dokument  [376 KB]hier eingesehen werden.

› Was ist im Rahmen der Streupflicht zu beachten?
  • Der Fahr- und Fußgängerverkehr darf durch Schneeberge nicht mehr als nötig behindert oder gefährdet werden.
  • Einläufe in Entwässerungsanlagen sollten von Schnee und Eis freigehalten werden, um bei Tauwetter den ungehinderten Abfluss des Schmelzwassers zu gewährleisten.
  • Hydranten sind ebenfalls von Schnee und Eis zu befreien.
› Welche Streumittel dürfen eingesetzt werden?
Die Verwendung eines bestimmten Streumittels ist nicht vorgeschrieben. In jedem Fall sollte das Streugut eine gute Wirkung gegen die Gefahr des Ausgleitens haben.
Aus Umweltschutzgründen ist das Streuen mit Salz bzw. auftauenden Stoffen auf Gehwegen grundsätzlich verboten. Eine Ausnahme besteht dann, wenn durch abstumpfende Mittel keine ausreichende Wirkung mehr erzielt werden kann, z.B. bei Eisglätte oder Gehwegen mit starkem Gefälle. Auf jeden Fall ist auf einen größtmöglichen Abstand zur angrenzenden Vegetation zu achten. Auch auf privaten Flächen sollte der Umwelt zuliebe kein Salz verwendet werden.

Auf den Straßen verwenden die Mitarbeiter des Umweltbetriebes und des Landesbetriebes Straßen NRW Auftausalz. Hier müsste bei der Verwendung von Splitt ständig nachgestreut werden, um eine gleichartige Wirkung zu erzielen. Studien des Umweltbundesamtes haben ergeben, dass das häufige Nachfahren und das spätere Auffegen in der Gesamtbetrachtung umweltschädlicher sind, zumal neuere Streuer und die Verwendung von Sole die gestreuten Salzmengen deutlich verringert haben.

› Wo sind Streumittel erhältlich?
Splitt und Granulat sind bei Baustoffhändlern (s. Gelbe Seiten) gegen Entgelt zu erhalten.
In haushaltsüblichen Mengen wird Splitt während der Öffnungszeiten bei den städtischen Betriebshöfen kostenlos abgegeben:
  • Mitte: Herforder Str. 220
  • Oldentrup: Am Wiehagen 75
  • Schildesche: Engersche Straße 245
  • Senne: Fabrikstraße 32
Bitte denken Sie daran, ein eigenes Gefäß mitzubringen!

Weiterhin ist es erlaubt, Sand von städtischen Kinderspielplätzen als Streumittel zu verwenden. Die Sandkästen werden im Frühjahr wieder mit frischem Sand aufgefüllt.

› Wer hilft bei offenen Fragen weiter?
Weitere Auskünfte erhalten Sie
  • beim Ordnungsamt unter der Tel. 0521/51 2297 (nur Pflichten der Grundstückseigentümer/innen) sowie
  • beim Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld unter Tel. 0521/51 3810.



Flyer Winterdienst