Parkanlagen


Bürgerpark, Rosengarten

Der Bürgerpark einschließlich Rosengarten ist die attraktivste städtische Grünanlage. Die Anfänge gehen auf eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in den zwanziger Jahren zurück, als eine aufgelassene Tongrube in eine innerstädtische Erholungsanlage umgestaltet wurde. Ihre jetzige Prägung erhielt die Anlage durch viele Umgestaltungsmaßnahmen. Von einem architektonisch angelegten Park entwickelte sich die Grünanlage nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer prächtigen Anlage mit Elementen eines Landschaftsparks. Von dem in vielen deutschen Grünanlagen lange gehuldigten Motto: "Rasen betreten verboten" verabschiedete man sich in Bielefeld sehr früh. Fotos aus den Fünfziger Jahren zeigen die Beliebtheit des Bürgerparks und die intensive Nutzung.

Sehenswert sind die Rhododendronbepflanzungen sowie der Bauerngarten mit einem reichhaltigen Angebot an Stauden und Sommerblumen.

Der Rosengarten zeigt neben einer Auswahl an großblumigen Edelrosen in attraktiven Sorten auch Polyantharosen, Bodendeckerrosen und Hochstammrosen.

Beherrschender Baukörper in unmittelbarer Nähe des Bürgerparks und des Rosengartens ist die bei Musikfreunden weltweit bekannte Oetkerhalle, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Akkustik berühmt ist.

Brackweder Stadtpark

Der Brackweder Stadtpark ist die wichtigste Grünanlage des südwestlichen Stadtbezirkes. Ein großes Angebot an Blumenbeeten und Spieleinrichtungen wie Seilzirkus und Rollschuhbahn verlocken zur Kurzzeiterholung für alle Altersgruppen.

Der Stadtpark bildet den Ausgangspunkt für Kurzspaziergänge durch die Grünanlagen oder baumbestandene Straßen zum Bockschatzhof, einem etwa 80 Hektar großen, landschaftlich gestalteten Freiraum.

Den Brackweder Stadtpark ist direkt angrenzend an der Kreuzung Berliner Straße/Stadtring. Auf der nordöstlichen Seite wird er begrenzt durch die Wiedenbrücker Straße.

Nordpark

In verschiedenen Teilschritten wurde der Nordpark von einem formal geometrisch gestalteten Park über die Zwischennutzung als Kartoffelacker im Zweiten Weltkrieg zu einem mehrere Hektar großen, durch alten Baumbestand landschaftlich geprägten Stadtpark.

Hervorzuheben ist ein schöner, als Cafe genutzter steinerner Pavillon, der nach dem Krieg aus einem Privatgarten in den Nordpark versetzt wurde. Das Bauwerk, vermutlich von einem Schüler des berühmten Baumeisters Schinkel 1830 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Besonders attraktiv sind die zahlreichen Staudenpflanzen und die Dahlienschau.

Ravensberger Spinnerei-Garten, Rochdale-Park

Im Jahre 1854 entstand an dieser Stelle die damals europaweit modernste Spinnerei. Anfang der 1970er-Jahre lief die Produktion aus; der Abriss, für den Bau eines innerstädtischen Straßenkreuzes, wurde beschlossen. Eine Bürgerinitiative verhinderte den Abbruch: Es entstand ein Museumspark in Verbindung mit Einrichtungen der Volkhochschule.

Besonders hervorzuheben ist die Kunstgewerbesammlung der Stiftung Huelsmann, die im Gebäude der ehemaligen Direktorenvilla untergebracht ist.

Aufgrund erhaltener Planunterlagen konnte der Direktorengarten weitgehend originalgetreu wieder hergerichtet werden. Wegeführung, Teich und Springbrunnen erinnern an die Vergangenheit. Der südliche Teil der Gesamtparkanlage ist Rochdale, der englischen Partnerstadt von Bielefeld, gewidmet.

Botanischer Garten

Umfang der Pflanzensammlung und vielfältige Gartengestaltungselemente reizen auch den nicht unmittelbar botanisch Interessierten zu einem Besuch. Die jährlichen Besucherzahlen bestätigen die Attraktivität und den hohen Stellenwert dieses Naturerlebnisses.

Besondere Anziehungspunkte sind die Rhododendron- und Azaleensammlung sowie die Präsentation der Lebensräume: Steingarten, Alpinum, Bambusgärten. Es sind fast 200 bedrohte Arten der "Roten Liste Nordrhein-Westfalen" im Botanischen Garten zu finden.

Die Besonderheiten dieser im Jahre 1912 entstandenen Anlage sind auch in einem Bundesführer für Botanische Gärten von der Verfasserin Loki Schmidt herausgestellt worden. Seit der Entstehung der Anlage ist der Eintritt kostenlos.
Neu errichtet wurde zum 90-jährigen Bestehen ein Bienenhaus.

Bullerbachgrünzug

Der bekannte Städtebauer Professor Bernhard Reichow plante und baute nach dem Zweiten Weltkrieg für Tausende von Flüchtlingen die Sennestadt. Nicht nur Wohnbereiche, auch umfangreiche Grünanlagen entstanden am Reißbrett und wurden realisiert.

Besonders interessant ist der Bullerbachgrünzug, dessen Quellbereich verbaut war und inzwischen wieder renaturiert wurde. Er zeigt verschiedene Gestaltungselemente vom innerstädtischen Grünzug mit Spieleinrichtung bis hin zu Landschaftsräumen. Selbst trainierte Spaziergänger müssen mit weit mehr als einer Stunde Zeit rechnen, wollen sie diesen Grünzug gänzlich erwandern.

Luttertal in Brackwede

Auf dem stillgelegten Gelände einer Industrieanlage plante die bis 1973 selbstständige Gemeinde Brackwede eine große Freizeiteinrichtung mit einem umfangreichen Freizeitangebot, vergleichbar mit den Revierparkanlagen des Ruhrgebiets. Aufgrund neuerer Erkenntnisse wurde diese Zielrichtung jedoch verworfen und es entstand ein ausgesprochen naturnah gestalteter Grünzug mit sehr interessanten Biotopbereichen, die sich im Laufe der Zeit aus den aufgelassenen Bleicherteichen und Bleichwiesen entwickelt hatten.

Das Luttertal befindet sich in Bielefeld Quelle, südlich des Brackweder Freibades. Der Bach "Lutter" verläuft lange Zeit parallel zur Marienfelder Straße.

Grünzug Ravensberger Straße

Von den ehemaligen Wallanlagen im Osten der alten Stadt Bielefeld ist eine durchgehende Grünverbindung entlang der Lutter bis zum Meierhof in Heepen entstanden. Drei Stauteiche, eine ganze Reihe von Freizeiteinrichtungen wie Spielplätze, Schulsportanlagen, Bolzplätze und eine Bezirkssportanlage bieten einen erlebnisreichen Spaziergang.

Mehrere unmittelbar benachbarte Kleingartenanlagen mit ihren Vereinsheimen laden zum Verweilen ein. An die ehemals entlang der Lutter vorhandenen Mühlen erinnern heute nur noch einer der Stauteiche und Straßennamen. Teile der Anlage waren in den Zwanziger Jahren durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen entstanden. Besonders attraktiv ist dieser weitläufige Grünzug für Fahrradfahrer.

Obersee


Als Teilanlage einer vom Werre-Wasserverband und der Stadt Bielefeld geplanten großen Regenwasserrückhalteanlage entstand Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger Jahre diese rund 80 Hektar große Grünanlage. Besonderer Anziehungspunkt ist der Obersee. Aus Gründen des Naturschutzes steht das Gewässer jedoch nicht für Sportzwecke zur Verfügung.

Interessant ist der Ausblick von den höchsten Punkten des Geländes über Schildesche in Richtung Teutoburger Wald. Im Zusammenhang mit der Johannisbachniederung hat sich das Gebiet rund um den Obersee zu einem der ornithologisch interessantesten Bereiche der gesamten Stadt entwickelt.

» Gewässerqualität des Obersees leidet
Durch das Füttern der Wasservögel ist das Ökosystem Obersee gefährdet. Folgende Flyer informieren über den Hintergrund und den Fütterungsverzicht.

PDF-Dokument  [2215 KB]Deutsch
PDF-Dokument  [2216 KB]Englisch
PDF-Dokument  [2216 KB]Russisch
PDF-Dokument  [2213 KB]Türkisch



Dornberger Auenpark

Schöne landschaftsprägende Elemente wie Bachtäler oder Waldstücke wurden erhalten, als im Zuge der westlichen Stadterweiterung in den Achtziger Jahren die beiden Siedlungsbereiche Schürmannshof und Lohmannshof im Stadtteil Dornberg entstanden. Die unmittelbare Nähe zur Universität verlockt gerade auch jüngere Radfahrer, die reizvolle Dornberger Landschaft zu erleben.

Bultkamp Grünzug

Aus einem typischen innerstädtischen Grünzug, der durch einen kanalähnlichen, zu einem Vorfluter degradierten Wasserlauf geprägt war, wurde ein naturnaher Landschaftsraum. Heute windet sich ein natürlicher Wasserlauf durch diese etwa zehn Hektar große Anlage, aus der wesensfremde Elemente wie beispielsweise Rosenbeete und landschaftsfremde Gehölze wie Omorikafichten und Wacholder ausnahmslos verschwunden sind. Inzwischen können dort seltene Vogelarten -wie beispielsweise Eisvogel oder Waldschnepfe- wieder beobachtet werden.

Dieser Grünzug stellt die außerordentlich wichtige Verbindung zwischen der Bebauung im Bereich Sudbrack und dem Landschaftsraum des Johannisbachtales dar. Weiträumigkeit verlockt dazu, diesen Raum mit dem Fahrrad zu erleben.

Oldentruper Park

Oldentruper Park
Der an der Oldentruper Straße gelegene Oldentruper Park erstreckt sich insgesamt auf eine Fläche von zirka 27.400 Quadratmeter und besticht durch seine Vielseitigkeit und seinen Abwechselungsreichtum. Neben den Sportmöglichkeiten, wie Joggen, Walken und dem Spielen auf dem eigens angelegten Bolzplatz aus Kunststoffbelag, lädt ein schöner Spielplatz alle Kinder zum Toben ein. Die Rasenfläche beträgt zirka 10.700 Quadratmeter und bietet viele Möglichkeiten für jedermann, ob zum Ausspannen, Spazieren gehen, Spielen oder zum Picknick mit der Familie.

Der Park wurde am 30. Oktober 1971 durch den damaligen Bürgermeister der Gemeinde Oldentrup, Helmut Bökenbrink, und dem seinerzeit amtierenden Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, Herbert Hinnendahl, eingeweiht. Als Einweihungsgeschenk übergab Oberbürgermeister Hinnendahl frei nach dem Motto „Schwäne statt Kähne” zwei Schwäne und acht Enten als Erstpopulation für den Parkteich. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Erstbepflanzung des Parks aus 44.000 Pflanzen.

Der Oldentruper Park ist nicht nur als abgeschlossener Stadtteilpark attraktiv sondern bietet Spaziergängern und Radfahrern auch die Gelegenheit über direkt angrenzende Grünverbindungen die weiter entfernten Stadtteile (z.B. Heepen und Stieghorst) problemlos zu erreichen.