Boden / Bodenschutz

„Der sorglose, nahezu leichtfertige Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen und Abfällen während der letzten Jahrzehnte hat dazu geführt, dass heute viele Flächen und Grundstücke so stark belastet sind, dass eine gefahrlose Nutzung als Wohn-, Freizeit oder Gewerbefläche nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist.

Diese Probleme haben u.a. zum Erlass des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG) und des Landesbodenschutzgesetzes (LBodSchG) geführt, mit deren Inkrafttreten auch die unteren Bodenschutzbehörden bei Kreisen und kreisfreien Städten eingerichtet wurden.

Die Aufgaben der unteren Bodenschutzbehörde werden in Bielefeld durch das Umweltamt wahrgenommen. Neben dem allgemeinen Bodenschutz steht die Bearbeitung der Altlasten bzw. Altlastenverdachtsflächen im Vordergrund. Dazu gehört die Führung des Altdeponienkatasters und die systematische Erfassung der Altstandorte. Auskünfte über die Altlastenverdachtsflächen werden auf Antrag erteilt. Sie sind gebührenpflichtig.

Die flächenhafte Verbreitung von Schadstoffen in Böden wird in der digitalen Bodenbelastungskarte dargestellt.

Ein weiteres Angebot der Unteren Bodenschutzbehörde in Verbindung mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW ist die Externer LinkBoden und Bauschuttbörse. Über das Internet können sich dort alle Anbieter und Interessenten über Angebot und Nachfrage an unbelastetem Bodenaushub, nicht aufbereitetem Bauschutt und mineralischem Recyclingbaustoff informieren. Daneben bemüht sich die Stadt Bielefeld, auch kleine Mengen Boden z.B. für den heimischen Gartenbau zu vermitteln.
Zur Gewährleistung des Grundwasserschutzes ist beim Einbau von mehr als 500 Kubikmetern PDF-Dokument Bodenaushub und beim Einsatz von PDF-Dokument Recyclingbaustoffen das Umweltamt zu beteiligen.