Heizöllagerung

In Bielefeld besitzen rund ein Viertel der Wohngebäude eine Ölheizung. Heizöl ist ein wassergefährdender Stoff. Die Lagerung muss deshalb so beschaffen sein, dass Heizöl nicht ins Erdreich und somit ins Grundwasser gelangen kann. Aus diesem Grund werden an die Lagerung verschiedene technische- und organisatorische Anforderungen gestellt. Daraus ergeben sich Vorschriften und Pflichten, die sich direkt an den Betreiber (das ist in der Regel der Hauseigentümer) einer Heizöllageranlage richten.

Eine Heizöllageranlage schließt sowohl den Heizölbehälter (Tank) als auch die Rohrleitung zum Verbraucher (Brenner) mit ein. Es gibt eine Vielzahl von Behälterarten und Systemen. Unterschieden werden ober- bzw. unterirdische Anlagen.

Als unterirdisch gelten Anlagen, wenn sie teilweise oder vollständig im Erdreich eingebettet sind. Alle anderen Anlagen gelten als oberirdisch. Der Heizölbehälter im Keller eines Wohnhauses ist somit eine oberirdische Anlage.

Unterirdische Behälter müssen doppelwandig sein. Einwandige Behälter können durch Einbau einer Kunststoff-Innenhülle nachgerüstet werden. Leckwarngeräte (Leckanzeigegeräte) überwachen in beiden Fällen den Behälter und geben bei Leckagen einen optischen und akustischen Alarm.

Oberirdische Behälter können sowohl im Freien, als auch in Räumen (z.B. Keller) aufgestellt sein. Sie können doppelwandig (mit Leckwarngerät) oder einwandig sein. Einwandige oberirdische Behälter müssen in einem Auffangraum aufgestellt sein. Der Auffangraum soll sicherstellen, dass bei Leckagen des Behälters das Heizöl zurückgehalten wird, und nicht in den Untergrund gelangen kann.

› Was müssen Sie als Betreiber beachten?
  • Die Dichtheit der Anlage sowie die Funktionssicherheit der Sicherheitseinrichtungen regelmäßig selbst kontrollieren.
  • Unterirdische- und einige oberirdische Anlagen müssen von einem Sachverständigen überprüft werden. PDF-Dokument  [73 KB]Informationen zur Prüfpflicht
  • Die gesamte Anlage muss mindestens den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen.
  • An gut sichtbarer Stelle in der Nähe der Anlage muss das Merkblatt „Betriebs- und Verhaltensvorschriften beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen” angebracht sein.



Kontakt

Umweltamt
Stephanie van de Locht
Tel. 0521 51-6573
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