Kanaluntersuchungen und Kanalreinigung

Der Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld ist als Betreiber des öffentlichen Kanalnetzes gesetzlich verpflichtet, das Kanalnetz auf seinen baulichen Zustand und die Funktionsfähigkeit zu überprüfen und Mängel zu beseitigen. So ist gewährleistet, dass keine schadstoffhaltigen Abwässer ins Erdreich oder sogar ins Grundwasser gelangen.



Wie erfolgt die Prüfung?
Bei einer Kanaluntersuchung konnte dieser Schaden festgestellt werden. Mehrere Risse sind zu erkennen. Durch die Scherbenbildung ist das Rohrprofil bereits deformiert. Es besteht die Gefahr, daß der Kanal einbricht. Die Reparatur ist in einem solchen Fall dringend notwendig, hier ist sie bereits erfolgt.

Unsere Mitarbeiter inspizieren die großen Abwasserkanäle ab 1,60 Metern Durchmesser direkt vor Ort, indem sie hindurchgehen und die Bauwerke begutachten. Zur Untersuchung der nicht begehbaren Kanäle und Schächte ist unser Kamerafahrzeug im Einsatz, welches mit einer selbstfahrenden TV-Kamera ausgestattet ist. Betriebsintern nennen wir dies „Kanal-TV”, denn ein Mitarbeiter verfolgt auf dem Bildschirm im Kamerafahrzeug das, was die Kamera aufzeigt. So können Schäden festgestellt und Reparaturen bzw. die Sanierung in die Wege geleitet werden.




Wenn Schäden festgestellt werden
... müssen sie behoben werden. Jedes Jahr werden etwa 100 Kilometer Kanalisation inspiziert und mehr als 1.000 Kilometer gereinigt. Ebenso reinigt der Umweltbetrieb über 50.000 Straßeneinläufe pro Jahr.



Kanalreinigung



Damit die Rohre nicht versanden und verschlammen, werden sie in regelmäßigen Abständen mittels Hochdruckspülung gereinigt. Das Foto zeigt Mitarbeiter des Kanalbetriebshofes beim Einsatz mit dem Saug-Spülwagen am "Hauptsammler Ost".








Wie oft müssen die Kanäle einem "Check-up" standhalten?
Wir untersuchen die öffentlichen Kanäle in regelmäßigen Abständen auf Undichtigkeiten und sonstige Schäden. Diese Aufgabe hat in Gebieten, die der Trinkwasserversorgung dienen, Wasserschutzgebiete genannt, eine besondere Wichtigkeit. In der Schutzzone 2 wird alle fünf Jahre, in der Schutzzone 3 alle zehn Jahre ein „Check-up” vorgenommen. In der Schutzzone 1, dem Fassungsbereich der Brunnen, dürfen sich keine Kanäle befinden. Alle übrigen Kanäle (außerhalb der Wasserschutzgebiete) werden im fünfzehnjährigen Abstand untersucht.
Infos zur Untersuchung Ihres privaten Hausanschlusses finden Sie bei den Verbraucher-Tipps.