2. Bauabschnitt: Regenrückhaltung und Kanalsanierung

Der 2. Bauabschnitt bei der Sanierung des Weser-Lutter-Kanals zwischen Teutoburger Straße und Stauteich I (An der Walkenmühle) beginnt 2019. Da der Kanal in diesem Bereich unterhalb einer äußerst schützenswerten Platanenreihe liegt, wurde vom Rat der Stadt entschieden, den Kanal in geschlossener Bauweise zu sanieren. Das bedeutet, dass die Sanierung mit möglichst wenigen Eingriffen in den Boden erfolgt. Deshalb wird die Weser-Lutter mit einem so genannten „Kurzrohr-Relining” ertüchtigt.

Die Sanierung des PDF-Dokument  [28 KB]2. Bauabschnitts beginnt voraussichtlich im September 2019. Dann wird als erstes das Regenrückhaltebecken (RRB) an der Teutoburger Straße gebaut. Dieses soll bis Ende 2020 fertiggestellt werden. Im Jahr 2020 beginnen auch die Vorarbeiten für die eigentliche Kanalsanierung. Diese Arbeiten sollen nach derzeitigen Planungen bis 2021 abgeschlossen sein.

Für die Kanalsanierung werden punktuelle Baugruben errichtet, in denen der freigelegte Kanal geöffnet wird. Über diese Öffnungen werden passgenaue GFK-Rohre eingebaut. (GFK bedeutet „Glasfaserverstärkter Kunststoff”. Das ist ein Faser-Kunststoff-Verbund aus einem Kunststoff und Glasfasern.) Die Rohre werden in die Baugruben abgesenkt, dort mittels einer Hydraulik in den vorhandenen Kanal eingeschoben und dort miteinander verbunden. Um sich ein Bild von den Arbeiten zu machen, haben wir hier einen kurzen Erklär-Film eingebunden. Natürlich sind diese neuen GFK-Rohre ausreichend tragfähig, um die Lasten aus Boden und Umgebung sicher aufzunehmen.

Die Baugruben werden so angeordnet, dass so wenig wie möglich in den Baumbestand eingegriffen werden muss. Neben den Standorten der Platanen sind auch Verkehrswege und Anlieger wichtige Kriterien für die Auswahl der Baugrubenstandorte, damit Belästigungen aus Bauaktivitäten und Verkehrsbehinderungen auf ein Minimum reduziert werden können.

Darüber hinaus wird ein großer Schmutzwassersammler, der von Teutoburger Straße bis Huberstraße oberhalb des Weser-Lutter-Kanals verläuft, mit einem „Schlauchlining” saniert. Auch dieses Verfahren ist eine geschlossene Bauweise. Hier werden allerdings keine fertigen Rohre in den Kanal eingezogen, sondern ein mit Harz getränkter flexibler Gewebeschlauch. Dieser wird mit Druck gegen die Kanalwandung gepresst, so dass er dort formschlüssig aushärten kann.

Während der Sanierungsarbeiten an Weser-Lutter- und Schmutzwasserkanal muss das Wasser weiterhin fließen. Dazu werden abschnittsweise von der Teutoburger Straße bis zum Stauteich I während der Bauzeit Stahlrohre mit einem Durchmesser von ca. 1 m in der angrenzenden Grünfläche verlegt, über die das Wasser abgeleitet werden kann. Die vorhandenen Kanäle können damit weitestgehend trocken gehalten werden, um die erforderlichen Sanierungsarbeiten auszuführen. Nach Abschluss werden diese Stahlleitungen wieder entfernt.