Archäologische Arbeiten im Park der Menschenrechte

11.07.2014
Im Park der Menschenrechte haben die archäologischen Voruntersuchungen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) begonnen. Dieser Bereich, in dem im Sommer 2015 die Ausgrabungen für das unterirdische Regenrückhaltebecken (Bypass) beginnen, stellt für die Archäologen des LWL eine bedeutsame historische Stelle dar, die möglicherweise Zeugnisse der Stadtentstehung Bielefelds enthält.

Die geplanten Bauarbeiten im kommenden Jahr werden die dort im Boden vermuteten archäologischen Zeugnisse zerstören. Deshalb müssen die Archäologen laut Gesetz im Vorfeld die Spuren der Vergangenheit dokumentieren und für die Nachwelt sichern. Anfang Juli hat deshalb die Außenstelle Bielefeld der LWL-Archäologie für Westfalen eine archäologische Baustelle eingerichtet und zieht den Mutterboden ab.

Die archäologischen Arbeiten sind in Absprache mit der Stadt Bielefeld in die Sommerferien gelegt worden, um den Schulbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Die Planungen erfolgten in enger Kooperation zwischen der Kommune, dem Umweltbetrieb und der LWL-Archäologie für Westfalen. Dabei stand auch der Schutz der Bäume auf den betroffenen Flächen im Vordergrund. Die Stadt hat Flächen bereitgestellt, damit die aufgeworfene Erde gelagert werden kann, ohne die Baumwurzeln zu belasten. Durch die archäologischen Voruntersuchungen wird der Baumbestand also in keiner Weise angetastet. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Boden wieder eingefüllt.

Die LWL-Archäologen werden im Rahmen der fortschreitenden Bauarbeiten noch weitere Untersuchungen durchführen. So wird voraussichtlich im Frühjahr des kommenden Jahres im Nordteil des Parks der Menschenrechte jener Bereich näher erforscht, in dem die bürgerliche Bebauung der Neustadt in seinen Ursprüngen verborgen liegt.