Anliegerdialog Luttersanierung: Zweiter Erörterungstermin mit weiteren Vereinbarungen

14.11.2012
Zum zweiten Dialog über die Alternativensuche für eine Regenrückhaltung im Rahmen der Luttersanierung hatte Anja Ritschel, Beigeordnete für Umwelt und Klimaschutz, am 12. November eingeladen. Über 40 Vertreterinnen und Vertreter der beiden Gymnasien Am Waldhof und Ratsgymnasium, der Kunsthalle und deren Förderkreis, von ProGrün e.V. sowie Pro Lutter e.V., der Kindermannstiftung und der Neustädter Marien-Kirchengemeinde nahmen auch das zweite Dialogangebot wahr.

Die Standpunkte der Schulen, Vereine und Einrichtungen wurden – wie im ersten Gesprächstermin - umfassend vorgebracht und im Kontext der technischen und hydraulischen Rahmenbedingungen mit dem Gutachter der Verwaltung erörtert. Grundlage war der zwischenzeitlich auf 13 Varianten erweiterte Katalog an Alternativen und Variantenstandorten für eine Regenrückhaltung. Dabei sind alle Ideen der Gruppen – ob Flutung der OWD-Unterführung oder Bypass-Lösungen mit kleinerem Regenrückhaltevolumen – berücksichtigt. Um zwei weitere Varianten wurde der Katalog in der Gesprächsrunde erweitert, so auch die Idee der Anlage von tiefer gelegenen Mulden. Dazu Beigeordnete Anja Ritschel: „Ausdrücklich sollen auch Teillösungen auf eine sinnvolle Verknüpfung miteinander untersucht werden”.

Vereinbarungsgemäß ging es in der Tagesordnung des zweiten Treffens auch um die Festlegung objektiver Prüfkriterien für die Variantenstandorte. Fragen der städtebaulichen Verträglichkeit, der Sicherheit, der Baurisiken wie auch die Anwohnerbelastung wurden neben den bisherigen wirtschaftlichen und wassertechnischen Kriterien stärker akzentuiert.

Im Ergebnis konnte der Katalog der zu prüfenden Alternativen für die notwendige Regenrückhaltung ergänzt und die zugrunde liegenden Prüfungskriterien abgestimmt werden.

Der gemeinsam mit den Anliegern erstellte Katalog von „Alternativen und Variantenstandorten” sowie die Prüfungskriterien werden im nächsten Schritt der Bezirksvertretung Mitte und dem Betriebsausschuss Umweltbetrieb im Dezember zur Diskussion vorgelegt. Umweltdezernentin Anja Ritschel hofft auf eine baldige Entscheidung durch die Gremien, um das „GO” für den Prüfumfang und die Entwicklung eines möglichst optimalen Regenrückhaltesystems durch die städtischen Fachleute und die beauftragten Gutachterbüros zu erhalten.

Dieser Prozess soll von Transparenz beherrscht werden. Deshalb wird Anja Ritschel im Februar alle Anlieger erneut einladen, um die Zwischenergebnisse der Prüfungen vorzustellen und gemeinsam zu erörtern.

„Es ist nicht auszuschließen, dass durch neue Standortvarianten auch andere Anlieger tangiert werden. Insofern kann sich der Teilnehmerkreis beim nächsten Dialog noch um weitere Betroffene erweitern”, stellt Anja Ritschel fest.

Als wichtigstes Ziel sieht Umweltdezernentin Anja Ritschel, bis zur Jahresmitte 2013 einen Beschluss durch den Rat fassen zu können, der von Konsens geprägt ist. Die Dezernentin: „Es besteht dringender Handlungsbedarf für die Sanierung des Lutterkanals. Ich erhoffe mir deshalb von allen Beteiligten aus Politik, Institutionen und Verbänden eine verantwortungsbewusste und konsensorientierte Unterstützung im Verfahren.”