Sohlsanierung erfolgreich abgeschlossen

20.12.2013
Die Sanierung der Sohle im Lutterkanal zwischen Siekerwall und Teutoburger Straße wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Einsturzgefahr konnte durch die umfangreichen Stabilisierungsmaßnahmen erheblich reduziert werden.

„Sämtliche Planungen hinsichtlich der Bauzeiten und der Kosten wurden eingehalten. Bei einem außergewöhnlichen Sanierungsprojekt wie diesem, bei dem nicht ohne weiteres auf Erfahrungen zurückgegriffen werden kann, ist dies nicht selbstverständlich”, freut sich Michael Haver, Projektleiter für die Luttersanierung vom Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld. So wurde vor dem Beginn der eigentlichen Baumaßnahme im Juli 2012 im Bereich unter dem Siekerwall / Am Bach sorgfältig getestet, ob das Einbringen des Spezialbetons und der Stahlmatten in engen Röhre überhaupt möglich ist und in der Folge den gewünschten Effekt hinsichtlich der Vermeidung des drohenden Sohlbruchs liefert. Immerhin ist der Kanal, der inzwischen etwa 110 Jahre alt ist, gerade mal 1,80 m hoch – ohne die neue Sohlplatte. „Für die Mitarbeiter der beauftragten Firma und alle beteiligten Kollegen war diese Baustelle schon eine Herausforderung. Zusätzlich zu dem begrenzten Platzangebot kommen auch die besonderen klimatischen Bedingungen”, weiß Jürgen Kimmerle, Bauleiter vom Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld, zu berichten.

Dennoch ist es ohne größere Zwischenfälle gelungen, innerhalb der Bauzeit von sechs Monaten über drei verschiede Baugruben insgesamt 400 m³ Spezialbeton und 30 Tonnen Baustahl auf einer Länge von ca. 700 Metern zu verbauen. „Noch vor Weihnachten werden in der Ravensberger Straße alle Baugruben verfüllt, Pflasterarbeiten beendet und Bauzäune abgebaut sein”, verspricht Jürgen Kimmerle.

Die Sanierung der Sohle der verrohrten Lutter war notwendig geworden, um einen drohenden hydraulischen Grundbruch zu vermeiden. Der Abschluss dieser größtenteils unterirdischen Baumaßnahme ist die Voraussetzung für die nun ab 2014 folgenden Maßnahmen. Für die Anwohnerinnen und Anwohner der Ravensberger Straße findet am 30.01.2014 im Neuen Rathaus eine Informationsveranstaltung statt, auf der das weitere Vorgehen bei diesem Großprojekt erläutert werden soll. Eine entsprechende Einladung werden alle Betroffenen rechtzeitig im Januar im Briefkasten vorfinden.