Umweltdezernentin informiert über weiteres Verfahren der Prüfung von Standortalternativen für Regenrückhaltebecken (RRB)

Im Rahmen der Diskussion um die Luttersanierung hatte der Rat der Stadt Bielefeld im vergangenen März die Verwaltung beauftragt, für das erforderliche Regenrückhaltebecken die Vor- und Nachteile der angedachten Standorte näher darzulegen und dabei auch die Belastungen für die jeweilige Anwohnerschaft deutlich zu machen. Welche weiteren Standorte für ein Regenrückhaltebecken aus welchen Gründen nicht in die nähere Betrachtung aufgenommen wurden, soll transparent nachvollziehbar gemacht werden, so die Beschlussvorlage 3813/2009-2014, die vom Rat am 29. März 2012 beschlossen wurde.
In den öffentlichen Veranstaltungen zur Luttersanierung im Rathaus und an den beiden Gymnasien Waldhof und Ratsgymnasium hatte Umweltdezernentin Anja Ritschel ergänzend zugesagt, weitere Ideen und Vorschläge aufzugreifen und in die Alternativenprüfung einzubeziehen.

Zugesagt wurde, für Herbst die Alternativprüfung in Sachen Regenrückhaltung anzugehen. Damit werde jetzt begonnen, stellt Dezernentin Ritschel fest, nachdem der Umweltbetrieb mit dem Umweltamt in den letzten Monaten vorrangig die Verfahrensschritte für den ersten Sanierungsabschnitt der Lutter in der Ravensberger Straße bearbeitet hatte.

Aktuell ist die Verwaltung dabei, die grundlegenden Kriterien für ein Regenrückhaltebecken (Suchraum, Volumen, Hydraulik) aufzubereiten. Zudem werden die bisher im Raum stehenden Ideen und Vorschläge zusammengetragen, die in der weiteren Alternativenprüfung zu bewerten sind. Hier ist ausdrücklich auch eine Rückkopplung mit den Ideengeber, insbesondere den beiden Gymnasien vorgesehen.

Es ist beabsichtigt, die Bezirksvertretung Mitte und den Betriebsausschuss UWB im November, spätestens aber im Dezember 2012, über die so zusammengetragenen Inhalte und damit den Umfang der Alternativenprüfung zu informieren und anschließend mit der Ausarbeitung zu beginnen. Diese wird wie bisher mit Hilfe externer Ingenieurbüros erfolgen.

Die Alternativenprüfung wird voraussichtlich einige Monate in Anspruch nehmen. Gemäß dem bisherigen Zeitplan ist vorgesehen, über die Ergebnisse im Frühsommer 2013 zu beraten und auf dieser Grundlage eine Entscheidung für das weitere Vorgehen zu treffen.
Die Verwaltung beabsichtigt – wie schon bei den grundlegenden Sanierungsvarianten – nach Vorliegen der Prüfergebnisse diese umgehend auch öffentlich vorzustellen, damit Ideengeber und alle weiteren Interessierten Gelegenheit haben, sich frühzeitig aus erster Hand zu informieren und sich in die Debatte einzubringen.
Dabei wird an dieser Stelle (www.bielefeld.de/lutterkanal) aktuell informiert. Die abschließende Entscheidung hinsichtlich des Regenrückhaltebeckens obliegt dann dem Rat der Stadt.

Zeitplanung:
  • Informationsveranstaltung für die Anwohner Ravensberger Straße im Dezember 2012
  • Punktuelle Vorarbeiten in der Ravensberger Straße ab Januar 2013
  • Sanierung 1. Bauabschnitt in der Ravensberger Straße ab Mitte 2013
  • Abstimmung Kriterien und Standortalternativen für das RRB ab Ende Oktober 2012, Erörterung des Prüfumfangs in den Gremien bis Dezember 2012, Alternativenprüfung im Frühjahr 2013, Entscheidung über den Standort im Sommer 2013