Anliegerdialog: Ritschel bringt bei der Regenrückhaltung weitere Alternativen ins Spiel

29.10.2012
Bei der ersten Runde des Dialogverfahrens zur Standortbestimmung eines Regenrückhaltebeckens im Zuge der Luttersanierung zeigte sich Umweltdezernentin Anja Ritschel offen für neue Alternativvorschläge. Eingeladen waren am 29. Oktober Vertreter der beiden Gymnasien Am Waldhof und Ratsgymnasium, der Kunsthalle und deren Förderkreis, von ProGrün e.V. sowie Pro Lutter e.V., der Kindermannstiftung und der Neustädter Marien-Kirchengemeinde.

„Wir sprechen nicht mehr nur über ein Regenrückhaltebecken, sondern über Regenrückhaltung”, so die Dezernentin am Montagabend. Bei der bislang favorisierten und von den Anliegern abgelehnten Beckenlösung seien Modifizierungen durchaus denkbar. Auch sollen im Kriterienkatalog zur Abwägung der unterschiedlichen Vor- und Nachteile wasserbautechnische und wirtschaftliche Aspekte sowie Fragen der städtebaulichen Verträglichkeit und Anwohnerbelastung stärker akzentuiert werden. Ein unabhängiges Gutachterbüro soll anschließend die neuen Ideen (u.a. Bypass-Lösung mit kleinerem Becken, Flutung der OWD-Unterführung Johannistal) und deren mögliche Umsetzung ergebnisoffen prüfen.

Man kam überein, den begonnenen nichtöffentlichen Dialog in zwei Wochen wieder aufzunehmen, um objektive Prüfkriterien festzulegen. Am 5. Dezember sollen dann im Betriebsausschuss Umweltbetrieb die konkreten Handlungsalternativen festgelegt werden, deren Prüfergebnisse werden dann für Frühjahr 2013 erwartet.