Untersuchungsberechtigungsschein

Jugendliche Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer unter 18 Jahren müssen vor Aufnahme einer Beschäftigung von einer Ärztin oder einem Arzt untersucht werden (ärztliche Untersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz).

Bei geringfügigen oder nicht länger als zwei Monate dauernden Beschäftigungen mit leichten Arbeiten, von denen keine gesundheitlichen Nachteile für die Jugendliche bzw. den Jugendlichen zu befürchten sind, ist eine Untersuchung nicht erforderlich.

Die Untersuchung kann von jeder Hausärztin oder jedem Hausarzt durchgeführt werden.

Um von den Kosten für die Untersucherung befreit zu werden, muss ein sog. Untersuchungsberechtigungsschein bei der Ärztin bzw. beim Arzt vorgelegt werden. Damit wird nachgewiesen, dass der die jugendliche Arbeitnehmerin bzw. der jugendliche Arbeitnehmer unter 18 Jahren alt ist.


Besonderheiten:

Nachuntersuchung: Ist die jugendliche Arbeitnehmerin bzw. der jugendliche Arbeitnehmer bei einer eventuellen Nachuntersuchung immer noch unter 18 Jahren alt, muss erneut ein Untersuchungsberechtigungsschein vorgelegt werden.

Fachärztliche Ergänzungsuntersuchung: Hierfür wird kein gesonderter Untersuchungsberechtigungsschein ausgegeben.
Die Abrechnungsstelle des Landes prüft nach Rechnung der Ärztin bzw. des Arztes, ob für die 1. Untersuchung ein Untersuchungsberechtigungsschein vorgelegen hat.

Verfahrensablauf

  • Den Antrag können Sie nur nach vorheriger Terminvereinbarung stellen.
     
  • Der Antrag muss am Hauptwohnsitz der Jugendlichen bzw. des Jugendlichen gestellt werden.
     
  • Der Antrag kann durch ein Elternteil gestellt werden. Eine Vollmacht ist nicht erforderlich.
     
  • Hat das minderjährige Kind bereits ein eigenes Ausweisdokument, kann es den Antrag alleine in der Bürgerberatung stellen.


 

 

Gebühren

Es entstehen keine Gebühren oder Kosten.
 

Notwendige Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass des vorsprechenden Elternteils bzw. des Kindes, wenn dieses alleine vorspricht
  • bei einer Nachuntersuchung ist zusätzlich der Ausbildungsvertrag (Original oder Kopie) vorzulegen