Impfzentrum

Nach Mitteilung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW verschiebt sich der Impfstart in den Impfzentren auf den 8. Februar.


Update 21.01.2012

Terminvergabe für Corona-Impfungen startet wie geplant am 25. Januar – Kassenärztliche Vereinigungen erwarten zu Beginn sehr hohes Anruferaufkommen
Gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe

Düsseldorf/Dortmund. Angesichts reduzierter Lieferkapazitäten von BioNTech sah sich das NRW-Gesundheitsministerium am gestrigen Mittwoch zu einer kurzfristigen Planänderung bei der Verteilung des Impfstoffs und der Eröffnung der Impfzentren veranlasst. Die 53 Impfzentren in NRW starten am 8. Februar und damit eine Woche später als ursprünglich vorgesehen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe weisen vor diesem Hintergrund noch einmal darauf hin, dass der verzögerte Start in den Impfzentren auch Auswirkungen auf die Zahl verfügbarer Impftermine haben wird. Wie viele Termine angeboten werden können, hängt direkt von der Verfügbarkeit des Impfstoffs ab. Die Terminvergabe für alle Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahre beginnt ungeachtet dessen am kommenden Montag (25. Januar, 8 Uhr).

„Den Mangel verwalten – damit sahen wir uns in der Coronavirus-Pandemie schon häufig konfrontiert und es trifft nun auch wieder auf die Vergabe der Impftermine zu. Es ist kein Geheimnis wenn ich sage, dass wir bei der Terminvergabe – sowohl online als auch telefonisch – mit Problemen rechnen. Mehr als 1.000 zusätzliche Mitarbeiter werden sich beispielsweise um die Telefonie kümmern, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass aktuell nur begrenzt Impfstoff zur Verfügung steht – und damit auch nur eine begrenzte Zahl von Terminen. Es wird nicht glatt laufen können, das ist uns bewusst”, erläutert Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), die Situation. Jeder Impfwillige wird drankommen, aber es ist Geduld gefragt – zumindest so lange, bis mehr Impfstoff vorhanden ist. Wann dies genau der Fall sein wird, kann im Moment niemand sicher vorhersagen.

„Wir sehen einmal mehr und haben seit Wochen auch immer wieder darauf hingewiesen, dass der limitierende Faktor bei der Impfkampagne die zur Verfügung stehende Impfstoffmenge ist; es sind nicht die personellen Ressourcen, die Bereitschaft medizinischen Personals oder organisatorische Hürden. Dass wir zügig und effizient impfen können, wenn Impfstoff da ist, zeigen die seit dem 27. Dezember laufenden Impfungen durch mobile Teams in den Senioren- und Pflegeheimen. Bis zum Ende dieser Woche werden in NRW rund 380.000 Menschen eine Erstimpfung erhalten haben. Die jetzige Verzögerung ist wirklich bedauerlich. Aber es bleibt beim Start der der Terminvergabe am 25. Januar. Wichtig ist auch: Es ist ausreichend Zeit und Vorlauf für die Terminvergabe, niemand muss Sorge haben, zu spät zu kommen, um einen Impftermin zu vereinbaren”, sagt Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

KVWL und KVNO bitten zudem darum, die telefonischen Anmeldemöglichkeiten für eine Corona-Impfung ab dem 25. Januar vor allem zur Terminvermittlung und nicht für allgemeine Fragen zur Corona-Impfung in Anspruch zu nehmen, um die Leitungen nicht zusätzlich zu belasten.

Wer sich gegen das Coronavirus in einem Impfzentrum impfen lassen möchte, muss folgende Vorgehensweise und Hinweise beachten:

Terminvereinbarung:

Wer geimpft werden möchte, muss impfberechtigt sein. In der ersten Phase sind dies Personen, die 80 Jahre oder älter sind. Alle Impfberechtigten haben ein Anschreiben erhalten. Alle weiteren Impfberechtigten werden zum gegebenen Zeitpunkt informiert.

Eine Impfung ist nur mit Termin möglich. Die Terminvergabe erfolgt in Nordrhein-Westfalen ab 25. Januar, 8 Uhr, online unter Externer Linkwww.116117.de, in Nordrhein auch unter termin.corona-impfung.de.

Darüber hinaus werden auch unter den kostenfreien Telefonnummern 116 117 und unter 0800 116 117 01 (ausschließlich Nordrhein) und 0800 116 117 02 (ausschließlich Westfalen-Lippe) täglich zwischen 8 und 22 Uhr Termine vergeben. Halten Sie am besten Stift und Papier bereit, um den Termin und ggfs. weitere Informationen zu notieren. Die Terminvereinbarung können auch Angehörige oder Vertrauenspersonen übernehmen. Bitte achten Sie darauf, neben dem Termin für die Erstimpfung auch direkt einen weiteren Termin für die zweite Schutzimpfung zu vereinbaren, um einen vollständigen Impfschutz zu gewährleisten.

Wichtig: Zu Beginn kann es aufgrund der großen Nachfrage zu längeren Wartezeiten am Telefon kommen. Bitte haben Sie Geduld.

Die Kapazitäten der Impfzentren werden der äußerst dynamischen Entwicklung bei der Impfstoffzulassung und -produktion angepasst und nach und nach ausgeweitet – abhängig vor allem von den zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen.

Im Impfzentrum:

In Nordrhein-Westfalen gibt es 53 Impfzentren, eins in jedem Kreis bzw. jeder kreisfreien Stadt. Die genauen Standorte finden Bürger unter Externer Linkwww.mags.nrw/coronavirus-impfzentren-nrw.

Im Impfzentrum wird zunächst die Impfberechtigung überprüft. Dies erfolgt bei den Senioren mittels Personalausweis oder Reisepass. Neben dem Ausweis sollten Bürger auch ihre elektronische Gesundheitskarte (Krankenkassenkarte) und ihren Impfpass mitbringen, in Nordrhein zudem die zuvor versandten Impfdokumente. Außerdem sollten sie unbedingt einen Mund-Nasen-Schutz tragen, denn auch im Impfzentrum gelten die allgemeinen Hygienevorschriften während der Corona-Pandemie.

Bevor es mit der Impfung losgeht, erhalten die Impfwilligen die Möglichkeit, sich noch einmal ausführlich über die Impfung zu informieren und sich von einem Arzt beraten zu lassen. Die Impfung wird dann von einem Arzt oder medizinisch geschultem Personal durchgeführt. Anschließend wird empfohlen, noch ca. 30 Minuten zur Nachbeobachtung im Impfzentrum zu verbleiben. Jeder Geimpfte erhält eine Impfbescheinigung. Auf Wunsch ist zusätzlich auch ein Eintrag in den Impfpass möglich.

Die zweite Schutzimpfung – aktuell ausschließlich mit dem BioNTech-Impfstoff – erfolgt nach ca. drei Wochen und ist notwendig, damit der Impfstoff seine volle Wirksamkeit erhält. Sie findet ebenfalls im Impfzentrum statt und läuft genau wie die erste Impfung ab.

Update 12.01.2021

Corona-Impfung: Terminvergabe beginnt am 25.1.
Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe

Nach den Corona-Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen über die mobilen Teams startet bald auch die Arbeit in den 27 Impfzentren in Westfalen-Lippe: Laut NRW-Gesundheitsministerium wird es in ganz Nordrhein-Westfalen am 1. Februar soweit sein. Geimpft werden hier zunächst Bürgerinnen und Bürger, die 80 Jahre oder älter sind und einen Termin vereinbart haben. Die Kommunen werden im Auftrag von Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister, in den nächsten Tagen ein Informationsschreiben an die mehr als 300.000 Impfberechtigten in Westfalen-Lippe verschicken.

Die Terminvergabe erfolgt online und telefonisch ab Montag, 25. Januar, 8 Uhr:

In Westfalen-Lippe können impfberechtigte Bürger online unter Externer Linkwww.116117.de einen Termin vereinbaren. Darüber hinaus wird auch eine telefonische Terminvergabe unter den kostenfreien Telefonnummern 116 117 sowie ausschließlich in Westfalen-Lippe auch unter 0800 116 117 02 möglich sein. Wichtig: Es sind zunächst ausschließlich diejenigen Bürger berechtigt einen Termin zu vereinbaren, die das Informationsschreiben erhalten haben! Eine Terminvergabe vor dem 25. Januar findet nicht statt, es gibt auch keine Wartelisten!

„Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Wir können nur so viele Termine vergeben, wie Impfstoff da ist – und dieser ist im Moment begrenzt. Das sollte aber nicht zu Frust oder gar Verunsicherung unter den Bürgerinnen und Bürgern führen. Jeder, der möchte, wird geimpft – nur eben nicht alle auf einmal. Es ist wichtig, dass die Menschen bei allem Enthusiasmus, der durch die zugelassenen Impfstoffe in der Gesellschaft entstanden ist, realistisch bleiben”, erklärt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), Dr. Dirk Spelmeyer, Dr. Volker Schrage und Thomas Müller.

Spelmeyer, Schrage und Müller appellieren zudem an die Bürger, umsichtig und geduldig zu bleiben. „Ärzte, medizinisches Fachpersonal, die Pflegeheime, die Verwaltungsmitarbeiter und alle weiteren Beteiligten: Wir alle tun unser Bestes, um einen reibungslosen und vor allem schnellen Ablauf der Impfungen zu ermöglichen. Wir alle müssen aber auch jeden Tag mit neuen Informationen und Entwicklungen umgehen, sie einsortieren und unser Handeln anpassen. Es stellen sich viele Fragen, aber nicht zu jeder Frage gibt es schon Antworten. Wann jemand einen Termin bekommt, wann die weiteren priorisierten Personengruppen dran sind, welcher Impfstoff verimpft wird – all diese Fragen hängen in erster Linie von einem Faktor ab: Der Impfstoffverfügbarkeit. Wir sind zuversichtlich, dass uns in den nächsten Wochen zunehmend mehr Impfdosen zur Verfügung stehen werden, sodass auch immer mehr Menschen geimpft werden können.”

Wer sich gegen das Coronavirus in einem Impfzentrum impfen lassen möchte, muss folgende Vorgehensweise und Hinweise beachten:

Terminvereinbarung:

Wer geimpft werden möchte, muss impfberechtigt sein. In der ersten Phase sind dies Personen, die 80 Jahre oder älter sind.

Eine Impfung ist nur mit Termin möglich. Die Terminvergabe erfolgt in Westfalen-Lippe ab 25. Januar zum einen online unter Externer Linkwww.116117.de. Darüber hinaus werden Termine auch unter den kostenfreien Telefonnummern 116 117 und ausschließlich in Westfalen-Lippe auch unter 0800 116 117 02 (täglich von 8 bis 22 Uhr) vergeben. Halten Sie am besten Stift und Papier bereit, um den Termin und ggfs. weitere Informationen zu notieren. Die Terminvereinbarung können auch Angehörige oder Vertrauenspersonen übernehmen. Um einen vollständigen Impfschutz zu gewährleisten, wird neben dem Termin für die Erstimpfung auch ein weiterer Termin für die zweite Schutzimpfung vereinbart.

Wichtig: Zu Beginn kann es aufgrund der großen Nachfrage zu längeren Wartezeiten am Telefon kommen. Bitte haben Sie Geduld.

Die Kapazitäten der Impfzentren werden der äußerst dynamischen Entwicklung bei der Impfstoffzulassung und –produktion angepasst und nach und nach ausgeweitet – abhängig vor allem von den zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen.

Im Impfzentrum:

In Westfalen-Lippe gibt es 27 Impfzentren, eins in jedem Kreis bzw. kreisfreien Stadt. Die genauen Standorte finden Bürger unter Externer Linkwww.corona-kvwl.de.

Im Impfzentrum wird zunächst die Impfberechtigung überprüft. Dies erfolgt bei den Senioren mittels Personalausweis. Neben dem Ausweis sollten Bürger auch ihre elektronische Gesundheitskarte (Krankenkassenkarte) und ihren Impfpass mitbringen. Außerdem sollten sie unbedingt einen Mund-Nasen-Schutz tragen, denn auch im Impfzentrum gelten die allgemeinen Hygienevorschriften während der Corona-Pandemie.

Bevor es mit der Impfung losgeht, erhalten die Impflinge die Möglichkeit, sich noch einmal ausführlich über die Impfung zu informieren und sich von einem Arzt beraten zu lassen. Die Impfung wird dann von einem Arzt oder medizinisch geschultem Personal durchgeführt. Anschließend können die Bürger noch ca. 30 Minuten zur Nachbeobachtung im Impfzentrum verbleiben. Die Impfung wird in den Impfpass eingetragen, sollte dieser nicht vorhanden sein, erhalten die Bürger eine Impfbescheinigung.

Die zweite Schutzimpfung erfolgt nach ca. drei Wochen und ist notwendig, damit der Impfstoff seine volle Wirksamkeit erhält. Die zweite Impfung findet ebenfalls im Impfzentrum statt und läuft genau wie die erste Impfung ab.

Update 11.01.2021

Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen-Lippe, 11.01.2021
Impfzahlen für Westfalen-Lippe ab sofort online

Westfalen-Lippe impft gegen Corona – und dabei geht es mit großen Schritten voran: „Was gestern an Impfstoff geliefert wurde, ist heute bereits verimpft. Die mobilen Teams, die Alten- und Pflegeheime und alle weiteren Beteiligten leisten hier wirklich einen großartigen Job”, betont Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Bis Ende Januar werden alle der laut NRW-Gesundheitsministerium berechtigten Heime mit der 1. Schutzimpfung versorgt sein, parallel dazu startet in den nächsten Tagen in vielen Einrichtungen die zweite Impfrunde. „Mit der Impfung in den Alten- und Pflegeheimen sind wir einen wichtigen Schritt bei der Bekämpfung des Virus weitergekommen. Damit haben wir die erste Etappe bald geschafft”, sind auch Dr. Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL, und Thomas Müller, KVWL-Vorstand, überzeugt.

Wer wissen möchte, wie viele Impfungen genau gegen das Coronavirus in den westfälisch-lippischen Alten- und Pflegeheimen bisher verabreicht wurden, kann dies nun auf der Corona-Webseite der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) erfahren:

Unter Externer Linkwww.corona-kvwl.de/impfbericht wird ab sofort regelmäßig veröffentlicht, wie viele Pflegeheimbewohner und –mitarbeiter in den Kreisen und kreisfreien Städten von den mobilen Teams geimpft wurden. Die Daten sind auch über die Rubriken Praxisinfos / Patienteninfos - Corona-Schutzimpfung - Impfbericht erreichbar. Es ist zu beachten, dass es ggfs. zu zeitlichen Verzögerungen zwischen der Meldung der Impfzahlen an die KVWL und der Anzahl der tatsächlich bereits durchgeführten Impfungen kommen kann.

Die Auswertung wird mit dem Start der Impfzentren entsprechend angepasst und ausgeweitet.

Eine kleinteiligere Herausgabe der Daten ist nicht möglich.

Update 05.01.2021

Impfzentrum: Terminvergabe für über 80-Jährige
Konkrete Informationen zur Terminvergabe für das Impfzentrum in der Ausstellungshalle der Stadthalle wird es voraussichtlich in zwei Wochen geben. Über 80-Jährige Bielefelder*innen erhalten dann Post mit allen Einzelheiten zur Terminvergabe und zur Impfung. "Aktuell prüft die Stadt auch, wie wir denjenigen älteren Menschen einen einfachen Zugang zum Impfzentrum ermöglichen, die nicht den ÖPNV nutzen können oder keine Angehörigen haben, die sie zum Impfzentrum bringen können", erklärt Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger. Personen die zuhause gepflegt werden und aus gesundheitlichen Gründen völlig immobil sind, können derzeit noch nicht versorgt werden, da ein transportfähiger Impfstoff fehlt. "Aber die Zulassungsverfahren dafür sind zum Glück schon weit fortgeschritten”, so Nürnberger.

Update 28.12.2020

Gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe, 28.12.2020
Impfstart in NRW gelungen: Mobile Impfteams der KVen haben in erster Impfaktion mehr als 80 Senioren- und Pflegeheime aufgesucht

Die beiden KVen in Nordrhein-Westfalen melden einen geglückten Start der COVID19-Impfungen in Nordrhein-Westfalen: Die mobilen Impfteams, die von den KVen gebildet und koordiniert werden, haben am gestrigen Sonntag, 27. Dezember, mehr als 80 Einrichtungen in NRW aufgesucht und rund 9500 Personen geimpft, darunter sowohl Bewohnerinnen und Bewohner der Senioren- und Pflegeeinrichtungen als auch deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer war Sonntagmittag von einem Logistik-Unternehmen direkt in die Einrichtungen geliefert worden. Am Vortag waren 9750 Impfdosen in Nordrhein-Westfalen eingetroffen, die zunächst gleichmäßig auf die 53 Kreise und kreisfreien Städte verteilt worden waren.

„Wir sind sehr froh, dass der Auftakt geglückt ist und wir damit ein positives Zeichen setzen können für die Mammutaufgabe, die uns Monate beschäftigen wird – jetzt zunächst in den Pflegeeinrichtungen, ab Januar auch in den Impfzentren”, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO). „Es war wichtig, mit dem Impfen zügig zu beginnen – jetzt kommt es darauf an, dass in dieser und den kommenden Wochen größere Mengen an Impfstoff kommen, denn wir haben einen echten Impfmarathon vor uns. Das Impfen ist ein wesentlicher Baustein zum Schutz der besonders gefährdeten Gruppen. Wir schaffen jetzt nach und nach eine Grundlage für eine nachhaltig positive Entwicklung im kommenden Jahr. Das heißt aber nicht, dass wir jetzt sorglos oder nachlässig werden dürfen – weiterhin gilt es für uns alle, uns bestmöglich zu schützen”

„Innerhalb kürzester Zeit haben wir alle notwendigen Voraussetzungen für die größte Impfaktion unseres Landes geschaffen. Das war nur dank der guten Zusammenarbeit von Land, Kommunen und den Kassenärztlichen Vereinigungen in NRW möglich”, ergänzt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). „Ein besonderer Dank und Respekt gilt jedoch in erster Linie den Ärztinnen und Ärzten und ihren Praxisteams, die sich bereits seit Monaten nahezu unermüdlich engagieren und die auch jetzt bereit stehen, um diese Massenimpfung zu realisieren, zunächst durch mobile Teams und dann auch in den Impfzentren. Mehr als 15.000 Freiwillige, Ärzte und ihre Mitarbeiter sowie auch zahlreiche Angehörige anderer medizinischer Berufe, haben allein in Westfalen-Lippe ihre Unterstützung angeboten und gemeinsam werden wir diese Pandemie in den Griff bekommen.”

Weitere größere Lieferungen sind sowohl für die Woche zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr sowie für den Januar angekündigt. Die Mengen an Impfstoff sollten dann ausreichen, um den Betrieb der 53 nordrhein-westfälischen Impfzentren, von denen sich 26 in Nordrhein und 27 in Westfalen-Lippe befinden, ab Januar sukzessive aufzunehmen.

Die Terminvergabe für die Impfzentren, die unter der Hotline 11 6 11 7 erfolgen wird, ist noch nicht gestartet. Die Bürgerinnen und Bürger werden über den Start informiert.

Wer in welcher Reihenfolge geimpft wird, entscheidet der Bund, der am 18. Dezember eine entsprechende Rechtsverordnung erlassen hat, die sich im Wesentlichen nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts richtet. Grundsätzlich berücksichtigt die STIKO dabei, wer ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf hat beziehungsweise einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt ist.



Update 23.12.2020

Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen-Lippe, 23.12.2020
Land Nordrhein-Westfalen erwartet erste Impfdosen

Wie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) gestern (22. Dezember) mitteilte werden am Samstag, 26. Dezember 2020, die ersten 9.750 Impfdosen der Firma BioNTech erwartet. Eine weitere Lieferung in Höhe von 131.625 Impfdosen soll am 28. Dezember 2020 erfolgen. Am 30. Dezember 2020 würden weitere 141.375 Impfdosen geliefert. Ab Januar seien dann auch größere Liefermengen anvisiert.

Von den ersten 9.750 Impfdosen stünden pro Kreis und kreisfreier Stadt 180 Impfdosen zur Verfügung

Damit könne mit der Impfung gegen das Coronavirus wie geplant am kommenden Sonntag, den 27. Dezember 2020, begonnen werden. Die Verimpfung erfolgt zunächst ausschließlich über mobile Teams in stationären Pflegeeinrichtungen.

Die vorab benannten Pflegeeinrichtungen würden am 27. Dezember vom Land mit Impfdosen und Impfmaterial beliefert. Die Impfdosen würden bei zwei bis acht Grad transportiert.

Vor Ort stehen mobile Teams bereit, die diese Impfdosen in den Einrichtungen rekonstituieren bzw. anmischen und verimpfen. Nach der Rekonstitution muss der Impfstoff innerhalb von sechs Stunden verimpft werden.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Externer LinkPressemitteilung des MAGS.

Update 17.12.2020, 16 Uhr

Mobile Impfungen starten nach Weihnachten
Das Land NRW hat heute angekündigt, dass nach Weihnachten Bewohner*innen von Senioren- und Pflegeheimen sowie dortige Beschäftigte geimpft werden können. Dies geschieht mit mobilen Teams direkt in den Einrichtungen in ganz NRW.
In Bielefeld finden bereits Gespräche mit den Einrichtungen über die genaue Vorgehensweise statt, damit nach jetziger Planung des Landes am Sonntag, 27. Dezember, mit den Impfungen begonnen werden kann.

Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger:
"Ich bin sehr dankbar, dass die sogenannte Koordinierungseinheit - bestehend aus der organisatorischen und medizinischen Leitung des Impfzentrums – alles für den Einsatz der mobilen Teams regelt."

Zurzeit steht jedoch noch nicht fest, wann die Impfungen im Impfzentrum starten. Nürnberger: "Impfungen im Impfzentrum selbst wird es – so nach aktueller Einschätzung – in den nächsten Wochen nicht geben, sondern eben nur die Bewohner*innen und Beschäftigten ausgewählter Einrichtungen. Termine können deshalb zurzeit noch nicht vergeben werden. Deshalb machen Terminanfragen zurzeit keinen Sinn. Wenn es soweit ist, wird die Kassenärztliche Vereinigung umgehend die Öffentlichkeit informieren."




Update 15.12.2020, 15 Uhr

Die Stadt Bielefeld hat heute dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales offiziell mitgeteilt, dass das Impfzentrum in Bielefeld betriebsbereit ist.

Impfzentrum in der Ausstellungshalle der Stadthalle eingerichtet

Innerhalb von nur wenigen Tagen hat sich die Ausstellungshalle neben der Stadthalle in ein Impfzentrum verwandelt. Am Dienstag (15.12.) wird die Technik aufgebaut, so dass Ende der Woche die ersten Testläufe gestartet werden können – mit Freiwilligen, aber noch ohne Impfstoff. „Wir gehen davon aus, dass uns Anfang Januar die ersten Dosen des Impfstoffs zu Verfügung stehen”, sagt Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger. Wenn das Impfzentrum dann den Betrieb aufnimmt, sollen dort täglich bis zu 1.000 Bielefelder*innen gegen das Coronavirus geimpft werden.

Dafür sind insgesamt 10 Impfstraßen entstanden. Verantwortlich für die medizinische Leitung ist als Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung, Dr. Theodor Windhorst. Den Aufbau hat die Feuerwehr gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) organisiert. Der ASB ist in Zusammenarbeit mit dem DRK und den Johannitern auch für die Abläufe verantwortlich, wenn das Impfzentrum endgültig an den Start geht.

In der ersten Phase werden Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen, Menschen mit Vorerkrankungen sowie medizinisches Personal geimpft. Während das bei ersterer Gruppe direkt in den Einrichtungen geschieht, sollen die anderen das Impfzentrum nutzen.

Dort folgt alles einem festen Prozedere im Einbahnstraßenprinzip:
Wer sich in der ersten Phase impfen lassen möchte, muss sich seine Vorerkrankung vom Hausarzt bestätigen lassen und dann über die Hotline 116 117 einen Termin im Impfzentrum vereinbaren. Zum vereinbarten Zeitpunkt vor Ort werden bei der Anmeldung Fieber gemessen und der Gesundheitszustand abgefragt. Danach folgt ein Informationsgespräch über den Impfstoff, Vorteile und Nebenwirkungen. Nur diejenigen, die hier ihre Zustimmung geben und bei denen keine medizinischen Gründe dagegensprechen, werden schließlich geimpft. Nach der Impfung müssen alle noch eine kurze Zeit zur Kontrolle im Impfzentrum bleiben, bevor sie dann – mit dem Stempel im Impfpass – wieder nach Hause gehen können. Nach drei Wochen muss diese Impfe wiederholt werden, denn der Wirkstoff schützt erst nach der zweiten Impfung.

In der zweiten Phase soll das Impfzentrum dann für weitere Bevölkerungsgruppen geöffnet werden.

Klare Strukturen bei der Corona-Impfung

Gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigungen
Nordrhein und Westfalen-Lippe, 14.12.2020
KVen in NRW sind vorbereitet und im
Zeitplan – Terminvergabe für Impfungen noch nicht gestartet

Dortmund/Düsseldorf, 14.12.2020. Die letzten Vorbereitungen werden getroffen, der Endspurt läuft: In 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen wird künftig eine Impfung gegen das Coronavirus möglich sein. Die Städte und Kreise kümmern sich dabei um Organisation und
Logistik, die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) um das medizinische Personal, die Terminvergabe und die Durchführung der Impfungen, sobald ein Impfstoff verfügbar ist.

Wann dies der Fall sein wird, ist derzeit allerdings noch nicht präzise vorherzusagen – aus diesem Grund sind zurzeit auch noch keine Terminvergaben für eine Impfung möglich. Die Impfzentren
können voraussichtlich im Januar 2021 ihre Arbeit aufnehmen.
Fest steht: Impf-Termine wird es zunächst nur für bestimmte Personengruppen geben – die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts hat deshalb als Basis für eine
entsprechende Rechtsverordnung eine empfehlende Priorisierung erarbeitet, die zeitnah offiziell in Kraft treten soll.

„Der Impfstoff gegen das Coronavirus wird uns in der ersten Zeit nur in begrenzter Menge zur Verfügung stehen, deswegen können nicht alle, die sich impfen lassen möchten, dies auch direkt tun”, erläutert Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Die STIKO empfiehlt die Impfung zunächst vorrangig für:
  • Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen,
  • Personen im Alter von 80 Jahren und älter,
  • Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen (z.B. in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19 Patienten)
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen (z.B. in der Hämato-Onkologie oder Transplantationsmedizin)
  • Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege
     und andere Tätige in Senioren- und Altenpflegeheimen mit Kontakt zu den Bewohnern

Diese Personengruppen müssen laut STIKO besonders geschützt werden, weil sie ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben bzw. einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

„Wichtig ist auch der Schutz derjenigen Ärztinnen und Ärzte sowie der Helfer, die in den Impfzentren und bei den mobilen Teams, aber auch bei der Versorgung von COVID19-Patienten in den Praxen und im Notdienst ebenfalls einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind – auf sie können wir in den kommenden Monaten nicht verzichten”, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

Beide KV-Vorstände hoffen, dass in absehbarer Zeit Impfstoffe zur Verfügung stehen, die einfacher zu handhaben sind und das Impfen in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für alle Impfwilligen ermöglichen. Bis dahin erfolgt die Impfung in den zentral eingerichteten Impfzentren. Eine wichtige Rolle werden auch mobile Teams spielen, die z.B. Senioren und Pflegeheime anfahren und die dortigen Bewohner impfen.

Voraussetzung für eine Impfung im Impfzentrum ist, dass man zu einer der impfberechtigten Personengruppen zählt und vorab einen Termin vereinbart. Ein spezielles Terminmanagementsystem
wird derzeit erarbeitet.

Im Moment werden noch viele Einzelheiten rund um die Terminvergabe für die Corona-Impfungen abgestimmt. Die KVen Nordrhein und Westfalen-Lippe werden die Bürger zeitnah über die weiteren Schritte und das genaue Prozedere informieren. „Wie so oft in dieser Pandemie gilt auch jetzt wieder, dass wir Ruhe bewahren müssen. Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck an Lösungen im Sinne der Patientinnen und Patienten”, betonen Spelmeyer und Bergmann.