Zahlen aus dem Bielefelder Impfzentrum

Impfzahlen von Samstag, 6. März:

Impfungen Ü 80: 415

Impfungen beruflich berechtigte Personen: 264

Gesamt: 679

Die Anzahl der Impfungen wird immer einen Tag verzögert gemeldet, da die Impfungen täglich bis 20 Uhr durchgeführt werden!


Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger am 1. März zum aktuellen Stand und zum 9. Impferlass:

„In den letzten Tagen lief die Impfkampagne nicht so gut. Zwar können wir alle BioNTech-Impfdosen an die über 80Jährigen verimpfen, aber wir könnten bei den Berufsgruppen weiter sein. In dieser Woche können wir ca. 1800 Impftermine für die berechtigte Berufsgruppen anbieten, aber erst knapp 600 Impftermine sind gebucht. Damit kann man nicht zufrieden sein. Zu den bislang berechtigten Berufsgruppen gehören insbesondere die meisten Berufsgruppen, die in Krankenhäusern oder im Pflegeheim tätig sind. Wir werden die Aufklärung und Werbung nochmal verstärken...

Zum Glück wurden heute (Stand 1. März) durch den 9. Impferlass des Landes die berechtigten Berufsgruppen deutlich erweitert. Ab sofort sind alle (Zahn-)Ärzte und (Zahn-)Ärztinnen als auch deren medizinisches Praxispersonal, Heilmittelerbringer sowie Hebammen impfberechtigt. Auch das Personal bei den Blut- und Plasmaspendediensten und den Corona-Testzentren ist ab sofort impfberechtigt.

Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, werden laut Erlass voraussichtlich ab Ende März ein gesondertes Impfangebot erhalten. Die Anträge auf ‚Gleichstellung‘ mit den in der Impfverordnung genannten Erkrankungen und auf ‚Höchstpriorisierung‘, also auf Anerkennung als ‚Härtefall‘, sind dem Erlass des Landes entsprechend beim Gesundheitsamt zu stellen. Wir bereiten ein schlankes, unbürokratisches Vorgehen vor, um die vom Land geforderten Einzelfallentscheidungen möglichst bürgerfreundlich zu gestalten. Darüber informieren wir umfassend in den nächsten Tagen. Wir bitten alle Betroffenen noch um ein klein wenig Geduld.

Eine tolle Nachricht ist, dass wir ab 8. März den Beschäftigten in Kindertagesstätten, heilpädagogischen Kindertagesstätten, Grundschulen, Förderschulen, in der Kindertagespflege und in Einrichtungen der Jugendhilfe gem. § 34 SGB VIII (z.B. Einrichtungen der Erziehungshilfe) ein Impfangebot machen können. Außerdem geht es endlich los in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe, also z.B. in den Werkstätten für behinderte Menschen. Und es gibt noch einen Grund zur Freude! In dieser Woche kommen die ersten über 80-jährigen zur Zweitimpfung.”



Impfberechtigte Personengruppen

Das Land Nordrhein-Westfalen hat erneut die Impfregelungen angepasst. Nach einem neuen Erlass können sich nun auch Menschen, die an bestimmten schweren Erkrankungen leiden, früher gegen das Coronavirus impfen lassen, als ursprünglich geplant. Diese Impfungen sollen allerdings frühestens Ende März starten. Bielefelder*innen, die so schwer erkrankt sind, dass in Corona-Zeiten jeder Tag ein gesundheitliches Risiko darstellt, können einen Härtefallantrag stellen und bekommen sogar kurzfristig einen Impftermin.

Die vorerkrankten Personen werden durch einen Impferlass einer der Impfgruppen 2 oder 3 zugeordnet.

Wer unter einer der folgenden Krankheiten leidet und diese durch einen Arzt bescheinigt ist, gehört zur Gruppe 2 „Hohe Priorität”. Für diese Gruppe sollen die Impfungen Ende März beginnen. Die Betroffenen müssen lediglich eine Bescheinigung des behandelnden Arztes zum Impftermin mitbringen:

  • Trisomie 21
  • Organtransplantation
  • Demenz, geistige Behinderung oder schwere psychiatrische Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • maligne hämatologische Erkrankung oder behandlungsbedürftige Tumorerkrankung
  • COPD, Mukoviszidose oder andere, ähnlich schwere chronische Lungenerkrankung
  • Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder≥ 7,5%)
  • Leberzirrhose oder andere chronische Lebererkrankung
  • chronische Nierenerkrankung
  • Adipositas (Body-Mass-Index über 40)

  • Zur Gruppe 3 „Erhöhte Priorität” gehört dagegen, wer unter einer der unten angegeben Krankheiten leidet und diese durch einen Arzt bescheinigt ist. Der Impfstart für diese Gruppe steht noch nicht fest:

  • Krebserkrankung, die nicht akut behandlungsbedürftig ist
  • Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankung oder rheumatologische Erkrankung
  • Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit oder arterielle Hypertonie
  • zerebrovaskuläre Erkrankung, Apoplex oder andere chronische neurologische Erkrankung
  • Asthma bronchiale
  • chronisch entzündliche Darmerkrankung
  • Diabetes mellitus (mit HbA1c < 58 mmol/mol oder< 7,5%)
  • Adipositas (Body-Mass-Index über 30)

  • Personen, deren spezielle Diagnose nicht aufgelistet ist, können mit einem PDF-Dokument Formular einen Antrag auf Gleichstellung stellen und diesen zusammen mit einem ärztlichen Attest an das Gesundheitsamt schicken – per E-Mail an E-Mailimpfantrag@bielefeld.de oder auf dem Postweg an Gesundheitsamt Bielefeld, Abteilung 530.2, Nikolaus-Dürkopp-Straße 5-9, 33602 Bielefeld. Der Antrag wird von Amtsärzt*innen geprüft, die Antragssteller*innen erhalten kurzfristig einen Bescheid. Mit einem positiven Bescheid kann dann ein Impftermin vereinbart werden - allerdings voraussichtlich erst für die Zeit ab Ende März.

    Schwerst erkrankte Menschen können mit dem gleichen Formular und auf dem gleichen Weg einen Antrag auf Höchstpriorisierung stellen. Bei einem positiven Bescheid erhalten die Antragsteller*innen dann umgehend einen Termin.


    In Bielefeld buchen berechtigte Personen Termine über ein Online-System. Die Anmeldung ist unter Externer Linkwww.asb-owl.de/impfzentrum möglich.



    Wichtig: Mit der Anmeldung für einen Termin bestätigt die jeweilige Person, zu mindestens einer der impfberechtigten Personengruppe zu gehören. Zum Impftermin ist eine PDF-Dokument Bescheinigung des Arbeitgebers oder eine Bescheinigung des Arztes mitzubringen.

    Die Online-Anmeldung ist der einzige Weg, einen Termin zu bekommen. Bei dringende Rückfragen und Unklarheiten wenden Sie sich an die städtische Corona-Hotline unter Telefon 0521 51-2000.

    Weitere impfberechtigte Gruppen

  • Personal von ambulanten Pflegediensten gemäß § 71 Absatz 1 SGB XI und Betreuungsdiensten gemäß § 71 Absatz 1a SGB XI, einschließlich der leistungserbringenden Personen, welche im Rahmen von Angeboten zur Unterstützung im Alltag gemäß § 45a SGB XI tätig werden
  • Personal von Tagespflegeeinrichtungen sowie Wohngemeinschaften gemäß § 24 Absatz 1 WTG, mit Ausnahme des Personals von Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige in Hospizen und von ambulanten Hospizdiensten
  • Heilmittelerbringer, die regelmäßig in vollstationären Pflegeeinrichtungen tätig werden
  • (Zahn-)Ärztinnen und (Zahn-)Ärzte, eingeschlossen deren medizinisches Fachpersonal, die regelmäßig in vollstationären Pflegeeinrichtungen tätig werden oder in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung tätig sind
  • (Zahn-)ärztinnen und (Zahn-)ärzte, die in Schwerpunktpraxen vorrangig Corona-Patientinnen und Patienten behandeln
  • Ärztinnen und Ärzte, eingeschlossen deren medizinisches Fachpersonal, die in onkologischen Praxen sowie Dialysepraxen tätig sind
  • Personal in den Impfzentren
  • Rettungsdienstpersonal

  • Regelmäßig in vollstationären Pflegeinrichtungen tätige(s):
  • Betreuungsrichterinnen- und Betreuungsrichter sowie Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger im Sinne von Betreuungs-rechtspflegerinnen und -rechtspfleger
  • Prüf- und Begutachtungskräfte insbesondere der Medizinischen Dienste
  • Personal von Hilfsmittel-/Homecare-Diensten und Sanitätshäusern
  • Fußpflegerinnen und Fußpfleger
  • Frisörinnen und Frisöre
  • Seelsorgerinnen und Seelsorger

  • Des Weiteren:
  • Medizinprodukteberaterinnen und -berater bei der Operationsbegleitung in Krankenhäusern und bei ambulanten Operationen
  • Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- und Prüftätigkeiten ausüben, insbesondere der Medizinischen Dienste
  • Mitarbeitende der ambulanten Spezialpflege, z.B. der Stoma- und Wundversorgung, wenn sie patientennah erbracht wird
  • Heilmittelerbringer in der aufsuchenden ambulanten häuslichen Pflege

  • Ab dem 8. März sind außerdem folgende Personengruppen impfberechtigt:
  • Beschäftigte in Kindertagesstätten, Grundschulen, Förderschulen und in der Kindertagespflege
  • Beschäftigte, Nutzerinnen und Nutzer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Bewohnerinnen und Bewohner von (teil-)stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Werkstätten für behinderte Menschen und das dortige Personal, das Aufgaben der Behandlung, Betreuung, Anleitung oder Pflege wahrnimmt oder im unmittelbaren Kontakt mit Beschäftigten, Nutzerinnen und Nutzern oder Bewohnerinnen und Bewohnern arbeitet. Auch vorübergehend abgemeldete WfbM-Beschäftigte sowie das Personal im Fahrdienst erhalten ein Impfangebot.
  • Polizeikräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung einem hohen Infektionsrisiko durch regelmäßigen Bürgerkontakt ausgesetzt sind
  • Personen, die neu in vollstationäre Pflegeeinrichtungen aufgenommen werden
  • Beschäftigte und Bewohnerinnen und Bewohner in teilstationären Einrichtungen, Tagespflegen, Wohngemeinschaften nach § 24 Absatz 1 WTG, Demenz-WGs, Beatmungs-WGs (ohne EGH-Einrichtungen)
  • Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf
  • bettlägerige Personen mit Pflegegrad 5 in der eigenen Häuslichkeit

  • Einzelheiten zu den berechtigten Personengruppen ab 8. März regelt der PDF-Dokument Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW


    Arbeitgeberbescheinigung zum Nachweis des Impfanspruchs

    Um bei der Vielzahl der zwischenzeitlich impfberechtigten Berufsgruppen die Prüfung des Impfanspruchs zu erleichtern, können die Kreise und kreisfreien Städte von impfwilligen Personen die Vorlage einer Arbeitgeberbescheinigung einfordern.
    Hierzu kann PDF-Dokument dieser Vordruck verwendet werden.

    Terminvergabe ü 80-Jährige

    Wer geimpft werden möchte, muss impfberechtigt sein. In der ersten Phase sind dies Personen, die 80 Jahre oder älter sind. Alle Impfberechtigten haben ein Anschreiben erhalten. Impfberechtigte, die noch kein Anschreiben erhalten haben, können auch ohne dieses Schreiben einen Impftermin vereinbaren und Wahrnehmen. Alle weiteren Impfberechtigten werden zum gegebenen Zeitpunkt informiert.

    Eine Impfung ist nur mit Termin möglich. Die Terminvergabe erfolgt in Nordrhein-Westfalen seit dem 25. Januar online unter Externer Linkwww.116117.de.

    Darüber hinaus werden auch unter den kostenfreien Telefonnummern 116 117 und unter 0800 116 117 02 täglich zwischen 8 und 22 Uhr Termine vergeben. Halten Sie am besten Stift und Papier bereit, um den Termin und ggfs. weitere Informationen zu notieren. Die Terminvereinbarung können auch Angehörige oder Vertrauenspersonen übernehmen. Bitte achten Sie darauf, neben dem Termin für die Erstimpfung auch direkt einen weiteren Termin für die zweite Schutzimpfung zu vereinbaren, um einen vollständigen Impfschutz zu gewährleisten.






    Soziale Impfhilfe: Unterstützung für impfberechtigte Personen

    Sie sind impfberechtigt und benötigen Unterstützung beim Vereinbaren eines Impftermins? Sie suchen eine Vertrauensperson, die Sie bei Ihrem Impftermin begleitet und sie vor Ort unterstützt? Dann informieren Sie sich jetzt über Unterstützungsmöglichkeiten. Alle Informationen.

    Im Impfzentrum

    Im Impfzentrum wird zunächst die Impfberechtigung überprüft. Dies erfolgt bei den Senior*innen über den Personalausweis oder Reisepass. Neben dem Ausweis sollten Bürger*innen auch ihre elektronische Gesundheitskarte (Krankenkassenkarte) und ihren Impfpass mitbringen. Außerdem sollten sie unbedingt einen Mund-Nasen-Schutz tragen, denn auch im Impfzentrum gelten die allgemeinen Hygienevorschriften während der Corona-Pandemie.

    Bevor es mit der Impfung losgeht, erhalten Sie die Möglichkeit, sich noch einmal ausführlich über die Impfung zu informieren und sich von Arzt beraten zu lassen. Die Impfung wird dann von einem Arzt oder medizinisch geschultem Personal durchgeführt. Anschließend wird empfohlen, noch ca. 30 Minuten zur Nachbeobachtung im Impfzentrum zu verbleiben. Jeder Geimpfte erhält eine Impfbescheinigung. Auf Wunsch ist zusätzlich auch ein Eintrag in den Impfpass möglich.

    Die zweite Schutzimpfung – aktuell ausschließlich mit dem BioNTech-Impfstoff – erfolgt nach ca. drei Wochen und ist notwendig, damit der Impfstoff seine volle Wirksamkeit erhält. Sie findet ebenfalls im Impfzentrum statt und läuft genau wie die erste Impfung ab.


    Impfzahlen für Westfalen-Lippe


    Ihr Weg ins Impfzentrum

    Das Bielefelder Impfzentrum befindet sich in der Ausstellungshalle der Stadthalle, Willy-Brandt-Platz 1.

    Es liegt zentral und ist gut mit Bus und Bahn zu erreichen. Externer LinkZur Fahrplanauskunft.

    Sollten Sie mit dem PKW zum Impfzentrum kommen, stehen in der Tiefgarage der Stadthalle kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung.