Regiopolregion Bielefeld


Warum es die Regiopolregion weit bringen wird

Kommunen sind die entscheidenden „Spielmacher” in der Entwicklung ihrer Städte und Gemeinden. Aufgrund der oftmals angespannten kommunalen Haushaltslage, wird es jedoch zunehmend schwieriger, echte Gestaltungsspielräume zu sichern und aktiv zu nutzen. Um die eigene Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten und möglichst noch auszubauen, gewinnen Allianzen zwischen Städten an Bedeutung. Die Zusammenarbeit hat dabei stets das Ziel, bessere Leistungen für die Einwohnerinnen und Einwohner anzubieten oder/und weniger Kosten zu verursachen.

Diesem Ansatz folgend, arbeitet die Stadt Bielefeld seit dem Jahr 2016 gemeinsam mit zehn angrenzenden Partnerkommunen im Rahmen der Regiopolregion Bielefeld daran, die interkommunale Zusammenarbeit voranzutreiben. Eingebettet in die Gesamtregion Ostwestfalen-Lippe sollen hier Wege erprobt werden, die gemeindeübergreifende Kooperation weiter zu intensivieren.

Kontakt

Stadt Bielefeld
Büro Oberbürgermeister
Andreas Hubalek
Tel. 0521 51-2010
E-MailE-Mail




Drei Fragen an den Bielefelder Oberbürgermeister

› Welche Ziele hat die Regiopolregion, Herr Clausen?
 Eine starke Triebfeder der Regiopolregion ist die Absicht, unsere Stellung als Investitions-, Bildungs- und Wohnstandort dauerhaft abzusichern. Gemeinsam sind wir da einfach stärker aufgestellt.

› Welche Vorteile hat eine Regiopolregion für die Menschen, die in ihr leben?
 Die Kooperation im Städteverbund soll dazu beitragen, dass wir für alle Einwohnerinnen und Einwohner ein bedarfsgerechtes kommunales Angebotsspektrum aufrechterhalten können. Durch den Ausbau von Synergien schaffen wir zudem Spielräume, für die gemeinsame Weiterentwicklung freiwilliger Leistungen, z.B. in den Feldern Kultur, Sport oder Soziales.

› Was bringt die Regiopolregion im Standortwettbewerb?
 Um im direkten Vergleich mit den Metropolräumen an Rhein und Ruhr, aber auch Hannover, Hamburg und Berlin nicht ins Hintertreffen zu geraten, bedarf es ganz erheblicher Anstrengungen. Über die Zusammenarbeit können wir z.B. Fachkräften oder Unternehmen vermitteln, dass sie hier eine attraktive ländliche Urbanität vorfinden, die mit ihrer hohen Lebensqualität ausgesprochen zukunftsfähig ist."



Was eine Regiopolregion ausmacht – wissenschaftlich gesehen

Unter einer Regiopolregion wird ein sogenannter „funktionaler Verflechtungsraum” verstanden, der sich außerhalb des Einzugsgebiets einer Metropole wie Hamburg oder München befindet. Ihr Kern ist typischer Weise eine kleinere Großstadt mit mindestens 100.000 Einwohnern. Dieses als Regiopole bezeichnete Zentrum übernimmt wichtige Entwicklungs- und Versorgungsfunktionen für ihr Umfeld. Dazu zählt die Bereitstellung spezialisierter Angebote in Bereichen wie Bildung, Kultur, Gesundheit, Einkauf oder Verkehr sowie die Sicherung der überregionalen Wahrnehmung.

Die besondere Bedeutung von Regiopolräumen und Regiopolen für ihr Umfeld wird inzwischen auch in der Raumordnung auf Bundesebene wahrgenommen. In der Vergangenheit unterschied man, vereinfacht gesagt, nur zwischen Metropolbereichen und dem ländlichen Raum, so ist das Bild inzwischen differenzierter. Initiativen, wie die der elf Regiopolpartner, werden begrüßt und als förderungswürdig eingestuft.