Flächenbeschreibung und Teilnehmerkreis


Wo fängt sie an, die Regiopolregion – und wo hört sie auf?

Die ostwestfälisch-lippische Regiopolregion mit der Regiopole Bielefeld liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens und bildet den größten Verdichtungsraum des Regierungsbezirks Detmold beziehungsweise Ostwestfalen-Lippes. In der Regiopolregion organisiert sind die Kommunen Bielefeld, Gütersloh, Herford, Bad Salzuflen, Halle (Westf.), Steinhagen, Enger, Oerlinghausen, Leopoldshöhe, Spenge und Werther (Westf.). Projektbezogen wird die Zusammenarbeit über diesen Kreis hinaus erweitert.

Eine Besonderheit der Regiopolregion stellt ihre Raumstruktur dar. Während die Regiopolräume rund um Münster, Paderborn, Siegen oder Rostock ein ausgeprägtes Stadt-Land-Gefälle aufweisen, gibt es hier insbesondere mit den größeren Standorten Gütersloh, Herford und Bad Salzuflen leistungsstarke Partner, die gemeinsam mit Bielefeld das „Gesicht” der Region prägen.


Zahlen und Fakten

In dem rund 860 km² großen Regiopolraum leben zirka 660.000 Menschen. Er umfasst 13 Prozent der Fläche und 33 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner des Regierungsbezirks Detmold.

Wirtschaft: Die Unternehmen in der Regiopolregion haben maßgeblichen Anteil daran, dass Ostwestfalen-Lippe eine der zukunftsfähigsten Wirtschaftsregionen Deutschlands ist. Unternehmertum mit Bodenhaftung und Innovationsfreude kombiniert mit der exzellenten verkehrlichen Anbindung schaffen den Nährboden für Wachstum und Gründungen. Hieraus resultiert ein starker Branchenmix mit einem Schwerpunkt im verarbeitenden Gewerbe. Angeführt wird der breite Mittelstand von vielen Hidden Champions und einer Reihe international bekannter Konzerne wie Bertelsmann, Dr. Oetker oder Miele. Insgesamt arbeiten rund 290.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den Unternehmen in den elf Partnerkommunen.

Bildung: In der Bildungsregion nehmen acht Hochschulen ihre Aufgabe als Zentren der Lehre und Forschung war. Der Standort Bielefeld ist dabei von herausragender Bedeutung als Ort der Wissenschaft und bei der Ausbildung von Fach- und Führungskräften für Unternehmen und Einrichtungen – auch weit über die Grenzen der Region hinaus. Insgesamt zählen die Hochschulen im Regiopolraum knapp 40.000 Studierende. Bundesweite Bedeutung als „Think Tank” haben sowohl die Bertelsmann Stiftung als auch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE).

Kultur und Events: Neben überregionalen Highlights wie dem Museum für zeitgenössische Kunst „Marta” in Herford oder der Kunsthalle Bielefeld können in den elf Kommunen rund 40 Museen und Ausstellungen besucht werden. Gesang, Tanz und Schauspiel werden auf etwa 25 Bühnen in der Region geboten.
Jede Partnerkommune bietet darüber hinaus ein vielfältiges Spektrum an Veranstaltungs-Highlights

Freizeit und Sport: Der Sport ist schon seit Jahren ein verbindendes Element der Regiopolregion. So vertritt der DSC Arminia Bielefeld als „Club der Ostwestfalen” die Region im Profifußball. Die Gerry Weber Open sind eines der Highlights im deutschen Tenniskalender und der Hermannslauf begeistert jedes Jahr tausende Hobbyläufer und noch mehr Zuschauer entlang der Strecke.
Auch abseits des Spitzensports sind zahlreiche Teams in höherklassigen Ligen unterwegs. Ebenso ist der Breitensport in der Regiopolregion mit seinen Vereinen und tausenden aktiven Mitgliedern hervorragend aufgestellt.

Gesundheit und Soziales: Der Kurort Bad Salzuflen genießt einen hervorragenden Ruf als Reha-Standort weit über die Region hinaus. Zudem sind in der Regiopolregion rund ein Dutzend Akutklinik-Standorte zu finden.
Auch in den Sektoren Gesundheit und Soziales sind leistungsfähige Einrichtungen aktiv. Aus den vielen sozialen Trägern ragen die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und das Evangelische Johanneswerk mit ihrer bundes- und teilweise europaweiten Reputation heraus.
Mittelfristig wird Bielefeld mit einer medizinischen Fakultät an der Universität zum Ausbildungszentrum für Mediziner.