LKW behindert Rettungswagen

Heute Morgen (29. August) um kurz nach 10 wurde der Rettungsdienst der Bielefelder Feuerwehr zu einem Einsatz in der Kurzen Straße gerufen. Grund war ein Kreislaufstillstand. Deswegen wurde durch die Leitstelle sofort eine Telefonreanimation eingeleitet. Mit dem Rettungswagen und dem Notarzt wurden auch die mobilen Retter alarmiert.

Auf der Anfahrt zum Einsatzort wurde der Rettungswagen in der Kurzen Straße durch einen LKW blockiert. Der Fahrer weigerte sich trotz Blaulicht und persönlicher Aufforderung der Einsatzkräfte mit den Worten „ihr könnt auch andersherum anfahren” den Rettungsweg freizumachen. Den Rettungskräften blieb nichts Anderes übrig, als die letzten knapp 300 Meter mit allen notwendigen Geräten zu Fuß zum Patienten zu laufen. Dadurch verzögerte sich das Eintreffen der Rettungskräfte mit wichtigen Geräten und Medikamenten. Das Zurücksetzen des Rettungswagens hätte zu einer noch größeren Zeitverzögerung geführt. Der zwischenzeitlich angeforderte mobile Retter musste deshalb noch längere Zeit die Reanimation alleine durchführen. Durch die Straßenblockade durch den LKW musste für den notwendigen Transport des Patienten umgehend ein zweiter Rettungswagen angefordert werden.

Die hinzugerufene Polizei hat eine Anzeige aufgenommen, der Fahrer muss mit einem Führerscheinentzug und einer höheren Geldstrafe rechnen.

Der Patient wurde unter fortlaufender Reanimation in eine Bielefelder Klinik transportiert. Ob der verspätete Einsatz der Rettungskräfte Auswirkungen auf den Gesundheitszustand hat, ist nicht bekannt.