Wohnungsmarktbarometer 2019


Das Wohnungsmarktbarometer 2019 zeigt die aktuelle Einschätzung des Bielefelder Marktes aus Sicht der Fachöffentlichkeit.

Für die 19. Ausgabe des Wohnungsmarktbarometers der Stadt Bielefeld wurden im Frühjahr 2019 über 150 Akteure, die am Bielefelder Wohnungsmarkt aktiv sind, per E-Mail befragt. Als klarer Trend zeichnet sich weiterhin eine hohe Marktanspannung bei günstigen Wohnungen ab.

Keine Entspannung in Sicht

Bild in neuem Fenster anzeigenAbbildung: Einschätzung der Bielefelder Marktlage 2010 bis 2019 und Prognose bis 2022

Seit Jahren herrscht am Bielefelder Wohnungsmarkt hohe Marktanspannung.
Vier Jahre hintereinander verbleiben das untere (< 6,50 €/m²) und öffentlich geförderte Mietpreissegment in sehr angespannter Bewertung. Die hohe Anspannung wird hier bis 2022 auf dem gleichen Niveau eingeschätzt, was mit sehr geringem Angebot von diesen Mietwohnungen verbunden ist.
Auch im mittleren Mietpreissegment (6,50 €/m² bis 9,50 €/m²) gibt es seit 2016 nur ein geringes Angebot am Markt.
Das Segment der Eigenheime wird 2019 im Vergleich zu den Vorjahren angespannter beurteilt. Ob hier der erwartete leichte Entspannungstrend bis 2022 eintritt, bleibt abzuwarten.
Die Eigentumswohnungen haben einen geringen Rückgang vom relativ angespannten Niveau zu verzeichnen und werden für die kommenden drei Jahre mit leicht abnehmender Tendenz eingeschätzt.
Das obere Mietpreissegment wird meist ausgewogen bewertet und mit einem leichten Trend nach oben für die nächsten Jahre prognostiziert.

Leerstände und Fluktuation

Bild in neuem Fenster anzeigenAbildung: Leerstände und Fluktuation bei Wohnungsunternehmen

Die am Bielefelder Markt aktiven Wohnungsunternehmen und Wohnungsbaugenossenschaften wurden auch in 2019 zu ihren Wohnungsbeständen, Leerständen und zur Fluktuation befragt.
Das Ergebnis bestätigt zum wiederholten Male die Anspannung am Mietwohnungsmarkt sehr deutlich.
Die Leerstandsquote des ausgewerteten Wohnungsbestandes der Unternehmen bleibt mit nur 0,3 Prozent weiterhin sehr niedrig.
Außerdem weist die durchschnittliche Fluktuation bei den befragten Unternehmen einen niedrigen Wert von 7,1 Prozent auf. Im öffentlich geförderten Wohnungsbestand liegt der Wert jetzt bei 5,5 Prozent.
Der Wohnungsbestand der Unternehmen und Genossenschaften, die sich am Barometer beteiligt haben, beläuft sich auf rd. 25.600 Wohneinheiten (WE). Für ca. 8.100 dieser Wohnungen bestehen öffentliche Bindungen. Rd. 4.600 WE sind energetisch saniert. Barrierefrei ausgestattet sind rd. 3.500 WE, dazu gibt es rd. 1.900 barrierearme WE.

Wohnraumbedarf im unteren Preissegment

Zur Bewältigung des zusätzlichen Wohnraumbedarfs im unteren Preissegment halten zwei Drittel der Befragten schnellere B-Plan-Verfahren für notwendig. Je 65 Prozent setzen auf mehr Bauland und konsequente Nutzung der vorhandenen Flächenpotentiale, um schnell Wohnraum im unteren Preissegment zu schaffen. 57 Prozent wünschen sich die Beschleunigung des Baugenehmigungsverfahrens.
Die meisten Befragten sehen das größte Potential in der Realisierung von Wohnobjekten mit einem Mix aus öffentlich geförderten und frei finanzierten Miet- bzw. Eigentumswohnungen.



Anzeige
Traumwohnung finden mit Immobilien Scout 24

Kontakt

Bauamt
Eduard Knaak
Zimmer E 83
August-Bebel-Straße 92
33602 Bielefeld
Tel. 0521 51-5272
Fax 0521 51-3206
E-MailE-Mail