Wohnungsmarktbarometer 2020

Das Wohnungsmarktbarometer 2020 zeigt die aktuelle Einschätzung des Bielefelder Marktes aus Sicht der Fachöffentlichkeit.

Für die 20. Ausgabe des Wohnungsmarktbarometers der Stadt Bielefeld wurden im Frühjahr 2020 über 100 Akteure, die am Bielefelder Wohnungsmarkt aktiv sind, per E-Mail befragt. Als klarer Trend zeichnet sich weiterhin eine hohe Marktanspannung bei günstigen Wohnungen und zunehmend auch bei Eigenheimen ab.

Langjährige Marktanspannung

Abbildung: Einschätzung der Bielefelder Marktlage 2011 bis 2020 und Prognose bis 2023

Inzwischen muss man von hoher und langjähriger Marktanspannung am Bielefelder Wohnungsmarkt sprechen. Von dieser über 10-jährigen Entwicklung sind alle Marktsegmente betroffen, außer dem oberen Mietpreisniveau. Seit nun 5 Jahren in Folge wird für das untere (<6,50 €/m²) und das öffentlich geförderte Mietpreissegment sehr angespannte Bewertung vergeben. Die hohe Anspannung wird hier bis 2023 auf dem gleichen Niveau eingeschätzt. Dies ist mit einem sehr geringen Angebot in dem Segment verbunden. Ebenso das mittlere Mietpreissegment (je nach Baualter 6,50 €/m² bis 9,50 €/m²) bleibt weiterhin angespannt mit geringem Angebot am Markt.
Die Anspannung im Segment der Eigenheime nimmt 2020 das dritte Jahr in Folge deutlich zu und bewegt sich weiter in Richtung des sehr angespannten Bereichs. Der Markt der Eigentumswohnungen stellt sich aktuell ebenfalls angespannter als im Vorjahr dar und erreicht unverkennbar erstmals das angespannte Niveau.
Das einzige Marktsegment, das als ausgewogen bewertet wird, ist das obere Mietpreissegment mit ähnlich gleichbleibendem Trend.

Leerstände und Fluktuation

Abbildung: Einschätzung der Bielefelder Marktlage 2011 bis 2020 und Prognose bis 2023

Die am Bielefelder Markt aktiven Wohnungsunternehmen und Wohnungsbaugenossenschaften wurden auch in 2020 zu ihren Wohnungsbeständen, Leerständen und zur Fluktuation befragt. Das Ergebnis bestätigt zum wiederholten Male die Anspannung am Mietwohnungsmarkt sehr deutlich. Die Leerstandsquote des ausgewerteten Wohnungsbestandes der Unternehmen fällt auf 0,2 Prozent ab und ist weiterhin sehr niedrig. Außerdem sinkt die durchschnittliche Fluktuation bei den befragten Unternehmen auf lediglich 5,7 Prozent ab. Im öffentlich geförderten Wohnungsbestand liegt der Wert aktuell nur noch bei 3,5 Prozent.



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