Schutz vor Corona: Bielefelder Rettungsdienst mit Maske und Schutzbrille im Einsatz

25.03.2020

Bielefeld (bi)

Die steigende Anzahl der an COVID-19 erkrankten Personen hat den Bielefelder Rettungsdienst dazu veranlasst, die Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden und Patienten zu erhöhen.

Es kommt zunehmend häufiger vor, dass der Rettungsdienst auf Patienten mit Verdacht auf COVID-19 stößt, ohne dass diese Problematik trotz der strukturierten gezielten Notrufabfrage durch die Leitstellenmitarbeiter aus der Notrufmeldung hervorging. Aus diesem Grund tragen die Rettungsdienstler in der aktuellen Lage bei allen Einsätzen zu sogenannten Internen Notfällen grundsätzlich eine Atemwegsschutzmaske und eine Schutzbrille. Auch der Patient bekommt als eine der ersten Maßnahmen eine Schutzmaske aufgesetzt, da die 2m-Abstandsregel im Rahmen der Notfallversorgung nicht eingehalten werden kann.

Handelt es sich nach der ersten Untersuchung um keinen COVID-19-Verdachtsfall, können die Masken wieder abgenommen werden. Stellt sich ein begründeter Verdacht auf COVID-19 heraus, oder war dieses schon aus der Notrufmeldung ersichtlich, so schützen sich die Retter mit einem zusätzlichen Schutzanzug.

Da es sich bei dem Erreger um einen hoch infektiösen Virus handelt, sind diese Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Notfallversorgung durch den Rettungsdienst unverzichtbar. Die besondere Problematik des Rettungsdienstes besteht darin, dass oft kurz hintereinander Patienten in den Fahrzeugen behandelt und transportiert werden. Außerdem ist der Kontakt zwischen dem Rettungsdienstpersonal und den Patienten oft sehr eng, was eine Übertragung des Virus auf die Rettungsdienstmitarbeiter begünstigt.

Einer Übertragung durch die Kontaktflächen in den Fahrzeugen auf andere Patienten wird dadurch verhindert, dass die Fahrzeuge im Anschluss an den Einsatz desinfiziert werden.

Die besonderen Schutzmaßnahmen sind mit dem Gesundheitsamt abgestimmt und werden solange wie nötig aufrechterhalten.