Verwaltung empfiehlt dem Rat Soforthilfe für die Bielefelder Schullandheime

27.08.2020

Bielefeld (bi)

Gute Nachricht für die Bielefelder Schullandheime auf den ostfriesischen Inseln: Weil wegen Corona keine Schulklassen und kaum andere Gäste in den Herbergen übernachten, klafft in den Kassen ein großes Loch. Die Verwaltung schlägt dem Rat nun vor, jede der vier Einrichtungen – das Schullandheim Ratsgymnasium und das Schullandheim Osningschule auf Langeoog, das Schullandheim Bielefelder Haus auf Wangerooge und das Schullandheim Ceciliengymnasium auf Spiekeroog - mit einer einmaligen Soforthilfe von 30.000 Euro zu unterstützen, um so die allergrößte Not zu lindern.

„Schullandheime finanzieren sich zu über 90 Prozent aus Mieteinnahmen. Wenn die quasi komplett wegbrechen, wird die Situation kritisch. Da wollen wir unterstützen“, sagt Oberbürgermeister Pit Clausen. Die Heime hätten in der Bildungslandschaft eine wichtige Aufgabe bei der Vermittlung sozialen Lernens und dem Kennenlernen und Erleben von Natur und Umwelt. „Generationen von Bielefelder Schülerinnen und Schülern sind in den Genuss dieses spannenden Unterrichts an der Nordsee gekommen – und das soll auch in der Zukunft so bleiben“, so Clausen.

Hintergrund

Einstimmig hatten die Mitglieder des Rates in der Sitzung im Mai die Verwaltung beauftragt, Kontakt zu den ehrenamtlichen Trägervereinen aufzunehmen und die aktuelle Situation auszuloten.