Pflegschaften

Unter einer Pflegschaft ist die Übertragung von Teilen der elterlichen Sorge auf einen Dritten zu verstehen.

Eine Pflegschaft setzt ein familiengerichtliches Verfahren voraus. In diesem Verfahren entzieht das Familiengericht den Eltern einen bestimmten Teil der elterlichen Sorge beispielsweise die Gesundheitsfürsorge, das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Der Teil der elterlichen Sorge wird auf einen Pfleger oder auch Ergänzungspfleger übertragen. Als Ergänzungspfleger können Einzelpersonen (z.B. Verwandte), Berufsvormünder (z.B. Rechtsanwälte), Vormundschaftsvereine, aber auch das Jugendamt eingesetzt werden.

Häufig wird das Jugendamt zum Ergänzungspfleger bestellt, beispielsweise auch für die Vertretung eines Kindes in einem Abstammungsverfahren. Als Abstammungsverfahren wird ein familiengerichtliches Verfahren bezeichnet, in dem geklärt wird, wer Vater eines Kindes ist oder nicht ist. Das Verfahren wird in der Regel durch einen Elternteil oder von der Person, die sich für den Vater hält, eingeleitet. Da die Eltern in einem solchen Verfahren an der Vertretung des Kindes aufgrund einer Interessenkollision gehindert sind, wird ein Ergänzungspfleger bestellt. Der Ergänzungspfleger vertritt das Kind in dem Verfahren als rechtlicher Vertreter und bringt die Interessen des Kindes in das Verfahren ein.

Weitere Informationen

Sie sind zum Ergänzungspfleger eines Kindes bestellt und haben Fragen zu Ihren Rechten und Pflichten bzw. wie Sie das Ihnen anvertraute Kind am besten vertreten? (Ansprechpartner siehe Kontakt)




Kontakt

Amt für Jugend und Familie
- Jugendamt -
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