Grundstücksmarktbericht: Immobilienpreise legen weiter zu

Umsätze knapp 1 Milliarde Euro
Juli 2020
Auch in Bielefeld steigen die Preise am Immobilienmarkt weiterhin. Die Stadt unternimmt vielfältige Anstrengungen, das Angebot zu vergrößern, z.B. mit Hilfe der Baulandstrategie. Sie will stärker in den Markt eingreifen. Es soll nur noch neues Bauland geben, wenn die Stadt zu mindestens für die Hälfte der Flächen Eigetümerin wird.

Für Akteur*innen am Grundstücksmarkt und alle Interessierten veröffentlicht der Gutachterausschuss den Grundstücksmarktbericht 2020 mit den aktuellen Zahlen und Marktbeoachtungsergebnissen. Der Bericht ist das abgestimmte und beschlossene Ergebnis der Auswertung aller erfolgten Immobilientransaktionen auf Bielefelder Stadtgebiet.

Zur Auswertung lagen aus dem vergangenen Jahr rund 3186 Kaufverträge vor und damit eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Hieraus ergab sich ein generiertes Umsatzvolumen von rund 966 Millionen Euro. Die "Antreiber" sind seit jeher die bebauten Grundstücke und das Wohnungseigentum, die auch von der Anzahl her über Jahre hinweg den größten Anteil ausmachen.

Diese Entwicklung zeigt, dass die Nachfrage nach Immobilien deutlich über dem zu Verfügung stehenden Angebot liegt und so die Preise treibt. Die Corona-Pandemie zeigt bis dato noch keine Auswirkungen auf den Bielefelder Immobilienmarkt. Das Virus kann aber über den weiteren Jahresverlauf und darüber hinaus durchaus das Preisgefüge verändern. Sowohl preistreibende als auch preisdämpfende Faktoren werden debattiert. Preisdämpfend wird sich die Rezession als Folge einer geminderten Wirtschaftskraft auswirken. Aber inmitten der "Niedrigzinsen" gibt es nach wie vor kaum bessere Alternativen zu Immobilien.

Die Hauptaufgabe des Grundstücksmarktberichts 2020 ist für Markttransparenz zu sorgen. So enthält auch dieser maßgebliche Aussagen und Daten, die zur Grundstückswertermittlung in Bielefeld relevant sind und die Grundlage für Bewertungsfragen sind.


Die Einzelergebnisse in Stichpunkten

Datenbasis 3186 eingegangene Kaufverträge:
  • Die größten finanziellen Transaktionen im Jahre 2019 wurden in Bielefeld-Mitte getätigt, aber auch im angrenzenden Bereich.
  • Gewerbeflächen wurden mit einem erhöhten Preisniveau von rd. 9% gehandelt.
  • Beim individuellen Wohnungsbau wurde eine rückläufige Tendenz, im Gegensatz dazu im Geschosswohnungsbau eine Steigerung von rd. 18 Prozent bei unbebauten Grundstücken ermittelt.
  • Das Preisniveau für das Ein- bzw. Zweifamilienhaus ist im Durchschnitt um 10 Prozent gestiegen.
  • Bei Eigentumswohnungen wurde eine erhöhte Preisentwicklung im Weiterverkauf um rund 8 Prozent und im Neubau um 7 Prozent festgestellt.
  • Eine neue Doppelhaushälfte kostet im Durchschnitt rund 425.000 Euro, eine gebrauchte rund 335.000 Euro in normaler Wohnlage. Je nach Lage können die angegebenen Werte natürlich schwanken.


Weitere Angebote des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Bielefeld sind ebenfalls kostenfrei nutzbar unter Externer Linkwww.gutachterausschuss.bielefel.de

Einen Überblick und die gezielte Auskunft über die Bodenrichtwerte in den verschiedenen Lagen für unbebautes, baureifes Land finden Sie gebührenfrei unter Externer Linkwww.gutachterausschuss.bielefel.de oder Externer Linkwww.boris.nrw.de.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Internet unter
Externer Linkwww.gutachterausschuss.nrw.de und
Externer Linkwww.immobilienmarktbericht-deutschland.info.



Kontakt

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in der Stadt Bielefeld
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Tel. 0521 51-2676
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Die gedruckte Version kann ab sofort gegen eine Gebühr von 46 Euro in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses erworben werden.