Schuldenbericht 2019

Mit dem Schuldenbericht soll ein Überblick über den Stand und die Entwicklung der Kreditverbindlichkeiten bei der Stadt Bielefeld im Jahr 2019 gegeben werden.

Das Volumen an Investitionskrediten bei der Stadt Bielefeld (Kernhaushalt und Sondervermögen) ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Es beträgt per 31.12.2019 493,068 Mio. Euro und damit 9,099 Mio. Euro weniger im Vergleich zum Vorjahresstichtag. Notwendige Kreditaufnahmen in Höhe von 36,475 Mio. Euro konnten durch Tilgungen in Höhe von 45,574 Mio. Euro überkompensiert werden.

Die im Rahmen von Konzernfinanzierung aufgenommenen und an Tochterunternehmen weitergegebenen Kommunal- und Schuldscheindarlehen blieben in etwa der gleichen Höhe bestehen.
Das Volumen der Kredite zur Liquiditätssicherung ist seit 2008 stetig gestiegen bis zu einem Höchstbetrag von 539,503 Mio. zum 31.12.2015. Unterjährig war es sogar noch deutlich höher. Zum Stichtag 31.12.2019 wurden zur Sicherung der Liquidität für den Kernhaushalt Liquiditätskredite in Höhe von 229,606 Mio. Euro aufgenommen. Der Ermächtigungsrahmen von 600,000 Mio. Euro wurde damit zu 38,27 Prozent ausgeschöpft.

Aufgrund der positiven Entwicklung der Ertragslage und dem positiven Einfluss getroffener Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen wird mit einer weiterhin positiven Entwicklung der Höhe des Liquiditätskreditbedarfs gerechnet. Für das Haushaltsjahr 2020 konnte deshalb bereits der Höchstbetrag der Liquiditätskredite für den Kernhaushalt auf 450,000 Mio. Euro gesenkt werden. Positiv ist nach wie vor das niedrige Zinsniveau. Der Zinsaufwand für die erforderlichen Liquiditätskredite ist weiter relativ niedrig, da dieser lediglich die fest vereinbarten Zinszahlungen für die Städteanleihe und die Schuldscheindarlehen umfasst.