Aktuelles


Neue Optik für mehr Sicherheit

Ehlentruper Weg jetzt mit Fahrradstraßen-Piktogramm

10.09.2020
Radfahrerin auf dem Ehlentruper Weg
Schon seit 1998 sind Teile des Ehlentruper Weges als Fahrradstraße ausgeschildert, täglich nutzen viele Radfahrende diese Alternative zur Detmolder Straße auf ihrem Weg in die Innenstadt und zurück. Jetzt hat der Ehlentruper Weg als Fahrradstraße eine neue Optik. Es wurden symbolisch übergroße Fahrradstraßenpiktogramme auf der Fahrbahn des Ehlentruper Weges aufgebracht, um zu signalisieren: Hier hat der Radverkehr Vorrang!

Die Gestaltung der bisherigen Fahrradstraße ist heute nicht mehr zeitgemäß. Lediglich Schilder und Fahrradpiktogramme weisen auf existierende Verkehrsregelung hin. Es ist für Kfz-Fahrende wenig Platz, um entgegenkommenden Radfahrenden auszuweichen. Zudem wird die Strecke auch von Autofahrenden als Ausweichstrecke befahren.

Aktuell erarbeitet die Verwaltung daher zusammen mit der Strategiegruppe Rad und dem Radentscheid entsprechende Gestaltungsstandards für Fahrradstraßen, der Ehlentruper Weg wird der erste Anwendungsfall werden.

Vorteil einer Fahrradstraße

In einer Fahrradstraße dürfen Radfahrende explizit auch nebeneinander fahren und Kfz-Verkehr wird nur ausnahmsweise zugelassen. Der Radverkehr gibt die Geschwindigkeit vor, ansonsten gilt die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Das Überholen von Radfahrenden ist für Kfz-Fahrende wie überall sonst nur mit einem Abstand von 1,50 Metern erlaubt.

Planungen

Die neuen Piktogramme sind nur der erste Schritt hin zu einer funktionierenden Fahrradstraße. Die Bevorrechtigung des Ehlentruper Weges an untergeordneten Knoten, um die Rechts-vor-links-Regelung aufzuheben und den Radverkehr zu beschleunigen soll mit einer Unterbindung des Kfz-Durchgangsverkehrs kombiniert werden. Die Flächen für den ruhenden Verkehr wer-den überprüft, ebenso die Ausweitung der Fahrradstraße und die Errichtung von Fahrradabstellmöglichkeiten.

Ziel ist eine durchgehende Radhauptverbindung von Stieghorst bis in die Innenstadt, auf der komfortabel, zügig und sicher Rad gefahren werden kann. Passend dazu starten dieses Jahr auch die Arbeiten an der Radverbindung entlang des Linie3-Grünzugs.

Auf dem Ehlentruper Weg sind nach aktuellen Zählungen in der Spitze 2400 Radler an Markttagen und im Schnitt 1500 an Wochentagen über den gesamten Verlauf der Fahrradstraße unterwegs. In Rich-tung Innenstadt gibt es eine stetige Zunahme. Daher gibt es auch einen politischen Beschluss zur Prüfung einer durchgehenden Radverbindung bis zum Niederwall.

Von Anwohner*innen und Anlieger*innen des Ehlentruper Weges hat das Amt für Verkehr schon zahlreiche Hinweise erhalten, nach Erarbeitung der generellen Standards für Fahrradstraßen möchte die Verwaltung zusätzlich aktiv in den Dialog treten. Es sollen gemeinsam Ideen für den Ehlentruper Weg gesammelt und gegebenenfalls probeweise umgesetzt werden.



Radentscheid

Öffentlich-rechtlicher Vertrag mit den Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens "Radentscheid Bielefeld"
Foto von links nach rechts: Oberbürgermeister Pit Clausen, Pip Cozens, Claudia Böhm und Michael Schem
Vertrag unterschrieben: elf gemeinsame Ziele für einen besseren Radverkehr

Die Tinte ist trocken: Oberbürgermeister Pit Clausen und Vertreter*innen der Initiative Radentscheid Bielefeld – Claudia Böhm, Michael Schem und Pip Cozens - haben jetzt ihre Unterschriften unter einen öffentlich-rechtlichen Vertrag gesetzt. Dieser enthält elf Ziele, durch die der Radverkehr in der Stadt gestärkt werden soll. „Dieser Vertrag ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer besseren Rad-Infrastruktur”, sagte Pit Clausen. Ihn freue es besonders, dass Stadt und Radentscheid diesen Weg nun gemeinsam gehen würden. „Im nächsten Schritt wird sich nun eine Arbeitsgruppe intensiver mit den elf Zielen beschäftigen. Die Planung der konkreten Projekte vor Ort wird weiterhin von den politischen Gremien übernommen”, so Clausen.