Gut zu wissen…

Mit dem Fahrrad kann man fast überall fahren. Doch welcher Weg ist der richtige? Und wo darf man fahren und wo nicht?

Radfahrstreifen

Radfahrstreifen sind durch eine breite, durchgezogene weiße Linie von der Fahrbahn getrennt und entweder rot eingefärbt oder mit Fahrradpiktogrammen gekennzeichnet. Radfahrstreifen stehen ausschließlich dem Radverkehr zur Verfügung, motorisierter Verkehr darf auf ihnen nicht fahren, halten oder parken. Das Radfahren in Gegenrichtung ist nicht erlaubt. An Ampeln fahren Radfahrer nach den Signalen für den Autoverkehr, soweit nicht eigene Signale aufgestellt sind.

Schutzstreifen

Schutzstreifen sind als Teil der Fahrbahn mit einer schmalen, unterbrochenen weißen Linie markiert und mit Fahrradpiktogrammen gekennzeichnet. Das Radfahren in Gegenrichtung ist nicht zulässig. Motorisierter Verkehr darf auf Schutzstreifen nicht parken und nur ausnahmsweise fahren, z.B. bei Begegnungsverkehr in einer engen Straße oder um einen Parkplatz zu erreichen. Halten bis zu drei Minuten ist auf Schutzstreifen zulässig. An Ampeln fahren Radfahrer nach den Signalen für den Autoverkehr.


Bauliche Radwege

Bauliche Radwege verlaufen neben oder abseits der Fahrbahn und sind überwiegend durch Borde oder Grünstreifen von dieser getrennt. Oftmals sind sie als gemeinsame oder getrennte Geh-und Radwege angelegt. Innerorts sind die Radwege meistens rötlich gepflastert, außerorts überwiegend asphaltiert. Zu erkennen sind die Radwege an der blau-weißen Beschilderung, aufgebrachten Piktogrammen oder der rötlichen Pflasterung. An Ampeln fahren Radfahrer nach den Signalen für den Radverkehr. Fehlen diese, fährt man nach den Signalen für den Kfz-Verkehr.


Radfahrende Kinder

Für radfahrende Kinder gelten spezielle Regelungen. Bis zum 8.Geburtstag müssen Kinder den Gehweg benutzen. Ist ein baulicher Radweg vorhanden, dürfen sie auch auf diesem fahren, aber nicht auf Radfahrstreifen oder Schutzstreifen. Kinder bis zum 8.Geburtstag dürfen von einer Aufsichtsperson ab 16 Jahre mit eigenem Fahrrad begleitet werden. Bis zum 10. Geburtstag dürfen Kinder den Gehweg benutzen. Beim Fahren auf dem Gehweg muss auf Fußgänger Rücksicht genommen werden. An Kreuzungen und Einmündungen müssen Kinder absteigen und das Fahrrad schieben. Dies gilt auch für die Aufsichtsperson.


Einbahnstraßen

Wo dies entsprechend beschildert ist, dürfen Radfahrer die Einbahnstraße in Gegenrichtung benutzen. Radfahrende sind hier gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer, so dass entgegenkommende Fahrzeuge Rücksicht nehmen müssen.

Fahrradstraße

Eine Fahrradstraße ist eine ausdrücklich für Radfahrer vorgesehene Straße. Sie haben hier Vorrang und dürfen nebeneinander fahren. Andere Fahrzeuge dürfen die Straße nur benutzen, wenn sie per Zusatzschild ausdrücklich zugelassen sind. Die anderen Fahrzeuge müssen sich dem Tempo des Radverkehrs anpassen. Als Höchstgeschwindigkeit gilt für alle Tempo 30. Radfahrende Kinder unter 8 Jahren müssen auch in einer Fahrradstraße auf dem Gehweg fahren.



Fußgängerzone

In den Fußgängerzonen der Bielefelder Innenstadt ist das Radfahren nur in der Zeit zwischen 20.00 Uhr und 9.00 Uhr gestattet. Dabei müssen Radfahrer auf die Fußgänger Rücksicht nehmen und dürfen diese weder gefährden noch behindern. Es darf nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden und wenn nötig muss der Radverkehr warten.



Kontakt

Amt für Verkehr
Gabriele Weber
Tel. 0521 51-2988
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