Der „Bielefeld Kaffee“ aus unserer Partnerstadt Estelí in Nicaragua

Die neue Ernte des „Bielefeld Kaffee” aus Estelí ist eingetroffen
Der Startschuss für den Bielefeld Kaffee fiel im November 2012: Eine Delegation der Stadt Bielefeld und des Welthaus Bielefeld nutzte ihren Besuch in Estelí, um die lang gehegte Idee eines Städtepartnerschaftskaffees endlich in die Tat umzusetzen. Mit der Kaffeewelt Eisbrenner wurde in Bielefeld eine Kaffeerösterei gefunden, die als Fairtrade zertifiziertes Unternehmen den Kaffee vor Ort vermarktet. Der Kaffee stammt aus den besten Anbaugebieten Nicaraguas und ist seit 2017 auch Bio-zertifiziert. Die Kaffeebauern erhalten eine Fairtrade Prämie und zusätzlich erhält das Welthaus Bielefeld e.V. 50 Cent für jedes verkaufte Kilo für Projekte in Estelí.
Verkauft wird der Bielefeld Kaffee inzwischen in vielen Geschäften und darüber hinaus bei einigen Betrieben und Cafés und Restaurants ausgeschenkt. Bei Interesse kann sich jeder direkt an die Kaffeewelt Eisbrenner wenden.
Inzwischen wird der Kaffee aus Estelí auch von weiteren Röstern verarbeitet. Dies hat dazu geführt, dass pro Jahr nun ein ganzer Container eingekauft werden kann.

Zukunftstraum: Ein Container an Bielefeld verkaufen

Die ungeschälten Kaffeebohnen werden in der Sonne getrocknet
Fotos: MITKA / Bernd Hashagen
Wenn es weiterhin gelingt, jedes Jahr einen Container Kaffee, etwa 18 Tonnen, als Fair Trade Kaffee zu verkaufen, dann liegen die Einnahmen für jeden Container etwa 15.000 US-Dollar über dem voraussichtlichen Weltmarktpreis. Das würde die Entwicklungschancen für die Kooperativen in Miraflor, die sich immer auch sozial engagieren, nachhaltig verbessern. Gleichzeitig erhalten die Bielefelder Konsumenten einen exzellenten Kaffee. Dafür sorgt die Bielefelder Rösterei Eisbrenner, die den Kaffee in kleinen Chargen röstet und immer frisch verkauft.

Chancen einer lokal verankerten Süd-Nord Allianz

In Esteli sind die Kaffeebauern, die den „Bielefeld Kaffee” anbauen, im örtlichen Dachverband der Kaffeekooperativen „UCA Miraflor”, organisiert. Die „UCA Miraflor”, die dem Kaffee auch ihren Namen gegeben hat, ist in Estelí für die Weiterverarbeitung und Vermarktung des Kaffees zuständig und verteilt die Fair Trade Mehreinnahmen an die einzelnen Kooperativen. Einen kleinen Teil davon bekommt jeder Produzent, während die Kooperative darüber entscheidet, was mit dem verbleibenden Geld geschieht.
Diese Fairtrade Einnahmen sind ein wichtiger Ansporn für die Kooperativen, da dadurch die ökonomische und soziale Entwicklung vorangetrieben wird. Nicht immer gelingt es der „UCA Miraflor” die gesamte Ernte an Fairtrade Importeure zu verkaufen. Dann landet der Kaffee trotz des teuren Zertifikats auf dem konventionellen Markt. Das ist einer der Gründe warum die Möglichkeit, den Kaffee nach Bielefeld zu verkaufen, so wertvoll ist.


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Umweltamt
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Tel. 0521 51-2870
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