Aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit

Billige Produkte haben oft einen hohen Preis
Wenn wir besonders günstig T-Shirts, Orangensaft, Kaffee, Fußbälle oder Spielzeug einkaufen, denken wir nicht über mögliche Ursachen für diese Schnäppchenpreise nach. Ein Grund für sehr günstige Preisangebote kann z.B. sein, dass Kinder an der Herstellung mitgearbeitet haben.

Weltweit arbeiten über 210 Millionen Kinder unter 15 Jahre, fast 90 Prozent zu ausbeuterischen Bedingungen. Die Arbeit ist oft gefährlich und gesundheitsschädigend und die Kinder können in der Regel nicht in die Schule gehen. Weil sie keine Bildungschancen hatten, haben sie dann als Erwachsene auch nur die Möglichkeit als Hilfsarbeiter zu arbeiten, Reicht das Familieneinkommen nicht aus, müssen wiederum die Kinder mitarbeiten, fast immer unter ausbeuterischen Bedingungen. So schließt sich der Teufelskreis, aus dem viele nicht ohne fremde Hilfe ausbrechen können.

Kinder werden zusätzlich gerne eingestellt, weil sie billig sind, sich nicht organisieren können und sich nicht gegen gesundheitsschädigende und gefährliche Arbeitsbedingungen auflehnen.


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Jeder kann Einfluss nehmen
Auch wenn diese Dinge weit weg passieren, so haben wir doch eine große Verantwortung. Durch unser tägliches Konsumverhalten kaufen wir viele Produkte, die auch mit ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt werden: Textilien aus Baumwolle oder Seide, Teppiche, Fußbälle, Kaffee, Tee, Kakao, Orangensaft, Zucker, Krabben, Garnelen, Gold, Natursteine oder auch Spielzeug.

Bei all diesen Produkten ist oft nicht erkennbar, wie sie hergestellt wurden. Daher wurden Kennzeichnungen entwickelt, die garantieren, dass bestimmte Sozialstandards bei der Produktion eingehalten werden.


Was hat fairer Handel mit Kinderarbeit zu tun?
Produkte, die mit den Kennzeichnungen für fairen Handel ausgezeichnet sind, werden eindeutig ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt.

Im Fairen Handel werden bessere Preise als auf dem freien Weltmarkt gezahlt und der Zwischenhandel wird reduziert. Auch vom Fairen Handel kann man nicht reich werden, aber der Erlös ermöglicht den Menschen ein würdevolles Leben aus eigener Arbeit, ohne Kinderarbeit, Ausbeutung und Almosen.

Die Erlöse aus dem Fairen Handel werden so eingesetzt, wie die Produzenten selbst es für sinnvoll halten: als Investitionen für Verarbeitung, Lagerung und Transport, oder in Schulen und für Gesundheitsprojekte.


Weiter:

Ratsbeschlüsse gegen ausbeuterische Kinderarbeit
Ausschließlicher Bezug von Produkten, die nicht mit ausbeuterischer Kinderarbeit
Fairschenk Blumen!
Aktionsbündnis für fairen Blumenhandel in Bielefeld


Für Sie da! Weitere Angebote und Ansprechpartner in Bielefeld

Externer Linkwww.welthaus.de - Engagement für eine gerechte Welt
Externer Linkwww.karibuni-weltladen.de - Fachgeschäft für fairen Handel

Informieren! Weiterführende Quellen

Externer Linkwww.aktiv-gegen-kinderarbeit.de - Wissensdatenbank zum Thema
Externer Linkwww.gepa.de - The Fair Trade Company
Externer Linkwww.transfair.org - Fair Trade Kennzeichnung
Externer Linkwww.goodweave.de - Das RugMark-Siegel für faire Teppiche
Externer Linkwww.fairflowers.de - Flower Label Program (FLP)
Externer Linkwww.saubere-kleidung.de - Mindeststandards
Externer Linkwww.eine-welt-netz-nrw.de - Koordination und Datenbank





Kontakt

Umweltamt
Birgit Reher
Tel. 0521 51-2870
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