2. Bielefelder Netzwerk-Konferenz


Deckblatt vom Programm

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Mit über 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde in der 2. Bielefelder Netzwerk-Konferenz, zu der das Welthaus Bielefeld e.V. und die Stadt Bielefeld gemeinsam eingeladen hatten, intensiv zu der globalen Dimension und lokalen Ansätzen zu den Externer Link17 nachhaltigen Entwicklungszielen der UN (Sustainable Development Goals, SDGs) diskutiert.

Die Referenten Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker und Dr. Luise Steinwachs stellten sehr deutlich heraus, dass mit einem einfachen „weiter so” diese Ziele nicht erreicht werden können und es in vielen Bereichen neuer Ansätze bedarf. Die Vorträge stehen im Download-Bereich zur Verfügung.

In Fünf Fachforen beschäftigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit konkreten zukunftsweisenden Ansätzen aus der Region. Die offenen Fachforen wurden jeweils mit einer Plakatpräsentation eröffnet, aus der anschließend Fragen und Wünsche für die Entwicklung in Bielefeld formuliert wurden. In der abschließenden Podiumsdiskussion analysieren die Referenten mit Oberbürgermeister Pit Clausen die Handlungsoptionen für Bielefeld und stellten heraus, dass Bielefeld eine Stadt mit Vorreiterrolle ist, die sich schon in vielen Themenfeldern auf den Weg gemacht hat.
Denn Bielefeld hat sich als eine der ersten deutschen Städte 2015 mit einem PDF-Dokument  [566 KB]Ratsbeschluss den nachhaltigen Entwicklungszielen verpflichtet und die Selbstverpflichtung des Deutschen Städtetags unterzeichnet.

› Weitere Informationen:
Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung unter Externer Linkwww.bmz.de


Kontakt

Umweltamt
Birgit Reher
Tel. 0521 51-2870
E-MailE-Mail

Welthaus
Ulrike Mann
Tel. 0521 98648-22
E-MailE-Mail


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Nachbetrachtung zur Veranstaltung am 27. November 2013

Die Chancen liegen bei 35 Prozent.
Um die Welt vor dem Kollaps zu bewahren, bleiben noch etwa 15 Jahre Zeit, die Weichen richtig zu stellen. Was dazu getan werden muss und was konkret aus Bielefeld dazu geleistet werden kann, dazu wurde auf der Netzwerk-Konferenz „Globale Zukunft – lokal gestaltet” diskutiert.

Rund 120 Gäste waren der Einladung des Welthaus Bielefeld und dem Umweltamt der Stadt gefolgt. Mit einem fulminanten Vortrag führte Professor Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, in die Herausforderung der „globalen Transformation” ein. Das Zusammenspiel eines immer noch ansteigenden CO²-Ausstoßes, anhaltendem Bevölkerungswachstum und steigendem Wohlstandsverhalten in Ländern wie Indien und China führt unsere Welt, wie wir sie kennen, binnen kurzem an den Rand des Kollaps. Doch immer mehr Menschen würden anfangen sich zu engagieren und umzudenken. Neue technische Möglichkeiten würden ebenfalls Chancen eröffnen. Nur die Politik – national und international – stehe noch auf der Bremse, das würde auch im aktuellen Koalitionsvertrag deutlich. Dem stimmte auch der zweite prominente Redner, Prof. Franz-Josef Radermacher, Mitglied des Club of Rome, zu. Und zog ein wenig optimistisches Fazit: die Chancen für einen vollständigen Kollaps schätze er bei 15 Prozent, für eine gelingende Wende zur Nachhaltigkeit bei 35 Prozent. Am wahrscheinlichsten, so die Aussage der aktuellen Studie des Club of Rome über den Zustand der Erde in 50 Jahren, sei eine massive Verarmung der breiten Mittelschicht durch Verknappung der Rohstoffe und damit sinkenden Wohlstand, die sogenannte Brasilianisierung. Mit diesem Statement ging es in die Workshops, in denen konkrete Ansätze für mehr Nachhaltigkeit in Bielefeld vorgestellt und vernetzt wurden zu den Themenschwerpunkten „Verantwortliches Handeln als Unternehmenskultur”, Nachhaltiger Umgang mit Kapital”, Faire Produktion und faire Beschaffung” und „Zuhören – gestalten – erlebbar machen”. „Bleiben Sie dran”, ermutigte die Moderatorin Brigitte Büscher am Ende alle Anwesenden. Geplant ist, dass in Zukunft weitere Konferenzen zur Vernetzung im Bereich Nachhaltigkeit stattfinden sollen in Bielefeld.