Johannisfriedhof: Zwei Blutbuchen müssen gefällt werden

Ab Montag, 31. Juli 2017, wird auf dem Johannisfriedhof mit der Fällung von zwei veredelten Blutbuchen in Abteilung 1 begonnen. Die Fällmaßnahmen werden sich voraussichtlich eine Woche hinziehen, da die Bäume aufgrund der beengten Verhältnisse auf dem Johannisfriedhof aufwendig abgetragen werden müssen. Die Friedhofsverwaltung bittet um Verständnis, dass der Bereich bereits jetzt weiträumig abgesperrt wird. Eine freie Zugänglichkeit angrenzender Grabstätten ist somit bis voraussichtlich Ende nächster Woche nicht gegeben.

Beide Bäume stammen noch aus der Gründerzeit des Friedhofs und haben ein geschätztes Alter von rund 150 Jahren. Das obere Kronendrittel der größeren der beiden Blutbuchen, einem rund 32 m hohem Baum, war trotz Knospenanlage in 2016 in diesem Frühjahr nicht mehr ausgetrieben und vollständig eingetrocknet. Von der Friedhofsverwaltung wurde daraufhin ein Gutachterbüro mit der Untersuchung des Baumes beauftragt. Dieses stellte fest, dass mehrere Haupt- und Nebenwurzelanläufe so massiv pilzbefallen waren, dass die Standsicherheit des Baumes nicht mehr gegeben ist und der Baum gefällt werden muss.

Durch die notwendige Fällung wird die unmittelbare Nachbarbuche vollkommen freigestellt. Diese war bereits 2016 gutachterlich überprüft worden, da die Haltewurzeln mit dem Riesenporling sowie Brandkrustenpilz befallen waren. Die Krone dieses Baumes wurde daraufhin um etwa sechs Meter eingekürzt, um so – unter dem Kronenschutz der 32 m hohen Blutbuche – noch für wenige Jahre erhalten werden zu können. Durch den Wegfall des Windschutzes sowie der weiter vorangeschrittenen pilzlichen Zersetzung der Haltwurzelanläufe kann auch dieser Baum nicht erhalten werden.

Für die beiden gefällten Bäume sollen im Herbst Ersatzpflanzungen erfolgen.

Johannisfriedhof - schönster Friedhof Deutschlands

Der Johannisfriedhof vom Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld wurde im Oktober von einer Jury des Internetportals Bestattungen.de zum schönsten Friedhof Deutschlands gekürt. Damit ging diese Auszeichnung bereits zum zweiten Mal in Folge nach Bielefeld – ein echtes Novum in der Geschichte des Bestattungen.de-Awards. Im vergangenen Jahr wurde der Sennefriedhof zum schönsten Friedhof Deutschland gewählt – und nun hat der Johannisfriedhof diesen Titel verteidigt.

Insgesamt bewarben sich diesmal deutschlandweit 24 Friedhöfe und Bestattungswälder um die begehrte Nominierung. „Die Wahl war dabei nicht leicht”, meint Pfarrer und Award-Juror Dr. Johannes Friedrich. Am Ende konnte sich der 1874 errichtete Parkfriedhof im Johannistal als schönster Friedhof Deutschlands durchsetzen. Das mitten auf dem Friedhof gelegene Arboretum mit über 70 verschiedenen Scheinzypressen- und Lebensbaumarten macht den Bielefelder Friedhof zu einem besonderen Ort der Ruhe.

Viele der Grabstätten stehen unter Denkmalschutz. Manch namenhafte Persönlichkeit, wie z.B. Georg Hinzpeter, der Erzieher des späteren Kaisers Wilhelm II, hat hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Auch stammen viele der Grabmäler von renommierten und längst verstorbenen Künstlern wie z.B. Hans Perathoner oder Hans Wimmer. „Der Friedhof ist ein Ort, der nicht nur Geschichte erlebbar macht, sondern auch Zukunft weist und Gegenwart lebt”, so Friederike Hennen, Abteilungsleiterin Planung und Unterhaltung Friedhöfe im Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld.

Das Wissen über die Vielfältigkeit des Friedhofs wird gerne im Rahmen unentgeltlicher Führungen an Interessierte weitergegeben. Die begleiteten Rundgänge werden von der Friedhofsverwaltung des Umweltbetriebs zu den unterschiedlichsten Themen angeboten, so z.B. „Persönlichkeiten der Bielefelder Geschichte”, „Symbole”, „Parkanlage und Glanzstück früher Bestattungskultur”. Besonders erwähnenswert ist die Führung „Mondlichtzauber”, die sich alljährlich großer Beliebtheit erfreut. Aber egal, ob in der Gruppe oder alleine, ob bei Tag oder Nacht, im Winter oder Sommer – der Johannisfriedhof ist immer ein Besuch wert. Er nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise, die in der Vergangenheit beginnt und in der Zukunft endet.
[28.10.2016]

Zweiter Angehörigenraum neu gestaltet - Friedhof Kirchdornberg

Nach einer mehrwöchigen Umbauphase ist seit September 2016 ein weiterer Angehörigenraum neu gestaltet. Wie schon auf dem Friedhof Altenhagen können Trauernde ihre Zeit bis zum Gottesdienst jetzt auch in Kirchdornberg in angemessener Atmosphäre verbringen.

Der neu gestaltete Raum präsentiert sich in hellen, freundlichen Farben. Grau- und Gelbtöne dominieren das Interieur und bilden einen angenehmen Kontrast zum dunkel melierten Boden. Ein Sofa sowie mehrere Sessel stehen als bequeme Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Eine zurückhaltende Beleuchtung, gerahmte Fotografien sowie sorgfältig ausgesuchte Dekorationsartikel werten den Raum zusätzlich auf.
[12.09.2016]

Grabfeld für Baumbestattungen

Der Friedhof Kirchdornberg ist der vierte kommunale Friedhof, auf dem der Umweltbetrieb Urnen-Baumbestattungen anbietet. Und es ist der erste Friedhof, der die Möglichkeit einer Sargbestattung im Umfeld des Gehölzes bietet.
Insgesamt stehen 32 Grabstätten für Erdbestattungen und 144 Urnengrabstätten zur Verfügung. Erstere liegen zwischen zwei ungarischen Eichen, die sich durch ein besonders attraktives gelbraunes Herbstlaub auszeichnen. Die Urnengrabstätten dagegen befinden sich neben drei Weiß-Eschen, deren Laub sich im Herbst prächtig purpurn bis gelb färbt sowie an drei Tokyo-Kirschen. Letztere verwandeln sich im Frühjahr in ein Meer aus weißen Blüten.
Zusätzlich wurden die Baumscheiben der Gehölze mit Stauden bepflanzt, und sorgen somit für eine weitere Aufwertung des Grabfeldes.

Baumgrabstätten für Erdbestattungen werden als ein- oder zweistellige Wahlgrabstätten vergeben, deren Pflege von den Friedhofsgärtnern übernommen wird. Je Grabstelle kann anstelle eines Sarges auch eine Urne beigesetzt werden. Damit eignet sich die Grabart gut für (Ehe-)Paare, die eine gepflegte Grabstätte haben wollen und von denen mindestens eine Partnerin bzw. ein Partner eine Erdbestattung wünscht. In den Urnenbaumgrabstätten sind bis zu zwei Urnenbestattungen möglich.

Zur individuellen Kennzeichnung der Grabstätten kann eine Grabplatte mit den Daten des oder der Verstorbenen ebenerdig verlegt werden. Hinter jeder Grabstätte befindet sich zudem ein Pflasterband, auf dem mitgebrachte Blumen und Gestecke abgelegt werden können.


Friedhof Altenhagen - Angehörigenraum stilvoll umgestaltet

Der Angehörigenraum in der Kapelle auf dem Friedhof Altenhagen wurde neu gestaltet. Federführend bei der Umgestaltung war Katrin Janinhoff von der Friedhofsverwaltung des Umweltbetriebs. Nach einer mehrwöchigen Umbauphase steht für die engsten Hinterbliebenen endlich ein geschmackvoll gestalteter Ort der Stille auf dem Friedhof zur Verfügung.

Der alte Angehörigenraum war in die Jahre gekommen und entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. „Mir war wichtig, dass sich die Angehörigen hier wohl fühlen und sammeln können, vielleicht ein wenig zur Ruhe kommen können”, so Katrin Janinhoff, Landschaftsarchitektin der Friedhofsverwaltung.

Die Umgestaltung des Angehörigenraums ist ein weiteres Element im Bestreben der Friedhofsverwaltung, den Friedhof für Hinterbliebene und Besucherinnen und Besucher ansprechend zu gestalten. Neben der Anlage von Pflanzbeeten wurde in den letzten Jahren das Grabstättenangebot kontinuierlich erweitert. Heute können Interessierte zwischen acht verschiedenen Grabarten das für sie passende Angebot aussuchen. Insbesondere die seit dem Jahr 2008 angebotenen Urnenkammern in Urnenstelen stoßen auf breite Zustimmung, sind doch die Hinterbliebenen vom Aufwand der Grabpflege entbunden.
[16.03.2016]

Friedhofsführungen 2016

Die erfolgreiche Veranstaltungsserie „Führungen über städtische Friedhöfe” wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Das Programm bietet wieder eine interessante Mischung aus Neuem und Altbewährtem.

Eröffnet wird die diesjährige Führungsreihe am 19. März mit einem vogelkundlichen Spaziergang über den Sennefriedhof. Darauf folgt am 24. April ein Rundgang über den historisch und künstlerisch geprägten Johannisfriedhof. Zum ersten Mal gibt es in diesem Jahr eine Führung über den Stadtteilfriedhof in Theesen.

Auch dem Altbewährten wird Raum geboten. Auf vielfachen Wunsch gibt es im Juni erneut eine Mondlichtführung über den Johannisfriedhof. Außerdem lädt Heinz Flottmann am 26. Juni erneut zu einem Gedankenspaziergang über Leben und Tod auf Sennefriedhof ein. Er geht den Fragen nach „Was kommt danach?” und „Was war eigentlich davor?”.
Mit der Veranstaltung „Herbstimpressionen auf dem Sennefriedhof” wird das Friedhofsprogramm am 30. Oktober abgeschlossen.
[15.03.2016]

UWB jetzt Ansprechpartner für Pflege, Bestattung und Verwaltung

Die Friedhofsverwaltung des Umweltbetriebs übernimmt ab 1. Januar 2016 die Verwaltungsaufgaben der Friedhöfe in Altenhagen, Brake, Vilsendorf und Theesen. Diese wurden bisher in den Bezirksämtern Heepen und Jöllenbeck abgewickelt.
Mit Jahresbeginn gibt es dann Leistungen „aus einer Hand”. Alle anfallenden Aufgaben der 19 kommunalen Friedhöfe werden zentral von der Friedhofsverwaltung aus bearbeitet. Neben der Pflege und Unterhaltung von Grabstätten und der Durchführung von Bestattungen können jetzt auch Fragen zum Erwerb, Aufgabe oder Verlängerung einer Grabstätte beantwortet werden. Wer für den Todesfall vorsorgen möchte oder eine passende Grabart oder Grabstätte sucht, findet hier ebenfalls einen kompetenten Ansprechpartner.
Die Friedhofsverwaltung des Umweltbetriebs befindet sich auf dem Sennefriedhof, Brackweder Str. 80. Sie ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, dienstags von 14 bis 16 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Unter der Telefonnummer 0521 51-5211 werden Fragen zu den genannten Friedhöfen gerne beantwortet.
[22.12.2015]

Branchenportal kürt Sennefriedhof zum Gewinner 2015

Der Bielefelder Sennefriedhof gewinnt den diesjährigen Bestattungen.de-Award als schönster Friedhof Deutschlands. Künstlerisch, naturnah und geschichtsträchtig überzeugte der große Waldfriedhof die hochkarätige Jury.
Das Rennen um die ersten Plätze gewannen Friedhöfe, die eindrucksvolle Architektur, moderne Grabstätten und naturreiche Erholungsplätze erfolgreich miteinander verbinden. An die Spitze schaffte es der 1912 errichtete Sennefriedhof in Bielefeld. Er ist einer der größten Waldfriedhöfe Deutschlands und bietet auf einer Fläche von rund 100 Hektar ein umfangreiches Grabstättenangebot sowie einen wertvollen Naturraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Zudem ist die westfälische Ruhestätte mit der denkmalgeschützten Kapelle und den vielen historischen Grabmälern und Skulpturen ein Anziehungspunkt für Kunstliebhaber und Architektur-Begeisterte.
Vor allem die ältesten Abteilungen haben das charakteristische Erscheinungsbild aus der Gründungszeit des Friedhofes weitgehend bewahrt. Hier ist die ursprüngliche Gestaltungsabsicht am deutlichsten erlebbar. Große Familiengrabstätten mit zum Teil künstlerisch wertvollen Grabmalen in topographisch reizvoller Lage prägen das Bild. Prägende Ereignisse der deutschen Geschichte werden in den Sonderfeldern für Bombenopfer, Widerstandskämpfer, Soldaten und ausländische Zwangsarbeiter dokumentiert.
Grabplastiken auch überregional bekannter und bedeutender Künstler wie Eberhard Encke, Wilhelm Heiner oder Bruno Buschmann machen den Sennefriedhof auch zu einem Ziel für Kunstliebhaber. Die denkmalgeschützte Alte Kapelle und die für den Beginn des 20. Jahrhunderts einzigartigen Torgebäude, aber auch die sich harmonisch in die Umgebung einfügende Neue Kapelle sprechen architekturinteressierte Besucherinnen und Besucher an.
Über 40 Vogelarten fühlen sich auf dem Sennefriedhof zu Hause. Auf offenen Sandflächen finden sich unter anderem verschiedene Pflanzen- und Tierarten der Roten Liste; bei einer Gesamtkartierung des Sennefriedhofes konnten außerdem fast 100 verschiedene Moosarten nachgewiesen werden.
Externer LinkBESTATTUNGEN.DE AWARD 2015
[20.10.2015]

Stelenanlage nun auch auf dem Neuen Friedhof in Brake

Fünf Einzelstelen mit jeweils vier Kammern stehen neuerdings für Bestattungszwecke auf dem Neuen Friedhof in Brake zur Verfügung. Damit ist der Neue Friedhof in Brake neben dem Sennefriedhof sowie den Friedhöfen Altenhagen, Sieker und Sudbrack der fünfte kommunale Friedhof, der diese Grabart anbietet.

Die Stelen wurden kreisförmig auf dem Kapellenvorplatz aufgestellt. Denn der Kreis ist ein altes, viel verwendetes symbolisches Zeichen und besitzt sehr viele Bedeutungen: So steht er für die Ewigkeit, für das Absolute, Vollkommene und damit Göttliche und somit im engen Bezug zum Thema Sterblichkeit. Auch strahlt eine streng geometrische Figur, wie der Kreis, Ruhe und Geborgenheit aus.
Auch bei der Bepflanzung der Stelenanlage wurde mit Symbolpflanzen gearbeitet. Gelten doch (rote) Rosen seit dem Altertum als Symbol der Liebe. In der geknickten Darstellung auf Grabmälern symbolisieren Rosen nicht nur die tiefe Trauer der Angehörigen und den plötzlichen Abbruch des Lebens, sondern auch oft ein als zu früh empfundenes Lebensende. Zur Erzielung eines harmonischen Gesamteindrucks haben sich die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung bei der weiteren Pflanzenauswahl mit Stachelnüsschen, Sonnenröschen und Mädchenauge am Farbschema des Kapellenbeetes orientiert.
Friederike Hennen, Abteilungsleiterin im Geschäftsbereich Stadtgrün und Friedhöfe, ist sich sicher, dass das Interesse an den Kammern groß sein wird. Für die Hinterbliebenen bietet diese Grabart viele Vorteile: Beispielsweise sind die Angehörigen von jeglicher Grabpflege befreit und können Schalen und Blumensträuße zu Füßen der Stelen abstellen. Die Grabplatte, die Bestandteil der Grabkammer ist, kann auf Wunsch mit den Daten des Verstorbenen beschriftet werden. Die Einzelkammern sind für maximal zwei Urnenbestattungen geeignet und können für 20 bis maximal 40 Jahre erworben werden. In den Nutzungsgebühren von 93 Euro pro Jahr sind die Kosten der Verschlussplatte bereits enthalten, die Bestattungskosten mit 64 Euro sind moderat.
Neben den Rasenpflegegrabstätten für Erd- und Urnenbestattungen, ist dies auf dem neuen Friedhof in Brake ein weiteres Angebot für Angehörige, die ihre Grabstätte nicht selbst pflegen wollen oder können.
[10.09.2015]

Neue Friedhofssatzung in Kraft

Mit Inkrafttreten der 4. Änderungssatzung zur Friedhofsatzung gibt es eine Reihe von Neuerungen, die die vom Umweltbetrieb verwalteten 19 Friedhöfe für Hinterbliebene und Friedhofsbesucherinnen und -besucher noch attraktiver machen sollen. Überflüssige Regelungen wurden gestrichen, der Gestaltungsspielraum bei der Anlage und Pflege der Grabstätten vergrößert. Dazu Klaus Kugler-Schuckmann, 1. Betriebsleiter des Umweltbetriebs: „Eine Arbeitsgruppe des Betriebsausschusses des Umweltbetriebes hatte in mehrmonatiger Diskussion sowie in Abstimmung mit verschiedenen Verbänden diese Neufassung den Bezirksvertretungen und dem Rat empfohlen. Die Vorschläge fanden letztlich einhellige Zustimmung.”
Vielen dürfte entgegenkommen, dass die erforderliche Nutzungszeit zum Erwerb einer Wahlgrabstätte auf einheitlich fünf Jahre reduziert wurde. „So kann man sich zu Lebzeiten seine Wunschgrabstätte sichern, ohne bereits mit der vollen Gebühr in Vorleistung gehen zu müssen”, erklärt Friederike Hennen, Abteilungsleiterin Planung und Unterhaltung Friedhöfe im Umweltbetrieb. „Im Bestattungsfall muss das Nutzungsrecht dann für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhezeit verlängert werden.”
Veränderungen gibt es zudem bei den Kinderreihengrabstätten. Diese mussten nach der alten Satzung mit Ablauf der Ruhezeit eingeebnet werden. Nun haben die Eltern die Wahl. Wer die Grabstätte noch länger pflegen möchte, kann beantragen, dass das Kinderreihengrab in ein Wahlgrab umgewandelt wird. Anschließend kann die Grabstätte gebührenpflichtig verlängert werden.
Einschränkungen gibt es hingegen bei den Tiefenbestattungen. „Wir konnten die Sicherheit beim Ausheben der Gruft nicht gewährleisten”, führt Hennen aus, „deshalb wird das Angebot nun auch auf dem Sennefriedhof, dem letzten verbliebenen Friedhof, eingestellt.” Grabstätten, die in der Vergangenheit mit einem Recht auf Tiefenbestattung erworben wurden, sind hiervon nicht betroffen.
Gestrichen wurden auch reglementierende Vorgaben für Grablaternen, Grabplatten und Grabhügel. Stattdessen ist es nun gestattet, QR-Codes auf Grabsteinen anzubringen und Urnenwahl- und Urnenreihengrabstätten mit Grabkanten einzufassen. „Bei der Installation eines QR-Codes ist der Inhalt der hinterlegten Internetseite zum Zeitpunkt des Antrags vollständig anzugeben. Auch bleibt der Antragsteller für den Inhalt seiner Seite verantwortlich”, erläutert Hennen. Auch das Einfassen der Urnengräber mit Grabkanten muss von der Friedhofsverwaltung genehmigt werden.
Neu für Hundehalter ist, dass sie ihre Hunde nur noch an der kurzen Leine auf den Friedhöfen ausführen dürfen. Sie sind zudem verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu beseitigen. Ein Verstoß kann als Ordnungswidrigkeit geahndet und ein Bußgeld in Höhe von bis zu 500 Euro nach sich ziehen, so der 1. Betriebsleiter des UWB.
Klaus Kugler-Schuckmann und Friederike Hennen sind davon überzeugt, dass die 4. Änderungssatzung den Bedürfnissen der Hinterbliebenen weitreichend entgegenkommt und mit der Novelle ein attraktives und zeitgemäßes Angebot geschaffen wurde.
[27.07.2015]

Umweltbetrieb startet mit Grabkontrollen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Planung und Unterhaltung Friedhöfe im Umweltbetrieb haben mit der jährlichen Grabstättenkontrolle auf den städtischen Friedhöfen begonnen. Neben dem Pflegezustand der Grabstätten sowie der Höhe der auf eine Grabstätte gepflanzten Bäume und Sträucher wird auch der verkehrssichere Zustand der stehenden Grabmale überprüft.
„Hinterbliebene, die eine Grabstätte auf einem der städtischen Friedhöfe unterhalten, sollten – sofern noch nicht erfolgt - baldmöglichst mit der Instandsetzung ihrer Gräber beginnen”, appelliert Friederike Hennen, Abteilungsleiterin Planung und Unterhaltung Friedhöfe im Umweltbetrieb. „Neben der Unkrautbeseitigung sind stark wachsende, überständige und abgestorbene Gehölze zurückzuschneiden oder vollständig zu entfernen.”
Denn anders als der eigene Garten ist der Friedhof eine Gemeinschaftsanlage, die durch einen Vielzahl an Grabstätten geprägt wird. Um das Miteinander auf dieser Gemeinschaftsanlage zu regeln und das Gesamtbild des Friedhofs nicht zu beeinträchtigen, sind in der Friedhofssatzung allgemein gültige Standards für die Grabstättenpflege verankert. Ungepflegte Grabstätten stören nicht nur das Gesamtbild des Friedhofs, sie können durch Samenwurf oder Ausläuferwurzeln von Wildkräutern auch Nachbargrabstätten beeinträchtigen.
Mit der Kontrolle soll zudem vermieden werden, dass im Bestattungsfall unvorhergesehene Kosten für die Angehörigen entstehen. Denn Gehölze über 1,50 m Größe lassen sich beim Ausheben der Gruft in der Regel nicht mit dem Gräberbagger entfernen, so dass der Einsatz teurer Spezialmaschinen erforderlich werden kann.
Parallel zur Kontrolle des Pflegezustands der Grabstätte werden durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung stehende Grabmale auf ihre Standsicherheit überprüft. Da die Verantwortlichen für jeden Schaden haften, der durch das Umfallen von Grabmalen verursacht wird, sollte der verkehrssichere Zustand des Grabmals im eigenen Interesse liegen. An den Steinen, die zwischen 500 kg und 1.000 kg wiegen können, sollte jedoch nicht gerüttelt werden, da dies den Grabstein lockern und zum Umstürzen bringen kann.
Sollte sich eine Grabstätte bei der Kontrolle als ungepflegt erweisen, die vorgegebene Gehölzhöhe überschritten werden und von einem gelockerten Grabmal eine Gefährdung ausgehen, werden die Verantwortlichen von der Friedhofsverwaltung angeschrieben. Sie haben nach Erhalt des Schreibens dann vier Wochen Zeit, einen Fachbetrieb mit der Pflege der Grabstätte oder der Befestigung des Grabmals zu beauftragen. Natürlich können Sie auch selbst Hand anlegen.
Nach Ablauf der Frist findet eine weitere Kontrolle durch die Friedhofsverwaltung statt. Sollte die Grabstätte bei dieser Nachkontrolle weiterhin nicht den Satzungsvorgaben entsprechen, wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 18 Euro erhoben. Zudem sieht die Satzung die Möglichkeit vor, die Grabstätte und das Grabmal auf Kosten des Verantwortlichen in Ordnung bringen zu lassen.
Ein Umstand der aus Sicht der Friedhofsverwaltung durch eine zeitnahe Instandsetzung der Grabstätte vermieden werden kann.
Bei weiteren Fragen steht die Friedhofsverwaltung im Umweltbetrieb sowie die der Bezirksämter Jöllenbeck und Heepen gerne zur Verfügung.
Flyer: Schnittmaßnahmen auf städtischen Friedhöfen
[26.05.2015]

Urnenstelen liegen im Trend
Neue Stelenanlage auf dem Friedhof Sieker eröffnet

Wer pflegt meine Grabstätte eigentlich danach? Diese und viele weitere Fragen stellen sich immer häufiger. Viele Hinterbliebene wünschen sich zwar eine individuell gestaltete Grabstätte als aktiven Bestandteil der Trauerarbeit, machen sich aber zugleich Gedanken, ob und wie die Grabpflege langfristig sichergestellt werden kann. Was ist, wenn man altersbedingt oder beruflich den Wohnort wechseln muss und sich nicht mehr selbst kümmern kann? Was passiert, wenn die Gesundheit kein Bücken und Unkrautjäten mehr erlaubt? Wie kann dann sichergestellt werden, dass die Grabstätte weiterhin gepflegt ist?

Eine Alternative sind Grabstätten, die von den Angehörigen nicht selbst gepflegt werden müssen, ihnen aber einen sichtbaren Ort der Erinnerung und der stillen Zwiesprache ermöglichen. Dies ist bei Baum- und Pflegegrabstätten, aber auch bei Urnenstelen der Fall. Ebenso wie die auf dem Friedhof angebotenen Pflegegrabstätten richtet sich das Angebot der Urnenkammern vorrangig an Menschen, die ihre Grabstätte nicht durch Angehörige pflegen lassen wollen oder können.

Auf dem Friedhof Sieker besteht bereits seit 2009 die Möglichkeit zur Bestattung in so genannten Urnenkammern. Nachdem nun die Kapazitäten der dort bereits vorhandenen Stelenanlage unter dem Vordach der Kapelle ausgeschöpft waren, wurde die Anlage jetzt erweitert. Entlang des Hauptweges sind sieben Stelen mit jeweils vier Kammern errichtet worden. Eine Erweiterung ist jederzeit möglich.

Die Urnenkammern sind von ihrer Funktion her Wahlgrabstätten, die in einer Urnenstele angeordnet sind. Jede Kammer, in der bis zu zwei Urnen beigesetzt werden können, wird mit einer Platte verschlossen. Diese hat die Funktion eines Grabsteins und kann beschriftet werden. Die Urnenkammern werden für die Dauer der Ruhezeit von 20 Jahren abgegeben, maximal 40 Jahre Nutzungszeit sind möglich. Am Fuße der Stelen lassen sich Blumen und Gestecke ablegen. In den Nutzungsgebühren von 93,00 Euro pro Jahr sind bereits die Pflegekosten sowie die Kosten der Verschlussplatte enthalten. Es fallen somit nur noch die Bestattungskosten in Höhe von 64,00 Euro sowie die Kosten für die Beschriftung an.
[19.12.2014]

Friedhof Kirchdornberg: Eingangsbereiche werden neu gestaltet

Der Friedhof Kirchdornberg zählt zu den am schönsten gelegenen Friedhöfen im Stadtgebiet. Der wunderbare Blick über den historischen Ortskern mitsamt der Peterskirche und die herrlichen Ausblicke in das ländlich geprägte Umland laden Besucherinnen und Besucher ein, den Friedhof während eines Spaziergangs zu erkunden.

Bereits in den letzten Jahren hat der 1833 geweihte Friedhof Kirchdornberg, der von der Friedhofsverwaltung des Umweltbetriebs unterhalten wird, vielfältige Aufwertungen erfahren. Neben der Ausweitung des Grabstättenangebots um Pflegegrabstätten für Urnen und Erdbestattungen wurde im Jahr 2007 der Kapellenvorplatz aufwendig umgestaltet.

Für diesen Herbst plant die Friedhofsverwaltung nun die Umgestaltung der Wegeverbindung vom Kapellenvorplatz bis zum Eingang Kirchdornberger Straße. Notwendig wird die Baumaßnahme, da der Wegeunterbau für die heutigen Belastungen mit schweren Maschinen und Geräten nicht mehr auskömmlich ist und Kanalschächte und eine Bruchsteinmauer saniert werden müssen. Zusätzlich soll das Beet im Eingangsbereich der Kirchdornberger Straße neu gestaltet werden. Hier ist die Bepflanzung überaltert, die vorhandenen Gehölze sind nicht mehr vital.

Das Gestaltungskonzept für die Wegeverbindung zwischen Kapelle und Friedhofseingang orientiert sich am Kapellenvorplatz und greift dessen Formensprache auf. Der Materialmix aus Asphalt und Verbundpflaster soll entfernt und durch das einheitlich graue Betonpflaster mit anthrazitfarbigen Pflasterstreifen abgelöst werden. Im Kreuzungsbereich der beiden Hauptwege wird eine neue Platzsituation geschaffen. Sitzbänke und ein ansprechendes Wasserbecken laden künftig ein, sich hier niederzulassen und die besondere Atmosphäre dieses schön gelegenen Friedhofs auf sich wirken zu lassen.

Attraktiver soll auch der Haupteingang an der Kirchdornberger Straße werden. So ist vorgesehen, die alte Bepflanzung rechts und links des Wegs zu entfernen und durch üppig blühende Beete mit Sonnenhut, Astern, Gräsern und Bodendeckern zu ersetzen. Die Pflanzenauswahl soll ganzjährig farbliche Akzente setzen.

Ein Flyer mit Hinweisen zum Friedhof sowie einem vorgeschlagenen Rundweg ist bei der Friedhofsverwaltung sowie vor Ort erhältlich.
[12.09.2014]


Neues Grabangebot:
Baumbestattungen auf dem Friedhof Ubbedissen

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schrieb (Khalil Gibran, 1883 – 1931)
Der vom Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld verwaltete Friedhof Ubbedissen wurde vor rund 150 Jahren als sogenannter „geometrischer Friedhof” angelegt. Ein bewusst zur Gestaltung eingesetztes Element waren sechs am Hauptweg der Abteilung 1 gepflanzte Tulpenbäume (Liriodendron). Davon sind heute noch zwei vorhanden, sie stehen als eingetragene Naturdenkmäler unter besonderem Schutz.

Zur Gründungszeit des Friedhofs dominierten Erbbegräbnisse, große Familiengrabstätten für Erdbestattungen, das Erscheinungsbild des Friedhofs. „Heute ist das Grabartenangebot wesentlich vielfältiger”, erläutert Friederike Hennen, Leiterin der Abteilung Planung und Unterhaltung Friedhöfe im Umweltbetrieb. „Angeboten werden Wahlgrabstätten für Erd- und Urnenbeisetzungen, Reihengrabstätten für Erdbeisetzungen sowie Rasenpflegegrabstätten für Urnenbestattungen.” Neu hinzugekommen sind Baumbestattungen im Eingangsbereich zu Abteilung 4.

Am Fuße einer Winterlinde sowie zweier kaukasischen Flügelnüsse wurden kreisförmig insgesamt 48 Baumgrabstätten angelegt. In jeder Baumgrabstätte können bis zu zwei Urnen bestattet werden. Die Grabstätte kann für 20 bis maximal 40 Jahre erworben werden, Verlängerungen zu einem späteren Zeitpunkt sind möglich. Damit eignet sich die Baumgrabstätte sowohl für naturverbundene Einzelpersonen als auch als Familiengrabstätte. Von Vorteil ist, dass die Grabstätte bereits im Voraus erworben werden kann, und auf die Angehörigen keine Grabpflege zukommt. Anstelle eines Grabsteins kann eine Gedenktafel mit den Daten der Verstorbenen ebenerdig in der Rasenfläche verlegt werden.

Zurzeit werden von den Friedhofsmitarbeitern eine Sitzbank aufgestellt, Rasen eingesät und ein Ablageplatz für Gestecke und Kränze angelegt. Hier soll künftig Grabschmuck abgelegt werden. Denn eine Ablage auf der Grabstätte ist nicht gewünscht, da dies die Pflege des Grabfeldes beeinträchtigt.

Die Nutzungsgebühr für ein Baumgrab beträgt pro Jahr 66 Euro, somit für die Mindestzeit von 20 Jahre 1.320 Euro, die Bestattungsgebühr 113 Euro. Optional fallen zusätzliche Kosten für Träger und die Benutzung der Friedhofskapelle an. Kosten für die künftige Grabpflege entstehen nicht, da diese bereits in den Nutzungsgebühren enthalten sind.

Friederike Hennen ist überzeugt, dass das neue Angebot bei der Ubbedisser Bevölkerung auf Zustimmung stößt. Der Gedanke, dass die Asche eines Verstorbenen im Wurzelbereich aufgenommen und somit sinnbildlich in ihm „weiterlebt”, ist für viele Menschen eine schöne Vorstellung.

Die Fertigstellung des Grabfeldes ist für den Frühsommer geplant. Auf Wunsch sind Bestattungen bereits zu einem früheren Zeitpunkt möglich.
[21.07.2014]


Kontakt

Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld
Friedhofsverwaltung
Brackweder Straße 80
33647 Bielefeld
Tel. 0521 51-5205
Fax 0521 51-5550
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