Wie ändert sich das Klima?

Erfrischendes Nass auf dem Kesselbrink
Das Klima im Raum Bielefeld wird sich weiter verändern. Auf der Basis von Modellsimulationen können regionale Aussagen über das Klima der Zukunft getroffen werden. Die folgenden Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum 2041-70 im Vergleich zur gegenwärtigen Klimanormalperiode 1971-2000.

Temperaturen
Der in den letzten Jahrzehnten zu beobachtende Trend steigender Jahresmitteltemperaturen wird sich zukünftig sehr wahrscheinlich fortsetzen. Die Temperaturzunahme wird voraussichtlich 0,9 bis 2,6 °C erreichen. Gleichzeitig werden die Frosttage um 14 bis 34 Tage pro Jahr abnehmen, die Anzahl der Tropennächte bis zu sechs Tage zunehmen, in der Innenstadt bis zu sieben Tage. Die Zunahme der Anzahl der heißen Tage wird sich zwischen ein bis zehn Tage bewegen.
Entsprechend verlängert sich die Vegetationsperiode zwischen 11 bis 31 Tage pro Jahr.

Niederschlag und Starkregen
Insgesamt ist mit einer moderat steigenden Jahresniederschlagssumme zu rechnen, da eine wärmere Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen kann. Saisonal ist mit deutlicheren Schwankungen zu rechnen. Die Zunahme wird tendenziell eher im Winter um bis zu 83 mm pro Jahr erwartet. In den Sommermonaten kann es trockener werden, eine Abnahme des Niederschlags um 18 mm pro Jahr ist möglich. Gleichzeitig ist mit einer erhöhten Auftrittshäufigkeit von Starkregenereignissen mit >50mm pro Tag zu rechnen. Diese können aktuell etwa alle zehn Jahre und zur Mitte des Jahrhunderts bis zu alle zwei bis drei Jahre mit zusätzlich erhöhter Intensität auftreten.

Wind und Sturm
Die mittlere Windgeschwindigkeit zeigt weder in den Messdaten der Vergangenheit noch in den Modellsimulationen für die Zukunft eine robuste Veränderungstendenz. Auch bei der Auftrittshäufigkeit und Intensität von Stürmen ist nach heutigem Stand des Wissens mit keiner Veränderung zu rechnen.

Insbesondere die Aussagen zu den Extremereignissen Starkregen und Sturm sind noch mit Unsicherheiten behaftet. Trotz ihrer sehr hohen räumlichen Auflösung können die Klimasimulationen beispielsweise Gewitterzellen noch nicht berücksichtigen. Allerdings ist auch in Zukunft von mindestens ähnlichen Starkregen- und Sturmereignissen einschließlich entsprechender Schäden wie bisher auszugehen.



Kontakt

Umweltamt
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Tel. 0521 51-6074
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Bettina Branke
0521 51-3417
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Links

Klimaanpassung des Landes Nordrhein-Westfalen:
Externer Linkwww.klimaatlas.nrw.de

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PDF-Dokument www.lanuv.nrw.de (PDF)